Vor 100 Jahren war die Isarvorstadt ein Arbeiterviertel. Hier befanden sich das Gewerkschaftshaus, das Arbeitsamt und die AOK. Mit der großen Demonstration am 7.11.1918 auf der Theresienwiese begann die Revolution. Kurt Eisner rief noch am selben Abend den Freistaat Bayern aus. Der König floh. Viele Ereignisse fanden im Stadtbezirk 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt statt: Oskar Maria Graf suchte am Westermühlbach nach den Anarchisten, Arbeiterführer Georg Kandlbinder war Brauer im ehemaligen Thomasbräu – und wir gedenken auch der erschossenen Revolutionäre im Schlachthof. In Kooperation mit der GeschichtsWerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Zwischen der Gründung der ersten bayerischen Universität 1472 und den heutigen Münchner Exzellenzuniversitäten liegen über 550 Jahre. Im Jahr 1826 wurde die erste bayerische Universität nach München verlegt, Wissenschaft wurde hier aber natürlich schon sehr viel früher betrieben. Wer waren die klugen Köpfe, die weiter sahen und dachten als ihre Mitmenschen? Was hat z.B. die Venus damit zu tun? Finden Sie's raus. Tauchen Sie bequem von zu Haus ein in die teils gemächlichen, teils stürmischen Entwicklungen und lassen Sie sich von bedeutenden Forschenden seit 1492 inspirieren, von Petrus Canisius über Justus von Liebig bis zur Frau Professorin Susanne Mertens.
An der Formulierung der Verfassung waren auch Frauen beteiligt, z. B. Rosa Aschenbrenner und Antonie Nopitsch. Das weibliche Engagement für eine demokratische Gesellschaft nach 1945 war von den Besatzern ausdrücklich gewünscht. In diesem Online-Vortrag lernen Sie einige Wegbereiterinnen kennen, etwa Resi Huber, Jella Lepman, Eleonore Romberg, Ilse Weitsch oder Lotte Branz. Dabei lernen Sie auch die Aktion „Schaumalfrau“ kennen, die Frauen mit Schaufensterplakaten als „Schau-Mälern“ – in Ermangelung von „Denk-Mälern“ – heute mehr öffentliche Sichtbarkeit verleihen möchte.
Von Bordeaux bis Kyiv, von Edinburgh bis Harare – welche der acht Partnerstädte Münchens kennen Sie? Seit 1954 pflegt die Stadt weltweite Verbindungen – gedacht als Zeichen der Versöhnung nach dem Krieg. Inzwischen herrscht in einigen dieser Städte Not und sogar Krieg. Zeit, genauer hinzusehen: Was verbindet, was trennt, wie werden die Partnerschaften gelebt? Und was haben eine stark polierte Dame aus Bronze, ein Weinstock in Haidhausen und ein Teehaus damit zu tun? Sie sehen: Es gibt mehr, als man auf Anhieb weiß – und spannend ist es auch!
Was haben Mönche, ein Welfe und ein Straßendiebstahl gemeinsam? Sie sind der Stoff, aus dem München wurde! Begeben Sie sich auf eine Zeitreise und entdecken Sie das „forum apud munichen“ des 12. Jahrhunderts auf einem virtuellen Stadtspaziergang zwischen Talburgtor und Schönem Turm. Lernen Sie Onuphrius sowie das Geheimnis des Löwenturms kennen und stellen Sie sich der spannenden Frage: Was war eigentlich vor der „Gründung“ Münchens im Jahre 1158? Ein weiterer Online-Vortrag von Franz Weindauer zu Münchens Stadtmauer(n): Do., 22.1.: Die äußere Stadtmauer Münchens: verschwundene Türme und Tore
Das Alte Rathaus, vom damaligen „Star-Architekten“ Ganghofer im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil neu erbaut, war jahrhundertelang der politisch-administrative Mittelpunkt der Stadt und diente über die Zeit unterschiedlichsten Nutzungszwecken, etwa als Stadtgericht, Schergenstube, Tanz-, Tuch- oder Brothaus. Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich die älteste Pfarrkirche Münchens, der Alte Peter. Dieser Online-Vortrag stellt Ihnen mit Detail-Aufnahmen (und ohne Gefahr einer Genickstarre) die beiden Wahrzeichen der Münchner Altstadt vor. Weitere Online-Vorträge von Paul Gaedtke über Münchner Wahrzeichen: Fr., 22.1.: Wahrzeichen der Münchner Innenstadt (Teil 2) Neues Rathaus und Mariensäule Fr., 29.1.: Wahrzeichen der Münchner Innenstadt (Teil 3) Die Ruhmeshalle und ihre „Köpfe“
„Die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts hat gezeigt, wie schnell Demokratie verspielt werden kann. Deshalb müssen wir wachsam sein.“ (Ilse Aigner) Jährlich mahnen der Tag der Demokratie sowie „Orte der Demokratie“ diese Aufmerksamkeit an. Fünf Orte im Großraum München wurden bisher ausgezeichnet, etwa der Ort des früheren Landtagsgebäudes in der Prannerstraße und ein Café in der Altstadt, das als Versammlungsort des Frauenstimmrechtskongresses von 1912 diente. Lernen Sie diese Orte kennen, sowie weitere, die durchaus auch Symbole für die Demokratiegeschichte sind.
Sie kennen weder das Wurzer-, noch das Schwabinger oder das Angertor? Denken Sie sich nichts! Heute zeugen nur noch drei Tore von der mittelalterlichen Befestigung Münchens, doch das war nicht immer so: Reisen Sie bei einem virtuellen Spaziergang rund um die ehemalige Stadtmauer in die Zeit vor 1800 und entdecken Sie eine überraschende Vielzahl an Toren und Türmen. Lernen Sie deren Namen, Bedeutung, Entwicklung und vielschichtige Zusammenhänge mit der Stadtgeschichte kennen. Ein weiterer Online-Vortrag von Franz Weindauer zu Münchens Stadtmauer(n): Do.,15.1.: Die älteste Stadtmauer Münchens: vom Talburgtor zum Schönen Turm
Nicht nur ein Lindwurm, Löwen und das Münchner Kindl sind an der Fassade des Neuen Rathauses zu finden. Verewigt wurden dort auch - einem steinernen Geschichtsbuch gleich - viele bayerische Regenten. Der Online-Vortrag nimmt sich Zeit für eine eingehende Betrachtung der Fassade dieses Baus, der prominent im Herzen der Stadt steht – und der bei genauerem Hinsehen erstaunliche Details preisgibt. Erfahren Sie mehr über die dargestellten Herrscher und ihre Lebensleistungen und auch über die nur wenige Meter entfernte Mariensäule und ihre Geschichte. Weitere Online-Vorträge von Paul Gaedtke über Münchner Wahrzeichen: Fr., 15.1.: Wahrzeichen der Münchner Innenstadt (Teil 1) Altes Rathaus und Alter Peter Fr., 29.1.: Wahrzeichen der Münchner Innenstadt (Teil 3) Die Ruhmeshalle und ihre „Köpfe“
Als im April 1945 die Luftangriffe auf München eingestellt wurden, waren viele Bereiche der Altstadt zerstört. Am 26.5.1945 wurde Karl Scharnagel als Bürgermeister eingesetzt und im August fiel die Entscheidung für den Wiederaufbau der Stadt. Wichtige historische Gebäude sollten rekonstruiert und Neubauten mit den Ausdrucksmitteln der Zeit der historischen Umgebung angepasst werden. Als 1949 der Schutt aus der Innenstadt abgeräumt war, konnte nach der Währungsreform der Wiederaufbau tatsächlich beginnen.
Die Ruhmeshalle – in Auftrag gegeben von Ludwig I. und entworfen von Leo von Klenze – thront auf der Anhöhe der Theresienwiese. Mit der Aufstellung einer Büste wird hier geehrt, wer sich um Land, Wissenschaft und Kunst besonders verdient gemacht hat. Der Online-Vortrag stellt einige dieser Persönlichkeiten und ihre Bedeutung für die bayerische Geschichte vor, darunter: Albrecht Altdorfer, Graf von Tilly, Wiguläus von Kreittmayr, Maximilian Graf von Montgelas, Leo von Klenze, Ludwig von Schwanthaler, Oskar von Miller, Lena Christ und Graf von Stauffenberg. Weitere Online-Vorträge von Paul Gaedtke über Münchner Wahrzeichen: Fr., 15.1.: Wahrzeichen der Münchner Innenstadt (Teil 1) Altes Rathaus und Alter Peter Fr., 22.1.: Wahrzeichen der Münchner Innenstadt (Teil 2) Neues Rathaus und Mariensäule
Exzessive, legendär gewordene Faschingsfeiern, Lebenslust, unkonventionelle Lebensformen, ein unabhängiges Leben und Kreativität prägten das Leben der Schwabinger „Sonderlinge“, wie Erich Mühsam sie bezeichnete, ebenso wie Armut und prekäre Lebensbedingungen. An Lebensorten sowie an den populären Künstlerkneipen, wie dem Café Stefanie in der Amalienstraße, lassen sich die Jahre nach 1900 in Schwabing und der Maxvorstadt gut nachvollziehen.
Der Alte Südfriedhof wird gerne als Geschichtsbuch Münchens bezeichnet, allerdings ist es ein sehr männliches Buch: Auf den meisten Grabmälern sind Frauen nur als Gattin, Tochter oder Witwe genannt, wie die "Rentierstochter" oder die "Hofpianofortefabrikantenswitwe". Bei einem winterlichen Online-Spaziergang entdecken Sie verschneite Grabstätten und lernen Frauen näher kennen, die mehr waren: geistvolle, erfolgreiche, mutige Frauen, die für München (frauen)politisch, sozial, wirtschaftlich und künstlerisch mehr als bedeutsam waren.
