Das Völkerrecht geht grundsätzlich von einem strikten Gewaltverbot in den internationalen Beziehungen aus. Aber gibt es Situationen, in denen es legitim, oder möglicherweise sogar moralisch geboten ist, Gewalt anzuwenden? Was sagt die Theorie des gerechten Krieges dazu?
Wir leben in einer Zeit der Umbrüche und krisenhaften Veränderungen. Weltpolitisch zerbricht die Nachkriegsordnung. Gesellschaftspolitisch ist der Rechtspopulismus auf dem Vormarsch, nicht nur in Deutschland. Die demokratische Legitimität schwindet. All diese Entwicklungen verlangen nach reflektierten und differenzierten Erklärungen. In den viermal jährlich stattfindenden Max-Weber-Lectures wollen die Bayerische Akademie der Wissenschaften und die Münchner Volkshochschule die gegenwärtigen Umbrüche mit Max Weber in ihrer Vielschichtigkeit verstehend erklären. Dazu sind Expertinnen und Experten der verschiedenen Disziplinen als Vortragende eingeladen. Gemeinsam mit dem Soziologen Steffen Mau (HU Berlin) widmen wir uns der Frage nach den Herausforderungen der Demokratie. Was geschieht mit der Demokratie, wenn sich der Veränderungsdruck erhöht und alte Sicherheiten bröckeln? Diese Veranstaltung findet auch in Präsenz statt, ist aber leider bereits ausgebucht: (X130200) Sie können sich auf eine Warteliste eintragen lassen. Falls Plätze frei werden sollten, werden Sie entsprechend informiert.
Sprache bildet das Fundament unserer Freiheit und Souveränität, doch laut Roberto Simanowski vollzieht sich durch moderne „Sprachmaschinen“ derzeit ein bedenklicher Souveränitätstransfer. Wir diskutieren am Welttag der Philosophie, ob uns Chatbots das eigenständige Denken abgewöhnen und uns durch ihre ständige Dienstbarkeit unbemerkt entmündigen. Dabei analysieren wir, wer diese Maschinen in wessen Auftrag erzieht und wie die neue Technik unsere menschliche Situation subtil, aber enorm folgenreich verändert. Ein kritischer Blick auf unsere Souveränität im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.
Alles, was wir über die Wirklichkeit wissen, wissen wir aus den Medien. In Demokratien werden sie oft als „vierte Gewalt“ bezeichnet, weil sie eine wichtige Kontrollfunktion gegenüber den drei Staatsgewalten ausüben. Allerdings handeln sie dabei ohne staatlichen Auftrag und ohne Kontrolle. Außerdem folgen sie in ihrer Tätigkeit meist wirtschaftlichen Interessen. Wie können Medien unter diesen Bedingungen ihre Aufgabe erledigen?
