Für 25 € unsere Vorträge erleben! Die Karte gilt für alle untenstehenden Vorträge und kostet einmalig pro Semester 25 €. Die Vorträge finden in der Volkshochschule, dem Kultur & Kongresszentrum, der Gemeindebücherei oder als Onlinekurs für zu Hause statt: Bitte denken Sie daran, die Karte ist nicht auf andere übertragbar! Eine vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Trotz Vortragskarte. Selbstverständlich können unsere Vorträge auch weiterhin einzeln gebucht werden. 251-2103 Über Bullshit 24.02.2025 251-21205 Der Main-Donau-Kanal und seine Geschichte 07.03.2025 251-2111 Vortrag: Antisemitismus in Bayern 10.03.2025 251-23075 Zisterzienserlandschaften als Europäisches Erbe 10.03.2025 251-2214 Die Bedeutung der Raumfahrt 11.03.2025 251-2121 Die sunnitische Konfession im Islam 12.03.2025 251-21014 Im Reich der Bären 13.03.2025 251-2106 Radtour zum Nordkap und zurück 18.03.2025 251-2109 China - Auswege aus einem Dilemma 20.03.2025 251-2115 Menschlich bleiben 21.03.2025 251-22319 Wir wünschen uns einen Hund 22.03.2025 251-2112 Shalom zusammen! 22.03.2025 251-2102 Schatz, wir müssen reden! 24.03.2025 251-22316 Wärmepumpe im Altbau? Ja klar! 27.03.2025 251-21210 Böses Telegram - gutes Telegram? 31.03.2025 251-22315 Die Naturvielfalt bewahren 01.04.2025 251-2213 100 Jahre Deutsches Museum 03.04.2025 251-21019 All about Africa 04.04.2025 251-2122 Die Welt des schiitischen Islam 07.04.2025 251-2107 Peru-Bolivien-Chile 10.04.2025 251-2307 Ludwig I und seine Bauten 07.05.2025 251-22313 Faszinierende Bienen 13.05.2025 251-21015 Gemeinsam durchs Feuer 16.05.2025 251-22317 Hochwassergefahr in Taufkirchen und im Landkreis München 19.05.2025 251-22002 Mutige Frauen 20.05.2025 251-2108 Putins Triumph 22.05.2025 251-22001 Frauen im Widerstand 26.05.2025
Mit der iranischen Umsturz Ayatollah Khomeinis 1979 rückte der revolutionäre schiitischen Islam in den internationalen Fokus. Dieser verschaffte sich mit anderen schiitischen Organisationen wie der libanesischen Hisbollah Verbündete. Das Koopertionsbündnis des "schiitischen Halbmonds" wird bei der Betrachtung eine entscheidende Rolle spielen.
Vor über zwei Jahren hat Olaf Scholz seine "Zeitenwende - Rede" gehalten. Wir möchten an diesem Abend den Blick darauf legen, was diese Rede mit dem einhergehenden Politikwechsel für die Soldatinnen und Soldaten unserer Streitkräfte bedeutet. Unser Referent gibt uns in einem kompakten Vortrag zunächst einen historischen Rückblick auf die Entwicklung der Bundeswehr, liefert eine aktuelle Bestandsaufnahme und zeichnet mögliche kurz- und mittelfristige Zukunftsszenarien auf. Im zweiten Teil der Veranstaltung bieten wir dem Publikum die Gelegenheit, Fragen zu stellen und laden zur Diskussion ein. Oberstleutnant Mirko Urbatschek (M.A.) ist Militärhistoriker und Berufsoffizier mit vielen unterschiedlichen Verwendungen in der Truppe und in der Ausbildung des Führungsnachwuchses. Aktuell ist er stellvertretender Regimentskommandeur SanLehrRgt "Niederbayern" in Feldkirchen. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Bundeswehr und Gesellschaft" und wird in Kooperation mit dem Krieger- und Soldatenverein Vaterstetten durchgeführt. Sie findet in Präsenz statt und wird gleichzeitig live ins Internet übertragen. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Voranmeldung.
Mit den in der zweiten Hälfte der 1860er Jahre begonnenen Reformen unter Tenno Mutsohito wurde das japanische Shogunat abgeschafft und die Gesellschaft und Politik des Inselreiches nach westlichen Vorbildern umgestaltet. Das Land wuchs zu einer leistungsfähigen Industrienation heran, die sich außen- und wirtschaftspolitischen Einflüssen der Großmächte geöffnet hatte. Die Veranstaltung ordnet die Reformen in den zeithistorischen Kontext innenpolitischer Erneuerung sowie außenpolitischer Öffnung und Beeinflussung ein. Worin bestanden die Neuerungen, welche Schwierigkeiten gab es bei der Umsetzung und welche Folgen hatten Sie?
Ein groß angelegtes Projekt des Kulturreferats beschäftigt sich mit dem Neuanfang in München und Bayern nach 1945. „Schaumalfrau“, eine Aktion mit Schaufensterplakaten, widmet sich etwa zehn Frauen, die in den ersten Jahren der Bundesrepublik Deutschland die Gesellschaft mitgestaltet haben, z.B. Jella Lepman, Hildegard Hamm-Brücher, Zita Zehner, Resi Huber oder Ilse Weitsch. In diesem Vortrag stellt Adelheid Schmidt-Thomé anhand der Plakate sowie weiteren Bildmaterials diese Frauen und ihr Leben vor – und ihr Wirken, das für das Entstehen der neuen Gesellschaft so wichtig war. Weitere Veranstaltungen im Rahmen von „Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind.“: 23. Januar: Wiederaufbau der kriegszerstörten Münchner Innenstadt 13. April: Wunden. Erzählen – Kulissen. Verschweigen. „Memory Loops“ mit Bezug zu den Jahren 1945-2006: „Ich wollte erzählen, was ich mit meinen 13 Jahren erlebt hatte.“ (Teil 1) 18. Mai: Wunden. Erzählen – Kulissen. Verschweigen. „Memory Loops“ mit Bezug zu den Jahren 1945-2006: „Die Eltern wollten mich mit Geschichten aus der Vergangenheit verschonen.“ (Teil 2) 1. Juni: München 1945: Kriegsende – Befreiung – Neubeginn? Tagesseminar mit Stadtführung Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht über weitere, noch buchbare Führungen, Institutionenbesichtigungen und Online-Vorträge im Programm der Stadtviertelthemen Mitte.
Universitäten sind Institutionen des Mittelalters. Doch damals war der Zugang zu ihnen nicht allen gleichermaßen vergönnt. Eine intellektuelle Begabung reichte zum Studieren nicht aus. Man musste männlich sein und mindestens die lateinische Sprache beherrschen (ganz abgesehen von den finanziell notwendigen Voraussetzungen). Heißt das, dass universitäres Wissen dieser kleinen Gruppe von Gebildeten vorbehalten war? Im Vortrag geht Racha Kirakosian der Frage nach, wie akademisches Wissen der Zeit von Theologen aus dem Kreis der Gelehrten hinaus an ein Laienpublikum kommuniziert wurde. Fallbeispiele rücken den Dominikaner Meister Eckhart sowie den Franziskaner Marquard von Lindau ins Zentrum. Prof. Dr. Racha Kirakosian ist Professorin für Germanistische Mediävistik in Freiburg. Zuvor hat sie u.a. in Harvard, Oxford und Paris geforscht. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Wissenschaftskolleg zu Berlin statt, wo Racha Kirakosian derzeit Fellow ist.
Der Neunstädtebund war ein erstmals 1331 belegter Zusammenschluss der neun Amtsstädte des Mainzer Oberstifts im Bereich von Untermain und Tauber (etwa zwischen Seligenstadt und Tauberbischofsheim). 1346 erhielten diese vom Mainzer Landesherrn ein einheitliches Steuerprivileg und konnten ihren (eher bescheidenen) Einfluss bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts stetig ausbauen. Zu Beginn des Bauernkrieges stand der Neunstädtebund den Aufständischen noch ablehnend gegenüber, schlug sich aber unter dem Druck der herannahenden Bauernheere (Fränkischer Haufen und Odenwälder Haufen) auf deren Seite. In Aschaffenburg wurde u. a. das hiesige Schloss belagert. Nach der blutigen Niederschlagung des Aufstandes hob Kardinal Albrecht von Brandenburg den Bund förmlich auf, und die neun Städte verloren ihre Freiheiten und Mitspracherechte. Der Referent Dr. Roman Fischer studierte nach dem Abitur am Aschaffenburger Kronberg-Gymnasium Geschichte, Germanistik und Soziologie in Würzburg und promovierte über „Aschaffenburg im Mittelalter“. Nach seiner Ausbildung als Archivreferendar am Bayerischen Hauptstaatsarchiv München war er über 30 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung am Stadtarchiv Frankfurt tätig. Er hat zahlreiche Schriften über Aschaffenburg und Umgebung sowie zur Stadt- und Kirchengeschichte Frankfurts veröffentlicht. Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung vorher an! Eine Anmeldung garantiert die Teilnahme bei hohem Interesse und eine Information über einen möglichen Ausfall bzw. eine Verschiebung. Der Vortrag ist als Hybrid-Veranstaltung geplant, d. h. er findet in Präsenz in der vhs statt und wird gleichzeitig gestreamt. Bei der Anmeldung können Sie zwischen diesen beiden Varianten wählen und erhalten dann die Zugangsdaten für die Online-Teilnahme. Der Vortrag findet in der Reihe „Bauernkrieg 1525“ statt, die gemeinsam vom Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, den Museen der Stadt Aschaffenburg und der vhs Aschaffenburg veranstaltet wird. Dabei widmen sich die Referenten verschiedenen Themen rund um den so genannten „Deutschen Bauernkrieg“, der sich vor 500 Jahren ereignete. Bauern, Handwerker und einfache Bürger*innen probten auch in vielen unterfränkischen Orten den Aufstand. Das Erzbistum Mainz, zu dem damals Aschaffenburg als zweite Residenzstadt der Kurfürsten zählte, war ebenfalls stark betroffen und spürte die Folgen des Krieges. Die Revolte richtete sich gegen die machthabende Obrigkeit – den Adel und den Klerus – und wurde letztlich blutig niedergeschlagen. Mit den „Zwölf Artikeln von Memmingen“ brachten die Bauern ihre politischen Forderungen zum Ausdruck, unter anderem die Aufhebung der Leibeigenschaft und eine Senkung der Abgaben. Sie gelten heute als eine der ersten Erklärungen der Menschen- und Freiheitsrechte in Europa. Die insgesamt vier Vorträge in der vhs Aschaffenburg beleuchten die historischen Ereignisse und eröffnen regionalgeschichtliche sowie kunstgeschichtliche Zugänge; darüber hinaus wird die große baden-württembergische Landesausstellung zum Bauernkrieg vorgestellt. Der nächste und letzte Vortrags-Termin: Donnerstag, 05.06.2025, 18:30 - 20:00 Uhr: „LAUTseit1525“ – das digitale Projekt zur Großen Landesausstellung „500 Jahre Bauernkrieg“ in Baden-Württemberg Referent: Dr. Christian Gries
In Kooperation mit der vhs Reutlingen
Fast überall siehst und hörst du Werbung – im Fernsehen, im Internet, in Games oder im Radio. Aber warum gibt es so viel davon und warum kann sie uns so gut beeinflussen? Welche Tricks hinter der bunten Welt der Werbung stecken, verrät euch Katharina Hoffmann. Denn hinter der Werbung stecken immer Menschen, die v.a. viel Geld verdienen möchten. Ihr lernt deshalb auch, wie man schlau mit Werbung umgeht. Katharina Hoffmann
In der modernen Bildhauerei gab es große Veränderungen: Künstlerinnen und Künstler brachen mit der Tradition, ihre Skulpturen auf Sockeln zu präsentieren, und begannen, den Raum um ihre Werke herum aktiv zu nutzen. Diese neuen Ideen führten zu Kunstwerken, die bis heute faszinieren, die Grenzen der Kunst erweitern und die Art und Weise veränderten, wie wir Skulpturen betrachten: Eine neue Art der Interaktion zwischen Kunst und Betrachtenden entsteht… Nicole Klemens M.A. Kunsthistorikerin, Dozentin und Kunstvermittlerin in verschiedenen Museen
Anmeldung erforderlich
In Kooperation mit der Fachstelle zur Präventionweiblicher Genitalbeschneidung WemuFra,des Landratsamts Neu-Ulm und der vh Ulm.• Versklavte im Alten Reich/ im frühneuzeitlichen Deutschland? – Zur Wiedereinführung der Sklaverei durch die Türkenkriege• Wie kamen People of Colour in das Alte Reich? – Zum Konzept des „partizipierenden Kolonialismus“ und seiner Bedeutung für den deutschsprachigen Raum im 17. und 18. Jahrhundert• Die Situation im Alten Reich im Vergleich zu anderen europäischen Mächten• Versklavt, freigelassen oder frei? – Rechtliche, wirtschaftliche und soziale Dimensionen von Abhängigkeitsbeziehungen und Handlungsspielräumen von People of Colour im frühneuzeitlichen Deutschland• Eine Frage der Perspektive? – Überlieferungssituation, Quellensprache und Forschungskontroversen• Exotismus und/ oder (Proto)Rassismus? – Gemeinsamkeiten und Unterschiede• Ein schwieriges Erbe: Zur bildlichen Repräsentation von People of Colour im 17. und 18. Jahrhundert und zum heutigen Umgang mit diesen historischen PorträtsDozent: Prof. Dr. Rebekka von Mallinckrodt, Universität BremenDie Zugangsdaten: Link: https://us02web.zoom.us/j/89657078150?pwd=7krv9YkcmVNbWlgAumFESeSxB4hndb.1 Meeting-ID: 89657078150 Passwort: 926534
Die Hure ist in den Worten Walter Benjamins "Verkäuferin und Ware in einem". Sie verdinglicht sich zum käuflichen Objekt und bleibt doch unverfügbares Subjekt. Bis in die Debatten der aufgeklärten Gegenwart erscheint sie zugleich als preisgegebenes Opfer und arbeitsscheue Betrügerin. Die Prostitution zeigt sich als unverzichtbare Einrichtung und zu bekämpfendes Übel. Wie sehr hat das auch mit dem bürgerlichen Blick auf Frauen und ihre Körper zu tun, der zu jeder Zeit Kontrolle und Voyeurismus, Distanz und Neugier gleichermaßen ist? Welche Rolle spielt Prostitution im Zusammenhang von Subjektivität, Sexualität, Warenform und Arbeit in der bürgerlichen Gesellschaft? Wie wandelt sich dies seit dem 19. Jahrhundert? Dr. Theodora Becker studierte Philosophie, Politik- und Kulturwissenschaften und lebt in Berlin.
Nach den Erfahrungen der Propaganda unter Goebbels drängten die Alliierten Siegermächte in der Nachkriegszeit auf die Bildung von öffentlich- rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland. Dies wurde nach dem Vorbild der BBC geschaffen und war lange Zeit eine Erfolgsgeschichte. In den letzten Jahren gibt es jedoch auch Kritik an der politischen Ausrichtung und der Finanzierung der öffentlich- rechtlichen Sender. Der Vortrag geht auf die Entstehungsgeschichte ein, erklärt die Strukturen und stellt Reformansätze und die Beziehung zur Politik dar. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Staat, Politik und Medien". Sie findet in Präsenz statt und wird gleichzeitig live ins Internet übertragen. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Voranmeldung.
Pigmente, Bindemittel, Leinwand, Staffelei, Pinsel,… Ganz schön viel, an das man denken (und das man transportieren) musste, wollte man in der freien Natur malen! In diesem WebVortrag schauen wir, wie die Erfindung der Tube auch die Kunstwelt verändert hat und dadurch für viele Künstlerinnen und Künstler ein ganz neues Arbeiten möglich wurde. …na ja und letztlich hat diese kleine Erfindung maßgeblich mit der Entwicklung des Impressionismus zu tun und beeinflusst die Kunst bis heute! Nicole Klemens M.A.
Anmeldung erforderlich
Gesellschaftliche Spaltungen, soziale Verwerfungen und politische Polarisierung - auch wenn derartige Prozesse mit der Wahl Donald Trumps aktuell scharf ausgeleuchtet werden - sind kein neues Thema in den USA. 1965, exakt 60 Jahre früher, war ebenfalls ein Jahr der Weichenstellungen. Die Kreuze des Ku Klux Klans brannten noch weit sichtbar im Land. Rassistische Morde, Rassentrennung, Polizeigewalt gegen Schwarze waren Anfang der 60er Jahre Alltag. Auf den Märschen von Selma nach Montgomery artikulierte sich die amerikanische Bürgerrechtsbewegung zunehmend eindrucksvoller, Mit dem Voting Rights Acts hat dann Präsident Lyndon Johnson endlich auch die politischen Rechte der Schwarzen anerkannt. Der Vietnam-Krieg erreichte mit dem Einsatz amerikanischer Bodentruppen eine entscheidende Eskalationsstufe, Napalm und Agent Orange verwüsteten das Land, aber auch der Widerstand gegen den Krieg nimmt in den USA zu und mit ihm die Frage nach der Rolle der USA in der Welt. Der Immigration Reform Act sollte ein neues Kapitel der amerikanischen Einwanderungsgeschichte eröffnen, war aber auch Ausdruck der bis heute andauernde Diskussion über das Maß der Öffnung oder Restriktion einer Gesellschaft für Zuwanderung. Der Vortrag möchte Unterschiede und Kontinuität in den politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen in den USA aufzeigen und damit zu einer besseren Einschätzung der aktuellen Situation in der neuen Ära Trump beitragen. Michael Hochgeschwender ist Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie im Amerika-Institut der LMU München. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Demokratiebildung
Desinformationen haben insbesondere in den letzten Jahren an Brisanz zugenommen: nicht nur ist die Anzahl an Desinformationen rasant gestiegen, sondern durch den verstärkten Einsatz von KI wächst die Verunsicherung in der Gesellschaft, welchen Informationen man überhaupt noch trauen kann. Der Vertrauensverlust in das, was als Fakt gelten kann und was nicht, ist immens und hat große Auswirkungen auf die Demokratie. Im WebVortrag werden die grundlegenden Herausforderungen, die Desinformation für die Gesellschaft darstellt, sowie die Wahrnehmung in der Bevölkerung beleuchtet. Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen, darunter die im Jahr 2024 erschienenen Bertelsmann-Studien „Verunsicherte Öffentlichkeit“ und „Präventiv, reaktiv, restriktiv“, werden Praxistipps gegeben, wie jeder Einzelne und die Gesellschaft als Ganzes resilienter gegen Desinformation werden können.
Dr. Kai Unzicker
Anmeldung erforderlich
Mit seinen 1820 erschienenen „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ liefert G. W. F. Hegel (1770-1831) nach Jahrzehnten des Studiums der klassischen und aktuellen Literatur zur Philosophie von Staat und Gesellschaft und der europäischen Entwicklungen zwischen Aufklärung, Revolution und Restauration ein Standardwerk über die Grundzüge des modernen Verfassungsstaates und der modernen Zivilgesellschaft. Der Vortrag stellt Hegels wegweisende Staats- und Gesellschaftsphilosophie in den historischen Kontext des neuzeitlichen Diskurses über Freiheit, Recht und Gesetz. Im Mittelpunkt steht Hegels originelle Unterscheidung zwischen der selbstorganisierten Bürgergesellschaft („bürgerliche Gesellschaft“) und dem bürokratischen Staatsapparat („politischer Staat“). Ein genauerer Blick auf Entstehung, Aufbau und Zielsetzung der „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ erweist den angeblichen preußischen Staatsphilosophen Hegel als engagiertem Gesellschafts- und Staatstheoretiker mit durchgängigem Fokus auf bürgerlicher und politischer Freiheit. Textempfehlung: Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts (Suhrkamp, Reclam oder Meiner). Günter Zöller ist emer. Professor für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2024 erscheint von ihm im C. H. Beck-Verlag "Geschichte der politischen Philosophie. Von der Antike bis zur Gegenwart" Der Vortrag mit Diskussion wird nur online angeboten. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Am 8. Mai 1945 erklärte das Oberkommando der Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs. Damit endete in Europa der Zweite Weltkrieg, der sechs Jahre zuvor durch den Überfall des nationalsozialistischen Deutschlands begonnen worden war und weite Teile Europas verheert hatte. In den letzten beiden Monaten des Krieges hatten die Kampfhandlungen schließlich auch Bayern erreicht. Der Vortrag widmet sich dem Kriegsverlauf auf dem Gebiet des heutigen Freistaates, seit der Überquerung des Mains bei Aschaffenburg durch 4th Armored Division am 25. März bis zur Teilkapitulation der Heeresgruppe Süd in Baldham/Haar am 5. Mai 1945. Daniel Rittenauer ist Historiker, er arbeitet als Redakteur beim digitalen Historischen Lexikon Bayerns. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Besprechungen sind im beruflichen Alltag wichtig, da sie den Austausch von Informationen, die Entscheidungsfindung und die Zusammenarbeit fördern. Die Teilnehmenden sind jedoch häufig unzufrieden, da sie die Besprechungen als wenig konstruktiv und effektiv empfinden. In einer Studie gaben beispielsweise 73% der Befragten an, an obligatorischen Sitzungen nur teilzunehmen, um währenddessen an anderen Aufgaben zu arbeiten, die sie als wichtiger für ihre Arbeit erachten. Vor allem Präsentationstechniken, Online-Tools und digitale Hilfsmittel unterstützen Besprechungen im Berufsalltag zunehmend. Diese werden hier präsentiert und deren Mehrwert demonstriert. Ziel der Veranstaltung ist es, verschiedene Online-Tools und ihre Einsatzmöglichkeiten kennen zu lernen. Zudem wird vorgestellt, wie man Tools wie z.B. Chat GPT nutzen kann, um vielfältige Informationen zusammenzutragen und zu bündeln. Wenn Sie möchten, können Sie vorab an einer kurzen Analyse zur Besprechungs- und Entscheidungskultur teilnehmen (https://sl-tools.eu/infos/fb-besprechungskultur.php). Auf die Ergebnisse dieser Befragung gehen wir in der Veranstaltung ein. Themen, die wir u.a. besprechen: Was geht in Besprechungen – lt. Literatur und eigenen Analysen – oft schief? Wie lassen sich Besprechungen und Entscheidungsprozesse effektiver gestalten und damit besser Ergebnisse erzielen? Wie erfahren wir, wo wir in unserer speziellen Situation den Hebel konkret ansetzen können? Wie können wir technische Hilfsmittel wirkungsvoll einsetzen? Die Veranstaltung findet in Präsenz statt und wird gleichzeitig live ins Internet übertragen. Sie wird gefördert vom Bayerischen Ministerium für Unterricht und Kultus. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Voranmeldung.
Die Doppelehe des Landgrafen Philipp von Hessen ist ein fast unbekanntes Kapitel der Reformationsgeschichte, hat aber für den weiteren Verlauf der Geschichte eine ganz entscheidende Bedeutung: Die Doppelehe ist der Anfang vom Ende des Schmalkaldischen Bundes und um ein Haar wäre sie sogar zum Sargnagel der Reformation geworden. Landgraf Philipp von Hessen (1504-1567), eine der führenden politischen Köpfe des Reformationszeitalters ist standesgemäß verheiratet, kann aber vom anderen Geschlecht nicht lassen. Ein Ausweg, dem ständigen Fremdgehen zu entgehen, bietet sich, als er 1539 Margarethe von der Saale kennen- und lieben lernt. Mit Duldung Luthers aber gegen geltendes Recht macht er die 17-Jährige zu seiner Zweitfrau mit fatalen Folgen. Der Vortrag beleuchtet zunächst die Person des hessischen Landgrafen. Aber auch das damals übliche Mätressenwesen wird nicht zu kurz kommen, denn Philipp hätte Margarethe ja auch einfach zu seiner Geliebten machen können. Ausführlich geht der Referent dann auf die chronologische Entwicklung des Zustandekommens und die Folgen der Doppelehe ein. Was hätte für die Reformation alles möglich sein können, wenn es diese Bigamie nicht gegeben hätte? Dr. Kai Lehmann ist Historiker und Museumsdirektor der Museen im Zweckverband Kultur des Landkreises Schmalkalden, und Leiter des Museums Schloss Wilhelmsburg. Lehmann ist spezialisiert auf die Alltagsgeschichte, auf Zeugnisse und Kirchenbücher des einfachen Volkes vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Der Vortrag wird nur online angeboten. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Nach der deutschen Reichseinigung 1871 gehörte auch das Deutsche Kaiserreich ab den 1880er Jahren zu den europäischen Kolonialmächten. Der Vortrag skizziert zunächst die Grundzüge der deutschen Kolonialpolitik. Anschließend betrachtet er die Bildpropaganda aus den deutschen Kolonien, die eine große Rolle in der deutschen Selbstwahrnehmung und bei der Formung von Überlegenheitsdenken und Vorurteilen gegenüber den indigenen Bevölkerungen spielten. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Staat, Politik und Medien". Sie findet ausschließlich ONLINE statt. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Voranmeldung.
Das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren war eine historische Zäsur: Der von der NS-Diktatur entfesselte Krieg hinterließ Millionen von Toten und verursachte unermessliches Leid und barbarische Zerstörung. Auch in Aschaffenburg herrschte große Not, Teile der Stadt lagen in Schutt und Asche, viele Menschen waren obdachlos, Behörden und Schulen waren geschlossen. Die Zukunft war ungewiss. Anlässlich des 80. Jahrestags des Kriegsendes laden das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg und die Volkshochschule Aschaffenburg zu einem Vortragsabend ein, der an die Bedeutung dieses einschneidenden Ereignisses für unsere Stadt erinnern soll. Zum einen geht es um die letzten Jahre der totalitären NS-Diktatur und die Befreiung durch US-amerikanische Truppen. Zum anderen werden die schwierigen, aber hoffnungsvollen Anfänge eines demokratischen Neubeginns untersucht. Die Referent*innen berichten aus der „Werkstatt“ und geben einen tiefen Einblick in die Wiederaufbauphase. In der abschließenden Podiumsdiskussion werden die Ergebnisse gemeinsam mit dem Publikum erörtert. Den genauen Programmablauf finden Sie bitte unten. Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung vorher an! Eine Anmeldung garantiert die Teilnahme bei hohem Interesse und eine Information über einen möglichen Ausfall bzw. eine Verschiebung. Der Vortragsabend ist als Hybrid-Veranstaltung geplant, d. h. er findet in Präsenz in der vhs statt und wird gleichzeitig gestreamt. Bei der Anmeldung können Sie zwischen diesen beiden Varianten wählen und erhalten dann die Zugangsdaten für die Online-Teilnahme. Programm 18.00 Uhr: Begrüßung Grußwort von Eric Leiderer (Bürgermeister der Stadt Aschaffenburg) 18.15 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Frank Jacob (Nord Universitet Bodø, Norwegen): Das Kriegsende 1945 in Aschaffenburg: Multiple Zäsuren 18.30 Uhr: Vortrag von Dr. Julius Goldmann (Julius- Maximilians-Universität Würzburg): Wunden – Wege – Wiederaufbau: Der Neuanfang der Aschaffenburger Stadtverwaltung 18.45 Uhr: Pause 19.00 Uhr: Vortrag von Dr. Verena Spinnler (Hermann-Staudinger-Gymnasium Erlenbach am Main): Aschaffenburg nach dem Krieg: Die Stunde der Frauen? 19.15 Uhr: Vortrag von Bernhard Keßler (Stadtentwicklungsreferent Aschaffenburg a. D.): Stadtreparatur und neue architektonische Ansätze beim Wiederaufbau der 1950er-Jahre 19.30 Uhr: Get-together mit Imbiss 20.00 Uhr: Öffentliche Podiumsdiskussion
Richard Starkey, geboren am 07. Juli 1940, wurde unter seinem Künstlernamen Ringo Starr weltberühmt. Dabei fing sein Leben in jungen Jahren alles andere als gut an. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Liverpool auf. Seine Eltern ließen sich scheiden, als er drei Jahre alt war. Hinzu kamen ernste Erkrankungen mit langwierigen Krankenhausaufenthalten, die sich auf seine schulischen Leistungen auswirkten. Doch wie so viele Jugendliche in England fand er Gefallen an der aufkommenden Skiffle-Bewegung und fing mit dem Schlagzeug-Spiel an. Von 1959 bis 1962 spielte er in der Band Rory Storm & the Hurricanes, bis er am 18. August 1962 bei den Beatles einstieg, die kurz vor dem Sprung zur Berühmtheit standen. Ohne Ringo Starr wäre der kometenhafte Aufstieg der Beatles kaum möglich gewesen. Mit seiner technisch versierten Spielweise am Schlagzeug, mit seiner Kreativität, mit seinem Humor und seiner umgänglichen Art vervollständigte er das Quartett auf perfekte Weise. Wir zeichnen an diesem Abend den Werdegang des wohl berühmtesten Schlagzeugers der Welt nach: seine Jugend, seine Jahre in der Merseybeat-Szene, den turbulenten Einstieg bei den Beatles, die vielen musikalischen Höhepunkte in seiner Karriere als Schlagzeuger und auch Sänger der Beatles, seine Schauspielkarriere und wir schließen ab mit einem kurzen Überblick über seine lange Solo-Karriere. "Let it Be - das letzte Album der Beatles", das Buch von Fredrik Forsblad, ist 2020 erschienen. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Mehrmals geriet Goethe auf seiner italienische Reise in Situationen, in denen er glauben wollte, aus der eigenen Zeit gefallen und in der Antike oder in einer Art Nicht-Zeit gelandet zu sein. Wir meinen, dieses Gefühl wiederzuerkennen. Doch so ist es nicht: Goethe hatte, noch dem 18. Jahrhundert gemäß, andere Vorstellungen von Zeit und Geschichte, als wir sie hegen – erkennbar etwa an seiner Beschreibung italienischer Gasthäuser, an der Schilderung seiner Ankunft auf Sizilien, an seinen Äußerungen über Palladio oder auch an seinen Versuchen, die „Urpflanze“ zu entdecken. Thomas Steinfeld war Literaturchef der FAZ und anschließend Leiter des Feuilleton der SZ. Von 2006-2018 lehrte er als Professor für Kulturwissenschaften an der Universität Luzern. Er hat u.a. zu Goethe, Italien und Marx viel beachtete Publikationen vorgelegt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Casa di Goethe in Rom statt.
Besatzung, Wiederaufbau, Flüchtlingssituation, Demokratisierung: Bayern stand im Mai 1945 vor großen Herausforderungen. Auf Herrenchiemsee tagte 1948 der Verfassungskonvent, der die Basis für das spätere Grundgesetz der Bundesrepublik schuf. Der Vortrag skizziert die Situation Bayerns unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg: Welche Rolle kam Bayern bei der Gründung und in den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland zu?
Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Eine Früherkennung kann die Heilungschancen erheblich verbessern. Da Darmkrebs in den frühen Stadien oft symptomfrei verläuft und sich meist über Vorstufen („Polypen“) entwickelt, ist eine Vorsorge für alle Menschen empfohlen. In diesem WebVortrag referiert Prof. Dr. Martin Götz über das Darmkrebsrisiko in der Bevölkerung und die Möglichkeit der Früherkennung und Prophylaxe mittels Darmspiegelung und Stuhltest. Prof. Dr. med. Martin Götz
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Das Imperium Romanum und die römisch-katholische Kirche verkörpern zwei völlig verschiedene, aber zugleich auch verwandte Institutionen: zwei erfolgreiche Modelle eines politischen / rechtlichen / ethischen Universalismus, der sich Im Prinzip an alle Menschen richtet. Die ewige Stadt zieht ihren Nimbus – und auch ihren kulturellen Reichtum – aus beiden Modellen: aus dem Machtanspruch einer weltlich stabilen Friedensordnung für den ganzen Erdkreis – und aus dem Heilsversprechen einer allen Menschen zugänglichen himmlischen Seligkeit. Der Papst, der römische Chef der katholischen Weltkirche, hat im 19. Jahrhundert zwar jede weltliche Herrschaft aufgeben müssen, seine kirchliche Zentralmacht jedoch weiter verstärkt und perfektioniert. Wie konnte, wie kann dieses Paradox funktionieren? Prof. Dr. Otto Kallscheuer ist ein deutscher Philosoph und politischer Theoretiker. Er unterrichte und forschte u.a. an den Universitäten Rom, Princeton, Sassari, Osnabrück und der Columbia University. Er ist Autor des 2024 bei Matthes & Seitz erschienen Buches „Papst und Zeit: Heilsgeschichte und Weltpolitik“. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Casa di Goethe in Rom statt.
Ein Roboter, der dein Zimmer aufräumt - das wäre doch super. Vielleicht kann er sich sogar mit dir unterhalten und auch die Hausaufgaben erledigen. Unmöglich? Ja, aber vielleicht auch bald schon Wirklichkeit. Der Schlüssel dazu ist Künstliche Intelligenz oder kurz KI. Aber was ist eigentlich KI? Wie wird KI unsere Welt verändern? Und wie intelligent können Roboter werden und wie sollte unsere Welt mit intelligenten Robotern einmal aussehen? Neben Antworten auf diese Fragen gibt es zusätzlich spannende Beispiele zum Mitmachen, wie man selbst programmieren kann. Prof. Dr. rer. nat. Nadine Bergner
Wenngleich der Begriff der Inquisition im Alltag ein durchaus geläufiger Begriff ist, sind die Hintergründe dieser Institution des Mittelalters und der frühen Neuzeit oftmals unbekannt. Die Inquisition arbeitete sowohl mit Gewalt und Folter als auch mit psychologischen Methoden, um ihre Ziele zu erreichen. Die eigentlich zentrale Aufgabe der Verfolgung von Häresie wurde dabei zunehmend auch auf allgemeinere Fragen der Glaubenslehre erweitert. Prof. Dr. Gerd Schwerhoff Professor für Geschichte der frühen Neuzeit, Technische Universität Dresden
Anmeldung erforderlich
Als sich im Frühjahr 1933 zeigte, dass der Faschismus in Deutschland nicht über Nacht verschwinden würde, begannen Vertreter bürgerlicher Organisationen ihrerseits die Nähe des Regimes zu suchen – so auch Funktionäre des Turn- und Sportwesens. Ohne auch nur ansatzweise unter Druck zu geraten, lancierten Dachverbände wie der Deutsche Fußballbund oder die Deutsche Turnerschaft Ergebenheitsadressen gegenüber der völkischen Regierung, während zahlreiche Vereine in vorauseilendem Gehorsam ihre jüdischen Mitglieder ausschlossen. Welche Ausmaße diese heute von der Forschung als „Selbst-Gleichschaltung“ bezeichnete Anbiederung des Sports an den Nationalsozialismus annahm, wird im Zentrum des Vortrages stehen. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Kaum ein fortgeschrittener Industriestaat der Moderne und der Postmoderne ist so stark, bis in die Populärkultur hinein, von religiösen Impulsen geprägt worden, wie die USA. Dabei kam insbesondere calvinistische religiöse Erweckungsbewegungen historisch wie aktuell eine kaum zu überschätzende Bedeutung zu. In dem Vortrag wird diesen Erweckungsbewegungen, aber auch etwa der katholischen Migration in die USA nachgegangen, um präziser bestimmen zu können, worin genau die religiösen Einflüsse auf Politik, Gesellschaft und Kultur der USA lagen. Schon in der Kolonialzeit fanden die ersten awakenings statt, im 19. Jahrhundert bildeten ausgerechnet Evangelikale die Speerspitze radikaler Reformbewegungen, während sie im 20. und 21. Jahrhundert eher zu den Gralshütern des Konservatismus und dann des Trumpismus zählten. Katholiken hingegen hatten es schwer, sich als Einwanderer in einer vom Protestantismus geprägten Gesellschaft einzugliedern, nicht zuletzt weil ihnen über ein Jahrhundert lang Gewalt und aktive Ausgrenzung entgegenschlugen. Dessen ungeachtet nutzten sie die gegebenen kulturellen Spielräume, etwa in Hollywood, um sich einen Platz in der amerikanischen Gesellschaft zu sichern. Prof. Dr. Michael Hochgeschwender vertritt die Professur für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Schwerpunkte seiner Forschungen und seiner vielen Veröffentlichungen und Aktivitäten sind die Geschichte der USA in der Antebellums- und Bürgerkriegsepoche sowie in der Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg, Frauen- und Geschlechtergeschichte der USA, Geschichte des US-amerikanischen Katholizismus sowie Westernisierung und Kulturgeschichte des Kalten Krieges. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Deutschland und die USA". Sie findet in Präsenz statt und wird gleichzeitig live ins Internet übertragen. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Voranmeldung.
Geschichte
Lassen Sie sich entführen in eine Welt des Mysteriums, der Sagen und Weisheiten und der tieferen Bedeutung der acht Jahreskreisfeste.
Seit der Antike haben die acht Jahreskreisfeste eine fundamentale Rolle in der keltischen Kultur und Identität gespielt. Sie dominieren den keltischen Kalender mit Zeiten der Feier, Erinnerung und ehrfürchtigem Respekt vor der natürlichen Welt.
Im Laufe des Vortrages werden wir eine Reise zu den Ursprüngen der keltischen Kultur unternehmen und die reiche und vielschichtige Symbolik in ihren Jahreskreisfesten entdecken. Jedes dieser acht Feste repräsentiert einen speziellen Moment im Leben der Kelten, hat einen Bezug zur Natur und enthält eine Fülle von Bräuchen und Ritualen, die teilweise heute noch in unserem modernen Leben widerhallen. Gewinnen Sie einen Einblick in das Erbe der keltischen Spiritualität und Kultur und lassen Sie sich durch diese tiefe Verbundenheit zur Natur inspirieren.
Der 9. November 1989. In Berlin fällt die Mauer. Es ist einer der glücklichsten Momente der deutschen Geschichte. Ines Geipel ist bereits im Sommer in den Westen geflüchtet und erlebt den Zeitriss, die Hoffnungen und Aufbrüche als Studentin in Darmstadt. 35 Jahre danach erinnert sie sich: Wie fühlte er sich an, dieser historische Moment des Glücks? Wie erzählen wir uns Ost und West und die Wiedervereinigung? Woher kommt all der Zorn, woher die Verleugnung, wenn es um den aktuellen Zustand des Landes geht? Mit großer Klarheit und Offenheit geht Ines Geipel in ihrem Buch "Fabelland" noch einmal zurück. Zurück in die politische Umbruchslandschaft nach 1989, in die eigene Familie, zurück in all die verstellten, besetzten Räume der Erinnerung, zurück zu den Verharmlosungen und Legenden, die die Gegenwart so vergiften. Ein fesselndes, nein, ein befreiendes Buch, das auf die Frage zuläuft: Können die Deutschen ihr Glück auch verspielen? "Ines Geipel ist eine Meisterin der Sprache." Anja Maier, taz. Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium aus Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie. 2000 war sie Nebenklägerin im Prozess gegen die Drahtzieher des DDR-Zwangsdopings. Ihr Buch "Verlorene Spiele" (2001) hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Bundesregierung einen Entschädigungs-Fonds für DDR-Dopinggeschädigte einrichtete. 2005 gab Ines Geipel ihren Staffelweltrekord zurück, weil er unter unfreiwilliger Einbindung ins DDR-Zwangsdoping zustande gekommen war. Ines Geipel hat neben Doping auch vielfach zu anderen gesellschaftlichen Themen wie Amok, der Geschichte des Ostens und auch zu Nachwendethemen publiziert. 2020 erhielt sie den Lessingpreis für Kritik, 2021 den Marieluise-Fleißer-Preis und 2023 den Erich-Loest-Preis. Eine Kooperation mit der Gemeindebibliothek Ismaning. Der Vortrag findet nur online statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Studium Generale
Thema: Russland zwischen Ost und West
Am 24.02.22 startete das russische Militär einen Angriffskrieg auf die benachbarte Ukraine. Dabei ging es aus Sicht des russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht nur um eine zu starke Westorientierung der Ukraine als potentielles EU- und NATO-Mitglied. Denn der Konflikt wurde von Beginn an aus dem Kreml auch von einer Geschichtsinterpretation flankiert, die die moderne Ukraine vom bolschewistischen Russland geschaffen sieht und ihr keine "Tradition stabiler Staatlichkeit" zuschreibt. Über Putins Ziele wurde im Westen u. a. berichtet, dass er die Grenzen eines „großslawischen Reiches“ errichten wolle. Die Veranstaltung ordnet den aktuellen Krieg in zweifacher Hinsicht in einen historischen Zusammenhang ein: Zum einen skizziert sie die vielfältige ukrainische Geschichte sowie die ukrainisch-russischen Beziehungen. Zum anderen umreißt sie den zeithistorischen Kontext eines neuen Kalten Krieges, in den der heutige Konflikt eingeordnet werden kann.
An diesem Vortrag können Sie auch online teilnehmen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie in Präsenz oder online teilnehmen.
In Kooperation mit der vhs Reutlingen
Wie viele Künstlerinnen kennen Sie? Wer schreibt eigentlich Kunstgeschichte, und haben Frauen vor dem 20. Jahrhundert als Künstlerinnen gearbeitet? In diesem WebVortrag werfen wir einen neuen Blick in die Kunstgeschichte und schauen, wie Künstlerinnen über die Jahrhunderte hinweg Pionierarbeit geleistet und die Kunst entscheidend geprägt haben. Wir erkunden Werke und Geschichten faszinierender Frauen wie Sofonisba Anguissola und Artemisia Gentileschi und werden sehen, wie bedeutend ihr Beitrag zur Kunst war.
Anmeldung erforderlich
Trotz widriger Umstände setzten sich in Wien Frauen eher durch als z. B. in München. Sie besaßen in der jüdischen assimilierten Gesellschaft viele Fürsprecher*innen, so konnten Tina Blau, Broncia Koller-Pinell u.a. Erfolge feiern.
Die Geschichte der Kindertransporte gilt als eines der wenigen positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung: über 15.000 unbegleitete jüdische Kinder und Jugendliche konnten 1938/39 nach Großbritannien, Frankreich oder Amerika gerettet werden, weil ihre Eltern bereit waren, sich von ihnen zu trennen. Die Kinder, zwischen zwei und 16 Jahren alt, wurden bei Privatfamilien oder in Internaten untergebracht, viele von ihnen emigrierten nach dem Krieg in die USA. Die Rettung durch einen Kindertransport blieb dabei nicht ohne traumatische Folgen - die zwangsweise Trennung von den Eltern und die Entwurzelung aus dem gewohnten Leben hinterließen (emotionale) Spuren in der Biographie. Trotz allem gelang es aber den "Kindern" als Gruppe, diese Traumata zu überwinden und in der Regel überaus erfolgreiche Leben zu führen. Lilly Maier studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Geschichte und als Fulbright-Stipendiatin an der New York University Journalismus. Derzeit promoviert sie in Jüdischer Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität mit einer Arbeit über Frauen, die Juden während des Holocausts das Leben gerettet haben. Seit 2012 arbeitet sie als Referentin in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Im Herbst 2018 erschien ihr Erstlingswerk „Arthur und Lilly: Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende“, die Biografie von Arthur Kern, der auf einem Kindertransport nach Frankreich und später nach Amerika gerettet wurde. 2021 erschien „Auf Wiedersehen, Kinder!“, die Biografie von dem Reformpädagogen und Retter jüdischer Kinder Ernst Papanek. Der Vortrag wird zeitgleich online angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stand Japan unter alliierter (amerikanischer) Besatzung und verlor seine Kolonien. Es wurden umfangreiche Entmilitarisierungs- aber auch Demokratisierungsmaßnahmen durchgeführt, die Mitte der 1950er Jahre zur Entstehung eines stabilen demokratischen Systems führten. Nachdem die Sowjetunion und die Volksrepublik China wieder diplomatische Beziehungen zu dem Land aufgenommen hatten, erfolgte in den 1960er Jahren auch eine Normalisierung der diplomatischen Beziehungen mit Südkorea. Wirtschaftspolitisch profitierte Japan von einem enormen Aufschwung, der das Land bis heute zu einer der weltweit größten Industrienationen macht. Die Veranstaltung zeigt die wichtigsten Entwicklungen der modernen japanischen Geschichte seit 1945.
Rund sechs Millionen Juden wurden während der Shoa von den Nationalsozialisten ermordet. Einige Zehntausend jedoch konnten gerettet werden - dank des Engagements von Menschen, die ihr eigenes Leben riskierten, um zu helfen: Frauen und Männer, die verfolgte Juden in ihren Wohnungen oder auf ihren Bauernhöfen versteckten, ihnen falsche Papiere besorgten oder sie außer Landes schmuggelten. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat dafür 27.362 Menschen den Ehrentitel "Gerechte unter den Völkern" verliehen. Nur eine Handvoll dieser Menschen sind heute öffentlich bekannt - und die wenigen, die man kennt, sind zumeist Männer. Frauen, die Juden halfen oder retteten, sind hingegen im Nebel der Geschichte verborgen. Und das, obwohl laut Statistiken von Yad Vashem mehr als die Hälfte aller Retter keine Retter, sondern Retterinnen waren. Yad Vashem nennt diese Frauen "Women of Valor", also Frauen der Tapferkeit. Lilly Maier studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Geschichte und als Fulbright-Stipendiatin an der New York University Journalismus. Derzeit promoviert sie in Jüdischer Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität mit einer Arbeit über Frauen, die Juden während des Holocausts das Leben gerettet haben. Seit 2012 arbeitet sie als Referentin in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Im Herbst 2018 erschien ihr Erstlingswerk „Arthur und Lilly: Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende“, die Biografie von Arthur Kern, der auf einem Kindertransport nach Frankreich und später nach Amerika gerettet wurde. 2021 erschien „Auf Wiedersehen, Kinder!“, die Biografie von dem Reformpädagogen und Retter jüdischer Kinder Ernst Papanek. Der Vortrag wird zeitgleich online angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.