Auf der Suche nach der Ordnung der Welt hat die Philosophie einen großen Schatz an Antworten gefunden. Ihn können wir nutzen, um existenzielle Probleme der Gegenwart zu bewältigen. Gegen den Ungeist des Egoismus, die Herrschsucht, den Versuch, die Demokratie zu zerstören, hilft nur die Wiedergeburt der Humanität: Geschichte, Hoffnung, Liebe, Sorge, Verantwortung, die Zeitenwende unserer Wendezeit. Zur offenen, sokratischen Diskussion zu diesen Themen sind Sie herzlich eingeladen. Für den Kurs wird ein Materialdepot über MVHS-Online zur Verfügung gestellt. Sie erhalten automatisch auch die Zugangsdaten für eine Online-Teilnahme.
Warum ist der Kosmos so, wie er ist? Warum scheint das Universum geradezu ideal dafür gemacht, dass sich Leben in ihm entwickelt? Konnte Intelligenz nur in diesem Kosmos entstehen? Fest steht: Uns gibt es nur, weil alles so ist, wie es ist. Wären die grundlegenden Naturkräfte, wie die Gravitation oder die elektromagnetische Kraft nur geringfügig stärker oder schwächer, gäbe es kein Leben wie wir es kennen. Das „anthropische Prinzip“ entschlüsselt Merkwürdigkeiten im Aufbau des Kosmos und der Naturgesetze, die für die Entstehung des Lebens von Bedeutung sind – und verweist zugleich auf Lücken in unserem Verständnis der Natur.
Die Natur aus einem kultur- und sozialwissenschaftlichen Blickwinkel zu betrachten, ist Anliegen der kleinen Reihe zur „Philosophie der Natur“. Dabei soll es einerseits um den Dualismus von „Natur“ und „Kultur“ gehen, um Denkmuster, Wahrnehmungsschemata und Kosmologien – bis hin zu erkenntnistheoretischen Folgerungen. Andererseits soll die Frage behandelt werden, wie moderne Gesellschaften mit ökologischen Themen umgehen und wie überhaupt eine adäquate Problemdefinition erreicht werden kann. Es wird dabei eine Auswahl von drei Ansätzen vorgestellt. Wie kam es in den modernen Gesellschaften zum Dualismus von „Natur“ und „Kultur“? Wie prägt er unsere Wahrnehmungsschemata und Kosmologien? Ist dieser Dualismus universell, oder zeigt der kulturwissenschaftliche Blick auf indigene Gesellschaften alternative Denkmuster? Diesen Fragen geht der französische Ethnologe Philippe Descola in seiner Studie „Jenseits von Natur und Kultur“ nach. Er zeigt, wie unterschiedliche Formen des Weltverstehens unser Denken, Handeln und Zusammenleben prägen. Dabei werden auch aktuelle ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen in den Blick genommen und neue Perspektiven auf das Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Gesellschaft eröffnet. Weitere Veranstaltungen der Reihe: 20.4.: "Das Parlament der Dinge - Bruno Latour" (W132220) 27.4.: "Ökologische Kommunikation - Niklas Luhmann" (W132230)
Die Natur aus einem kultur- und sozialwissenschaftlichen Blickwinkel zu betrachten, ist Anliegen der kleinen Reihe zur „Philosophie der Natur“. Dabei soll es einerseits um den Dualismus von „Natur“ und „Kultur“ gehen, um Denkmuster, Wahrnehmungsschemata und Kosmologien – bis hin zu erkenntnistheoretischen Folgerungen. Andererseits soll die Frage behandelt werden, wie moderne Gesellschaften mit ökologischen Themen umgehen und wie überhaupt eine adäquate Problemdefinition erreicht werden kann. Es wird dabei eine Auswahl von drei Ansätzen vorgestellt. Wie kann unsere politische Ordnung auf die ökologischen Herausforderungen antworten? Der französische Soziologe Bruno Latour sieht in der fehlenden Repräsentation von Dingen und nicht-menschlichen Wesen in gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen einen Hauptgrund für die mangelnde Bearbeitung ökologischer Fragestellungen. Auch wissenschaftlich müsse die Trennung von Natur und Gesellschaft hinterfragt werden. Latour ist ein Vertreter der Akteur-Netzwerk-Theorie, die eine Verbindung zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren herstellt. In dem Vortrag soll diskutiert werden, wie diese Ideen gegenwärtige Debatten um Klima, Technik und Verantwortung beeinflussen. Bisherige Veranstaltungen 13.4.: "Jenseits von Natur und Kultur - Philippe Descola" (W132210) Weitere Veranstaltungen der Reihe: 27.4.: "Ökologische Kommunikation - Niklas Luhmann" (W132230)
Trotz der offenkundigen Vielfalt der Vorstellungen und Lebensformen werden in der aktuellen politischen Diskussion zu Europa immer wieder abendländische Werte und eine vermeintliche kulturelle Identität Europas behauptet. Die Erläuterungen dazu bleiben wolkig. Das ist nicht zufällig so, denn die europäische Kultur entstand aus Konflikten, von denen manche bis heute nicht beigelegt sind. Gleichwohl entsprangen diesen Auseinandersetzungen Ideen und Werte, an denen wir uns heute noch orientieren können. Vier zentrale Komplexe wollen wir aufgreifen. Weitere Veranstaltungen der Reihe "Grundbegriffe des europäischen Denkens": 28.4.: "Freiheit und soziale Normativität" (W132620) 5.5.: "Wissen oder Religion" (W132630) 12.5.: "Romantik - der große Wertewandel" (W132640)
Die Natur aus einem kultur- und sozialwissenschaftlichen Blickwinkel zu betrachten, ist Anliegen der kleinen Reihe zur „Philosophie der Natur“. Dabei soll es einerseits um den Dualismus von „Natur“ und „Kultur“ gehen, um Denkmuster, Wahrnehmungsschemata und Kosmologien – bis hin zu erkenntnistheoretischen Folgerungen. Andererseits soll die Frage behandelt werden, wie moderne Gesellschaften mit ökologischen Themen umgehen und wie überhaupt eine adäquate Problemdefinition erreicht werden kann. Es wird dabei eine Auswahl von drei Ansätzen vorgestellt. Wie kann die Gesellschaft auf ökologische Herausforderungen, auf Fragen des Klima- und Artenschutzes unter den Bedingungen einer funktional differenzierten Moderne reagieren? Das war eine zentrale Frage, die Luhmann bereits in den 1980er Jahren umtrieb. Dabei ging es ihm in erster Linie darum, mit den Mitteln der Systemtheorie ein adäquates Verständnis für die Problemformulierung zu erreichen. Es genüge nicht, so Luhmann, auf Umweltethik zu verweisen, oder mit erhobenem Finger auf die Politik, den Kapitalismus oder die Konsumgesellschaft zu zeigen. So setzt er sich kritisch mit dem öffentlichen Diskurs und auch sozialen Bewegungen auseinander. Luhmann möchte zeigen, dass man an vielen Stellen ansetzen, die Problemdefinition aber auch für die Funktionssysteme handhabbar und bearbeitbar machen muss. Seine Studie hat auch heute noch nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Bisherige Veranstaltungen 13.4.: "Jenseits von Natur und Kultur - Philippe Descola" (W132210) 20.4.: "Das Parlament der Dinge - Bruno Latour" (W132220)
Trotz der offenkundigen Vielfalt der Vorstellungen und Lebensformen werden in der aktuellen politischen Diskussion zu Europa immer wieder abendländische Werte und eine vermeintliche kulturelle Identität Europas behauptet. Die Erläuterungen dazu bleiben wolkig. Das ist nicht zufällig so, denn die europäische Kultur entstand aus Konflikten, von denen manche bis heute nicht beigelegt sind. Gleichwohl entsprangen diesen Auseinandersetzungen Ideen und Werte, an denen wir uns heute noch orientieren können. Vier zentrale Komplexe wollen wir aufgreifen. Bisherige Veranstaltungen der Reihe "Grundbegriffe des europäischen Denkens": 21.4.: "Politik und Rationalität" (W132610) Weitere Veranstaltungen : 5.5.: "Wissen oder Religion" (W132630) 12.5.: "Romantik - der große Wertewandel" (W132640)
Trotz der offenkundigen Vielfalt der Vorstellungen und Lebensformen werden in der aktuellen politischen Diskussion zu Europa immer wieder abendländische Werte und eine vermeintliche kulturelle Identität Europas behauptet. Die Erläuterungen dazu bleiben wolkig. Das ist nicht zufällig so, denn die europäische Kultur entstand aus Konflikten, von denen manche bis heute nicht beigelegt sind. Gleichwohl entsprangen diesen Auseinandersetzungen Ideen und Werte, an denen wir uns heute noch orientieren können. Vier zentrale Komplexe wollen wir aufgreifen. Bisherige Veranstaltungen der Reihe "Grundbegriffe des europäischen Denkens": 21.4.: "Politik und Rationalität" (W132610) 28.4.: "Freiheit und soziale Normativität" (W132620) Weitere Veranstaltungen : 12.5.: "Romantik - der große Wertewandel" (W132640)
Trotz der offenkundigen Vielfalt der Vorstellungen und Lebensformen werden in der aktuellen politischen Diskussion zu Europa immer wieder abendländische Werte und eine vermeintliche kulturelle Identität Europas behauptet. Die Erläuterungen dazu bleiben wolkig. Das ist nicht zufällig so, denn die europäische Kultur entstand aus Konflikten, von denen manche bis heute nicht beigelegt sind. Gleichwohl entsprangen diesen Auseinandersetzungen Ideen und Werte, an denen wir uns heute noch orientieren können. Vier zentrale Komplexe wollen wir aufgreifen. Bisherige Veranstaltungen der Reihe "Grundbegriffe des europäischen Denkens": 21.4.: "Politik und Rationalität" (W132610) 28.4.: "Freiheit und soziale Normativität" (W132620) 5.5.: "Wissen oder Religion" (W132630)
Inflation, Kriege, Krisen ... – unsere Welt scheint von Unsicherheit geprägt. Nicht die Dinge an sich beunruhigen uns, sondern die Art, wie wir sie sehen, sagt der Stoizismus und plädiert für Gelassenheit gegenüber den äußeren Umständen. Ähnlich setzt die Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT) auf die Veränderung dysfunktionaler Denkmuster, um emotionale Stabilität zu fördern. In diesem praxisorientierten Online-Workshop erhalten Sie neben theoretischem Input konkrete Übungen aus beiden Ansätzen, um eine gelassenere Haltung gegenüber den Herausforderungen des Lebens zu entwickeln.
Der Traum, Wissen technisch zu erweitern, bewegt die Denkerinnern und Denker seit der Antike. Schon der spätantike Philosoph Plotin versucht, das Denken durch geometrische und arithmetische Ordnungsstrukturen zu repräsentieren. Später möchte der mallorquinische Denker Raimundus Lullus andere Religionen durch die mechanische Herstellung einer universellen Logik von der Wahrheit des Christentums überzeugen. Giordano Bruno wiederum verfolgt die Vorstellung, die Entfaltung der Natur durch mathematische Gesetze zu verstehen. Gottfried Wilhelm Leibniz schließlich glaubt an die Möglichkeit einer Universalwissenschaft, die alle anderen Wissenschaften übergreift. Begeben Sie sich in diesem Online-Vortrag mit auf die Spur dieser Gedanken.
In der Renaissance wenden sich Kunst und Philosophie in einer zuvor nie gekannten Weise dem Individuum zu. Gleichzeitig werden Staat und Gesellschaft neu geordnet. Die zentralen Ziele sind Freiheit und Selbstverwirklichung. Aber wie ist der Mensch einzuschätzen? Ist der Mensch gut (wie Pico della Mirandola meint), so darf man seine Freiheit nicht beschränken, ist er aber böse oder zumindest egoistisch (wie Niccolò Machiavelli glaubt), wird die Freiheit zu einer Gefährdung der anderen und der Gesellschaft. Der Vortrag wird zeigen, wie die Renaissance mit dieser Spannung umgeht.
Nur wenige Begriffe halten sich in der Politik so hartnäckig wie die Rede von „links“ und „rechts“. Zugleich will kaum jemand als „rechts“ gelten. Vor allem in Deutschland sind mit „rechts“ meist Gruppen oder Personen gemeint, die ein fragwürdiges oder sogar offen feindseliges Verhältnis zu Rechtsstaat und Demokratie haben. In vielen Staaten sind solche Gruppierungen in den letzten Jahren verstärkt in den Parlamenten vertreten und sogar an die Macht gelangt. Wie sind sie einzuschätzen und wie kann man sie gegen andere, gemäßigt „rechte“ Parteien, wie etwa „Konservative“ abgrenzen? Der Vortrag ist auch in präsenz buchbar mit der Kursnummer W110330.
Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, warum es ihn selbst und sein Leben, warum es Menschen und Dinge, warum es überhaupt etwas gibt und nicht nichts. Hat die Welt als Ganze einen Grund? Metaphysik ist die philosophische Königsdisziplin, die ganz grundsätzlich nach der Wirklichkeit hinter den Naturerscheinungen fragt. Sie beschäftigt sich unter anderem mit dem Wesen des Seins, dem Verhältnis von Geist und Materie, der Natur von Raum und Zeit und der Existenz des freien Willens. Im Rahmen der Vortragsreihe "Montags in Moosach".
