Mit den Veranstaltungen in dieser Rubrik gehen Sie religionswissenschaftlichen und philsophischen Fragen auf den Grund und erhalten auch Einblicke in die Religionen der Welt.
Üblicherweise gehen wir davon aus, dass Entscheidungen auf dem Abwägen von Gründen beruhen sollten, während man sich durch Losverfahren dem blinden Zufall ausliefert. Das scheint auf den ersten Blick irrational zu sein. Tatsächlich gab es aber Losentscheidungen in vielen Lebensbereichen und nicht zuletzt in der Politik schon immer. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Losverfahren in der Vergangenheit begründet wurden, und zeigt anhand historischer Beispiele, wie sie funktionierten. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Menschliche Gemeinschaften bedürfen gemeinsamer Ziele, um die Solidarität ihrer Mitglieder zu aktivieren und einen inneren Zusammenhalt herzustellen; dieses gemeinsame Ziel heißt seit jeher „Gemeinwohl“. Deshalb gilt die Förderung des Gemeinwohls als die umfassendste aller Zielvorgaben der Politik, als der gemeinsame Nenner aller politischen Anstrengungen. Das Grundgesetz hat zwar keinen vollständigen, abgeschlossenen Plan des Gemeinwohles, im Verfassungstext werden aber an drei Stellen umfangreiche Zielvorstellungen formuliert.
Menschliche Gemeinschaften bedürfen gemeinsamer Ziele, um die Solidarität ihrer Mitglieder zu aktivieren und einen inneren Zusammenhalt herzustellen; dieses gemeinsame Ziel heißt seit jeher „Gemeinwohl“. Deshalb gilt die Förderung des Gemeinwohls als die umfassendste aller Zielvorgaben der Politik, als der gemeinsame Nenner aller politischen Anstrengungen. Das Grundgesetz hat zwar keinen vollständigen, abgeschlossenen Plan des Gemeinwohles, im Verfassungstext werden aber an drei Stellen umfangreiche Zielvorstellungen formuliert.
