Nicht nur bei Klassentreffen wundern wir uns manchmal: Da haben alle jahrelang das gleiche erlebt – und dann erinnern sich die einen an das, die anderen an jenes. Selbst die gleichen Ereignisse erzählen manche so und andere anders. Das ist weder dumm noch böse, sondern normal. Das menschliche Gedächtnis ist darauf ausgelegt, ziemlich große Erinnerungsmengen zu speichern, und das ständig. Allerdings speichert es nichts eins zu eins, wie das Computer tun. Es arbeitet analog und nutzt Abkürzungen oder Umwege. Gerade Ereignisse des eigenen Lebens speichert es erst, nachdem es sie ein bisschen eingeordnet und mit Informationen abgeglichen hat, über die es bereits verfügt. All das führt dazu, dass autobiographische Erinnerungen zwar bunt und lebendig sein können, aber nicht immer präzise und ab und zu auch klar falsch. Die Gedächtnispsychologie hat untersucht, worauf diese "Tücken" zurückzuführen sind und was wir tun können, um ihnen zu begegnen. Dr. Barbara Knab ist Psychologin und Wissenschaftsautorin. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
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Erinnerst du dich? Über das autobiographische Gedächtnis und seine Tücken
Mi. 03.02.2027 19:30
Kursnummer E1206K-H
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