Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben. Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen. Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert. Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte. Diese erstreckte sich vom Mississippi bis an die Küste des Atlantiks und von den Großen Seen bis an den Golf von Mexiko. In diesem Vortrag soll die Geschichte von Aufstieg und Fall einer indianischen Großmacht vor Kolumbus nachgezeichnet werden. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben. Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen. Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert. Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte. Diese erstreckte sich vom Mississippi bis an die Küste des Atlantiks und von den Großen Seen bis an den Golf von Mexiko. In diesem Vortrag soll die Geschichte von Aufstieg und Fall einer indianischen Großmacht vor Kolumbus nachgezeichnet werden. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Am 2. Dezember 2010 verkündete die FIFA, welches Land den Zuschlag für die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2018 erhalten würde - eine Entscheidung, die von der internationalen Sportöffentlichkeit mit großer Spannung erwartet wurde, hatten sich mit England und Spanien-Portugal doch gewissermaßen auch "Mutterländer" des Fußballs beworben. Nicht zuletzt deshalb war die Enttäuschung unter den Anhängern der Sportart gewaltig, als letztlich Russland den Zuschlag bekam. Dem nicht genug, gab die FIFA am gleichen Tag bekannt, dass sich für das Turnier 2022 der Wüsten-Kleinstaat Katar u.a. gegen die USA und gegen Australien durchgesetzt hatte. Der eigentliche Skandal der Turnier-Vergabe von 2010 kam jedoch erst zehn Jahre später ans Licht, als öffentlich wurde, dass sowohl im Falle Russlands als auch Katars Stimmen von FIFA-Funktionären gekauft worden waren. Verwunderung freilich konnten die Enthüllungen zu diesem Zeitpunkt kaum mehr auslösen, insbesondere nicht in Deutschland, dessen Fußball-Verband selbst schon geraume Zeit der Bestechung im Zusammenhang mit der WM 2006 beschuldigt wurde. Neben dem Aspekt der Korruption werden die Folgen "gekaufter" Weltmeisterschaften im Zentrum des Vortrages stehen - von der Vergabe eines Turniers an Diktaturen bis hin zu massiven Menschenrechtsverletzungen aufgrund katastrophaler Arbeitsbedingungen beim Bau von Stadien. Selbstverständlich diskutiert der Vortrag auch die Bedingungen des aktuellen Turniers 2026: Die enorme geografische Ausdehnung des Turniers mit Spielen in drei Ländern führt zu beispiellosen Reiseanforderungen für Teams und Fans. Experten erwarten einen neuen Negativrekord für die Klimabelastung durch die vielen Flüge. Ebenso kritisch soll die Aufblähung des Turniers auf 48 Mannschaften als "Wachstumsrausch der Fifa" hinterfragt werden. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Welche gesellschaftlichen Veränderungen führten im ausgehenden 19. Jhdt. zu der Bewertung der Verhältnisse in Gesellschaft und Ökonomie? Was lässt sich davon auf die heutige Zeit übertragen und wo hat sich unsere Gesellschaft anders entwickelt, als prognostiziert? Anhand von Textausschnitten werden unterschiedliche Aspekte beleuchtet und diskutiert.
Die Liste bayerischer Ministerpräsidenten nach 1945 ist lang: Sie waren beliebt, unbeliebt, schillernd, verdienstvoll, umstritten, zum Teil auch skandalumwittert. Diese Reihe skizziert Biografien und Wirken der bayerischen Ministerpräsidenten und der von ihnen geführten Regierungen im Zeitkontext. Alle Vorträge einzeln buchbar.
In den 1970er-Jahren begann in den Münchner Umlandgemeinden ein umfassender Strukturwandel. Die Gebietsreform sollte größere und leistungsfähigere Gemeinden schaffen, wurde aber vielerorts entschieden abgelehnt. Der grenzenlose Optimismus der Nachkriegsjahre war vorbei, spätestens seit der Ölkrise 1973 blickte man eher skeptisch in die Zukunft. Andererseits eröffneten sich im Privaten nie zuvor gekannte Freiheiten, Jugendclubs und Diskos gab es nun auch außerhalb der Stadt. Die Olympiade 1972 schuf nicht nur neue Sportstätten im Landkreis, sondern modernisierte Architektur und Design im Großraum München. Mit dem Bau der U-Bahn und der Erweiterung des S-Bahn-Verkehrs wurden viele Gemeinden im Landkreis München direkt mit der Stadt verbunden. Im Gegenzug drang die urbane Lebensweise zunehmend in die Dörfer. Am Stadtrand entstanden neue Wohnsiedlungen, doch nicht überall gelang das Zusammenwachsen mit den historischen Ortskernen. In Zusammenarbeit mit dem Schlossmuseum Ismaning. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
„Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt“, schrieb Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert. Die Wissenschaft scheute lange die „Herzensgründe“ oder auch Bauchentscheidungen wie der Teufel das Weihwasser. Aber: Gute Entscheidungen basieren oft auf einer unbewussten Intelligenz, die sehr schnell operiert und gerade in komplexen Situationen faszinierend einfach ist, sicher im Erkennen des Wesentlichen und logischen Abwägungen weit überlegen. Das heutige Wissen über das Bauchgefühl revolutioniert unser Bild vom menschlichen Verstand. In einer komplizierten Welt lehren uns Entscheidungen „aus dem Bauch“ die Lebenskunst, paradox formuliert, intuitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt. Gerd Gigerenzer ist ein weltweit renommierter Psychologe, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, u.a. den AAAS Preis für den besten Artikel in den Verhaltenswissenschaften, den Communicator-Preis und den Deutschen Psychologie-Preis.
Die Liste bayerischer Ministerpräsidenten nach 1945 ist lang: Sie waren beliebt, unbeliebt, schillernd, verdienstvoll, umstritten, zum Teil auch skandalumwittert. Diese Reihe skizziert Biografien und Wirken der bayerischen Ministerpräsidenten und der von ihnen geführten Regierungen im Zeitkontext. Alle Vorträge einzeln buchbar.
Die Inquisition gehört zu den umstrittensten Institutionen des Mittelalters – ein System, das im Namen des Glaubens Ermittlungen, Verhöre und Strafen organisierte. Der Vortrag beleuchtet die historischen Wurzeln und erläutert, wie kirchliche und weltliche Machtinteressen die Entwicklung der Inquisition im Laufe des Mittelalters und der Frühen Neuzeit prägten. Dabei geht es auch um typische Mythen: Wie grausam war die Inquisition wirklich, und was entspricht nicht den historischen Fakten? Wie änderte sich über die Zeit die „Zielgruppen“, die wegen Ketzerei; Hexerei oder anderen Arten von abweichendem Verhalten ins Fadenkreuz der Inquisition gerieten? Konnte es für Angeklagte auch nützlich sein, von der Inquisition und nicht von einem weltlichen Gericht angeklagt zu werden? Der Vortrag erhellt, wie die Inquisition das europäische Rechtsverständnis und die Wahrnehmung religiöser Autorität bis in die Gegenwart beeinflusst hat. Dr. Gerd Schwerhoff forscht als Seniorprofessor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der TU Dresden. Seine Bücher handeln von den Randfiguren der frühneuzeitlichen Gesellschaft - Kriminellen, Hexen oder Ketzern. Die Geschichte der Kriminalität und des abweichenden Verhaltens gehört dabei zu seinen Hauptarbeitsgebieten. Er veröffentlichte zuletzt u.a. "Verfluchte Götter. Die Geschichte der Blasphemie" (2021). Im Herbst 2024 erschien "Der Bauernkrieg. Geschichte einer wilden Handlung" bei C.H.Beck. Der Vortrag findet nur online statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung. Eine Kooperation mit der Gemeindebibliothek Ismaning.
Die industrielle Produktion ist das Rückgrat unseres Wohlstands – doch sie steht massiv unter Druck: Globale Konkurrenz, fragile Lieferketten, geopolitische Krisen und der Klimawandel fordern uns heraus. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Produktion neu denken müssen, sondern wie schnell. Eine vernetzte Wertschöpfung im Sinne von Industrie 4.0 ist dabei weit mehr als Effizienzsteigerung: Sie ist der Schlüssel zu einer Produktion, die wettbewerbsfähig, resilient, nachhaltig – und damit zukunftsfähig ist. Björn Sautter wirft einen Blick in die Zukunft der industriellen Wertschöpfung. Er gibt Einblicke in strategische Überlegungen und Forschungsansätze, die den Weg in eine intelligente und nachhaltige Industrieproduktion in Deutschland weisen und unterfüttert diese mit anschaulichen Beispielen aus der industriellen Praxis. Björn Sautter ist Senior Expert Industrie 4.0 bei der Festo SE & Co. KG, einem der weltweit führenden deutschen Unternehmen für Automatisierungstechnik und technische Bildung. Er ist ebenso stellvertretender Industriesprecher des Forschungsbeirats Industrie 4.0. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Die Liste bayerischer Ministerpräsidenten nach 1945 ist lang: Sie waren beliebt, unbeliebt, schillernd, verdienstvoll, umstritten, zum Teil auch skandalumwittert. Diese Reihe skizziert Biografien und Wirken der bayerischen Ministerpräsidenten und der von ihnen geführten Regierungen im Zeitkontext. Alle Vorträge einzeln buchbar.
Die Reihe "Bundeswehr und Gesellschaft" steht diesmal im Fokus der Militärhistorie. In diesem Vortrag widmen wir uns dem Krieg in den Alpen. Die zwölf Schlachten am Isonzo waren eine Reihe blutiger und verlustreicher Kämpfe im Ersten Weltkrieg zwischen Italien und Österreich-Ungarn (unterstützt durch das Deutsche Kaiserreich), die von 1915 bis 1917 in den Julischen Alpen stattfanden. Sie sind berüchtigt für ihre immensen Opferzahlen von über einer Million Gesamtopfern und führten zu keinen entscheidenden militärischen Erfolgen für eine Seite, bis die letzte Schlacht im Oktober 1917 einen Durchbruch für die Mittelmächte brachte und die italienische Armee bis zum Fluss Piave zurückdrängte. Der Vortrag richtet sich an Personen ohne viel Vorwissen und bietet Raum für Fragen. Oberstleutnant Mirko Urbatschek (M.A.) ist Militärhistoriker und Berufsoffizier mit vielen unterschiedlichen Verwendungen in der Truppe und in der Ausbildung des Führungsnachwuchses. Aktuell ist er stellvertretender Regimentskommandeur SanLehrRgt "Niederbayern" in Feldkirchen. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Bundeswehr und Gesellschaft" und wird in Kooperation mit dem Krieger- und Soldatenverein Vaterstetten durchgeführt. Sie findet in Präsenz statt und wird gleichzeitig live ins Internet übertragen. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Voranmeldung.
Am 4. Juli 2024 erlangte nach 14-jähriger Regierung der konservativen Tories erstmals wieder Labour die absolute Mehrheit im britischen Unterhaus. Ein Aufatmen ging durch das Vereinigte Königreich, schien doch nun nach langjähriger Misswirtschaft, nach Brexit und neoliberalen Experimenten, gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein erneut in 10 Downing Street eingezogen zu sein. Gleichwohl enttäuschte Keir Starmer, der neue Hausherr, binnen kürzester Zeit sämtliche in ihn gesetzte Hoffnungen: Eine von vielen Briten erhoffte Wiederannäherung an die EU blieb auf halbem Wege stecken, während – um den Haushalt zu sanieren – erneut bei den Sozialausgaben gespart wurde. Die Folge: in den ersten Stimmungstests nach dem Wahlerfolg von Labour, feierte die nationalistische und rechtspopulistische Partei Reform UK einen Erdrutschsieg. Großbritannien, knapp zwei Jahre nach dem Sieg Starmers – Zeit, Bilanz zu ziehen. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Die Liste bayerischer Ministerpräsidenten nach 1945 ist lang: Sie waren beliebt, unbeliebt, schillernd, verdienstvoll, umstritten, zum Teil auch skandalumwittert. Diese Reihe skizziert Biografien und Wirken der bayerischen Ministerpräsidenten und der von ihnen geführten Regierungen im Zeitkontext. Alle Vorträge einzeln buchbar.
Die Liste bayerischer Ministerpräsidenten nach 1945 ist lang: Sie waren beliebt, unbeliebt, schillernd, verdienstvoll, umstritten, zum Teil auch skandalumwittert. Diese Reihe skizziert Biografien und Wirken der bayerischen Ministerpräsidenten und der von ihnen geführten Regierungen im Zeitkontext. Alle Vorträge einzeln buchbar.
Die Pyramiden von Gizeh sind sowohl das älteste als auch das einzige bis in die Gegenwart hinein erhaltene der Sieben Weltwunder der Antike. Für diese monumentalen Grabmäler der Pharaonen der 4. Dynastie zwischen etwa 2600 und 2500 v. Chr. kennt man die direkten baulichen Vorstufen, mittels „Durchleuchtung“ der Baukörper durch den Einsatz kosmischer Strahlung kommen immer mehr architektonische Details und Hohlräume zum Vorschein, neu ermittelte Nilarme und am Roten Meer entdeckte Papyri mit Angaben zum Einsatz der ägyptischen Flotte bei der Anlieferung von Steinquadern gewähren neue Erkenntnisse zur Baulogistik. Hinzu kommen Befunde aus den Ausgrabungen der Siedlung und der Nekropole der am Bau beteiligten Personen. Allmählich fügen sich diese neuen Puzzlestücke zu einem Gesamtbild über den Bau der altägyptischen Pyramiden, auch wenn noch einige essentielle Wissenslücken vorhanden sind. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Im Vortrag wird die harmonische Beziehung zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Musikern in den letzten beiden Jahrhunderten behandelt. Wissenschaftler und Ingenieure haben Musikern und Komponisten neue Möglichkeiten der Klangerzeugung und ästhetischen Gestaltung gegeben. Beispiele sind Wilhelm E. Webers Forschungen zu adiabatischen Phänomenen und kompensierten Orgelpfeifen, Hermann von Helmholtz' Beiträge zur akustischen Resonanz und zum Steinway-Resonanzboden, sowie Friedrich Trautweins Arbeiten zur Radio-Klangtreue und seine Erfindung des Trautoniums. Thema wird auch die Zusammenarbeit von Physiologen, Physikern und Klavierpädagogen sein, die die Technik des Klavierspiels verbessern wollten. Myles W. Jackson ist ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker und derzeit Professor am Institute for Advanced Study, Princeton, sowie u.a. außerordentliches Mitglied der acatech. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Im Vortrag wird die harmonische Beziehung zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Musikern in den letzten beiden Jahrhunderten behandelt. Wissenschaftler und Ingenieure haben Musikern und Komponisten neue Möglichkeiten der Klangerzeugung und ästhetischen Gestaltung gegeben. Beispiele sind Wilhelm E. Webers Forschungen zu adiabatischen Phänomenen und kompensierten Orgelpfeifen, Hermann von Helmholtz' Beiträge zur akustischen Resonanz und zum Steinway-Resonanzboden, sowie Friedrich Trautweins Arbeiten zur Radio-Klangtreue und seine Erfindung des Trautoniums. Thema wird auch die Zusammenarbeit von Physiologen, Physikern und Klavierpädagogen sein, die die Technik des Klavierspiels verbessern wollten. Myles W. Jackson ist ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker und derzeit Professor am Institute for Advanced Study, Princeton, sowie u.a. außerordentliches Mitglied der acatech. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Der genaue Termin stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest. In den 1990er Jahren war man allgemein der Auffassung, die Ära der großen Imperien sei zu Ende. Die europäischen Kolonialimperien waren nach dem Zweiten Weltkrieg zerfallen, und nun war mit der Sowjetunion auch das letzte Imperium verschwunden. Aber im 21. Jahrhundert ist es zu einer Wiederkehr der Imperien gekommen. China organisiert Einflussgebiete im Rahmen seiner Neue-Seidenstraßenstrategie, Russland stützt sich bei der Rekonstruktion des alten Zarenreichs wesentlich auf militärische Macht, und US-Präsident Trump nutzt in aller Offenheit die Methoden der Erpressung und des Drohens, um Geldflüsse in die USA in Gang zu setzen. Wie können sich die Europäer, zumal die EU, die kein Imperium ist und auch nicht werden kann, in einer solchen Welt behaupten?" Herfried Münkler war Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. Viele seiner Bücher gelten als Standardwerke. Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung, dem Carl Friedrich von Siemens Fellowship und dem Preis der Leipziger Buchmesse
