Liebe ist eine Grundkraft der menschlichen Existenz. Der antike Philosoph Platon (ca. 428 – 348) nennt diese Kraft „Eros“ und betrachtet die durch Eros entfachte Sehnsucht nach dem Geliebten als das Wirken eines Dämons. Doch Eros kann für Platon noch mehr: Wird die Macht des Eros richtig genutzt, führt sie in das Reich des Guten und Schönen, um so den Weg zu einem glücklichen Leben zu weisen. Viele Jahrhunderte später erweitert der Kirchenvater Augustinus (354 – 430) die antiken Gedanken zu einer christlichen Philosophie des Herzens. Das Herz wird zum Sitz der Liebe und zum innersten Antrieb der Person. In der Unruhe des Herzens entbrennt die Sehnsucht nach Ruhe, die ihre Erfüllung erst in der Liebe Gottes findet.
Im Vortrag wird die harmonische Beziehung zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Musikern in den letzten beiden Jahrhunderten behandelt. Wissenschaftler und Ingenieure haben Musikern und Komponisten neue Möglichkeiten der Klangerzeugung und ästhetischen Gestaltung gegeben. Beispiele sind Wilhelm E. Webers Forschungen zu adiabatischen Phänomenen und kompensierten Orgelpfeifen, Hermann von Helmholtz' Beiträge zur akustischen Resonanz und zum Steinway-Resonanzboden, sowie Friedrich Trautweins Arbeiten zur Radio-Klangtreue und seine Erfindung des Trautoniums. Thema wird auch die Zusammenarbeit von Physiologen, Physikern und Klavierpädagogen sein, die die Technik des Klavierspiels verbessern wollten. Myles W. Jackson ist ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker und derzeit Professor am Institute for Advanced Study, Princeton, sowie u.a. außerordentliches Mitglied der acatech. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
