Im Jahr 2010 erschütterten Berichte über sexuellen Missbrauch und Gewalt die Katholische Kirche in Deutschland. Seither wurden zahlreiche Kommissionen eingesetzt sowie Historiker und Juristen mit der Aufarbeitung dieses beispiellosen Skandals beauftragt. Mit der Fokussierung auf den Katholizismus geriet jedoch aus dem Blick, dass die gesamte Heimerziehung der Bundesrepublik Deutschland wenigstens bis in die 1970er Jahre eine Geschichte der „Schwarzen Pädagogik“ ist. Prügel- und Arreststrafen waren in dieser Zeit auch in Einrichtungen an der Tagesordnung, die unter evangelischer Trägerschaft standen. Sexuelle Übergriffe sind ebenso für Heime belegt, die städtischer bzw. kommunaler Führung unterstanden. Ziel des Vortrages soll es sein, eine Gesamtschau der Heimerziehung in den ersten drei Jahrzehnten der BRD vorzunehmen. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Der Rückgang der Gebirgsgletscher zählt zu den sichtbarsten Auswirkungen des globalen Klimawandels. Die Frage, wie lange es die Gletscher der Erde noch gibt und welche Folgen ihr Verschwinden haben wird, betrifft uns alle. Die renommierte Gletscherforscherin Andrea Fischer erklärt anschaulich, wie die Gletscher entstanden sind und wie sie die Landschaft geformt haben. Zudem erzählt sie von der Faszination der Gletscher und der gemeinsamen Geschichte von Menschen und Gletschern. Was aber würde deren Verlust für den Planeten bedeuten? Und können die Gletscher wiederkommen? Andrea Fischer ist Gletscherforscherin und stellvertretende Direktorin des Instituts für interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Für ihre Forschungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. als Wissenschaftlerin des Jahres 2023.
Entdecken Sie in zwei Online-Vorträge spannende Sehenswürdigkeiten in München und Umgebung. Abseits von Straßenlärm oder Touristenströmen betrachtet Paul Gaedtke ausgewählte Bauwerke im Detail und ordnet diese in den geschichtlichen Kontext ein. Die Vorträge sind einzeln buchbar. Teil 1: Altes Rathaus, Neues Rathaus und Alter Peter in München Teil 2: Mariensäule in München und Ottosäule in Ottobrunn (Kursnummer 261-11422)
Ein erbitterter Kampf um die Macht tobte im England der Jahre 1455 – 1485 zwischen die Häusern Lancaster und York. Die Rosen, die beide in ihrem Wappen trugen – die weiße Rose von York und die rote Rose von Lancaster – gaben diesen Auseinandersetzungen ihren Namen. Sie mündeten letztlich in einen offenen Bürgerkrieg. Als Sieger ging aus ihm Heinrich VII. aus dem Hause Tudor hervor, der die gleichnamige Tudor-Dynastie begründete. Die Auseinandersetzungen prägten England zutiefst. Die Veranstaltung skizziert die Ursachen der Rosenkriege sowie ihren Verlauf und fragt nach den Folgen für die englische Geschichte.
Ein erbitterter Kampf um die Macht tobte im England der Jahre 1455 – 1485 zwischen die Häusern Lancaster und York. Die Rosen, die beide in ihrem Wappen trugen – die weiße Rose von York und die rote Rose von Lancaster – gaben diesen Auseinandersetzungen ihren Namen. Sie mündeten letztlich in einen offenen Bürgerkrieg. Als Sieger ging aus ihm Heinrich VII. aus dem Hause Tudor hervor, der die gleichnamige Tudor-Dynastie begründete. Die Auseinandersetzungen prägten England zutiefst. Die Veranstaltung skizziert die Ursachen der Rosenkriege sowie ihren Verlauf und fragt nach den Folgen für die englische Geschichte.
Carl von Linné (1707 – 1778) prägte maßgeblich die biologische Forschung seiner Zeit. Spuren seines Wirkens finden sich bis heute in der biologischen Nomenklatur und Systematik. Doch heute erscheint uns sein Denken als antiquiert und fremd, wenn er etwa durch akkurate Katalogisierung der Objekte aller Naturreiche den göttlichen Schöpfungsplan erfassen wollte. Die Veranstaltung skizziert Linnés Biographie, zeigt, wie er seine Schüler in das Katalogisierungsprojekt einband und zu welchen erstaunlichen Schlussfolgerungen er etwa in Bezug auf die Stellung des Menschen in der Natur gelangte. An diesem Vortrag können Sie auch online teilnehmen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie in Präsenz oder online teilnehmen.
Üblicherweise gehen wir davon aus, dass Entscheidungen auf dem Abwägen von Gründen beruhen sollten, während man sich durch Losverfahren dem blinden Zufall ausliefert. Das scheint auf den ersten Blick irrational zu sein. Tatsächlich gab es aber Losentscheidungen in vielen Lebensbereichen und nicht zuletzt in der Politik schon immer. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Losverfahren in der Vergangenheit begründet wurden, und zeigt anhand historischer Beispiele, wie sie funktionierten. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger
Üblicherweise gehen wir davon aus, dass Entscheidungen auf dem Abwägen von Gründen beruhen sollten, während man sich durch Losverfahren dem blinden Zufall ausliefert. Das scheint auf den ersten Blick irrational zu sein. Tatsächlich gab es aber Losentscheidungen in vielen Lebensbereichen und nicht zuletzt in der Politik schon immer. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Losverfahren in der Vergangenheit begründet wurden, und zeigt anhand historischer Beispiele, wie sie funktionierten. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Die 14 Jahre währende Kanzlerschaft Konrad Adenauers prägte die Geschichte der Bundesrepublik in hohem Maße: die Aussöhnung mit dem "Westen", insbesondere mit dem Nachbarn Frankreich, die europäische Einigung, das "Wirtschaftwunder", die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen, das Wiedergutmachungsabkommen mit Israel - diese und andere Errungenschaften bestimmen das Bild des ersten Kanzlers der Bundesrepublik. Daneben gab es allerdings von Anfang an auch Kritik: am Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, an der bereitwilligen Wiederbewaffnung oder am biedermeierlich-spießigen kulturellen Klima der 1950er Jahre. Anlässlich des Adenauer-Jahres 2026 (150. Geburtstag von Konrad Adenauer) soll erneut Bilanz der Ära Adenauer gezogen werden. Dr. Werner Bührer war Professor für Zeitgeschichte an der TU München. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Demokratie braucht Vermittlung – oft auf kleinstem Raum. Keimzellen entstehen überall dort, wo Menschen einander begegnen: in den Öffis, in Cafés, in Büchereien, Vereinen oder Theatern. Wie lässt sich hier Community Spirit wecken Welche Eigenschaften braucht es dafür – und wer eignet sich als Host? Grundsätzlich: jede und jeder, auch Sie! Wenn Sie Lust auf Menschen, Miteinander und Initiative haben – herzlich willkommen! Ein virtueller Abendworkshop mit Impulsen, Austausch und Ideen zum Mitnehmen.
Entdecken Sie in zwei Online-Vorträge spannende Sehenswürdigkeiten in München und Umgebung. Abseits von Straßenlärm oder Touristenströmen betrachtet Paul Gaedtke ausgewählte Bauwerke im Detail und ordnet diese in den geschichtlichen Kontext ein. Teil 2: Mariensäule in München und Ottosäule in Ottobrunn
Der englische König Heinrich VIII. (1491 – 1547, regierte ab 1509) zählt zu den umstrittensten Herrscherpersönlichkeit der englischen Geschichte. Der Nachwelt blieb er v.a. durch seine Heiratspolitik im Gedächtnis, die zu sechs Ehen und einige seiner Gemahlinnen auf das Schafott führte. Doch gehörte er auch zu den gebildetsten Königen seiner Zeit, der u.a. mit dem Humanisten Thomas Morus in Kontakt stand. Heinrich VIII. trennte England von der katholischen Kirche, gründete stattdessen eine eigene Staatskirche und betrieb außenpolitisch die für viele Jahrhunderte folgenreiche Politik einer „balance of power“. Der Vortrag skizziert die ambivalente Biographie Heinrichs VIII. und zeigt, welche politischen, sozialen und religiösen Veränderungen mit seiner Regentschaft verbunden waren.
Der englische König Heinrich VIII. (1491 – 1547, regierte ab 1509) zählt zu den umstrittensten Herrscherpersönlichkeit der englischen Geschichte. Der Nachwelt blieb er v.a. durch seine Heiratspolitik im Gedächtnis, die zu sechs Ehen und einige seiner Gemahlinnen auf das Schafott führte. Doch gehörte er auch zu den gebildetsten Königen seiner Zeit, der u.a. mit dem Humanisten Thomas Morus in Kontakt stand. Heinrich VIII. trennte England von der katholischen Kirche, gründete stattdessen eine eigene Staatskirche und betrieb außenpolitisch die für viele Jahrhunderte folgenreiche Politik einer „balance of power“. Der Vortrag skizziert die ambivalente Biographie Heinrichs VIII. und zeigt, welche politischen, sozialen und religiösen Veränderungen mit seiner Regentschaft verbunden waren.
Aufgrund des Mehrheitswahlrechts in den USA entwickelte sich ein Zweiparteiensystem („the winner takes it all“). Im Konflikt um die Sklavenhaltung formierten sich die Demokraten als Befürworter und die Republikaner unter Abraham Lincoln als Gegner. Der Süden blieb nach dem Bürgerkrieg fest in demokratischer Hand. Erst nach Aufhebung der Rassentrennung in den 1960er Jahren schlugen die Demokraten einen linksliberalen Kurs ein, während die Republikaner eine libertäre Richtung verfolgten. Heute stehen sich die beiden Lager unversöhnlich gegenüber unter einem Präsidenten, der diese Spaltung vorantreibt.
In der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends v. Chr. prägen Völker die Geschichte Mittel- und Südeuropas, die ihre griechischen und römischen Nachbarn „Kelten" nannten. Der Vortrag veranschaulicht anhand der Nachrichten antiker Autoren und den Erkenntnissen der modernen Archäologie die wesentlichen Merkmale der keltischen Kultur, gibt einen Überblick über deren Geschichte von den Anfängen bis zur Romanisierung und schließt mit einem Ausblick auf das Weiterleben keltischer Kulturelemente im Mittelalter und in der Neuzeit. Bernhard Maier lehrt Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen. Er ist ausgewiesener Experte für die Kelten und hat u.a. die Publikation „Die Kelten - Geschichte, Sprache und Kultur" verfasst.
In der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends v. Chr. prägen Völker die Geschichte Mittel- und Südeuropas, die ihre griechischen und römischen Nachbarn „Kelten" nannten. Der Vortrag veranschaulicht anhand der Nachrichten antiker Autoren und den Erkenntnissen der modernen Archäologie die wesentlichen Merkmale der keltischen Kultur, gibt einen Überblick über deren Geschichte von den Anfängen bis zur Romanisierung und schließt mit einem Ausblick auf das Weiterleben keltischer Kulturelemente im Mittelalter und in der Neuzeit. Bernhard Maier lehrt Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen. Er ist ausgewiesener Experte für die Kelten und hat u.a. die Publikation „Die Kelten - Geschichte, Sprache und Kultur" verfasst. Prof. Dr. Bernhard Maier
In der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends v. Chr. prägen Völker die Geschichte Mittel- und Südeuropas, die ihre griechischen und römischen Nachbarn „Kelten" nannten. Der Vortrag veranschaulicht anhand der Nachrichten antiker Autoren und den Erkenntnissen der modernen Archäologie die wesentlichen Merkmale der keltischen Kultur, gibt einen Überblick über deren Geschichte von den Anfängen bis zur Romanisierung und schließt mit einem Ausblick auf das Weiterleben keltischer Kulturelemente im Mittelalter und in der Neuzeit. Bernhard Maier lehrt Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen. Er ist ausgewiesener Experte für die Kelten und hat u.a. die Publikation „Die Kelten - Geschichte, Sprache und Kultur" verfasst.
Wie ist unser Sonnensystem entstanden? Wie viele Planeten gibt es? Wer hat die meisten Monde? Gibt es Leben auf anderen Planeten? Wir versuchen solche und viele andere Fragen auf unserer virtuellen Reise durch das Sonnensystem zu beantworten. Und natürlich machen wir auch beim Nachbarplaneten Mars halt, der ja schon viel Besuch von der Erde bekommen hat. Der Vortrag ist für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Dr. Richard Bräucker Ehemaliger Leiter des DLR_School_Lab am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Köln
Maria Stuart (1542 – 1587) folgte im Alter von nur 6 Tagen ihrem Vater auf den schottischen Thron. Durch ihre Ehe mit Franz II. war sie zeitweise auch Königin von Frankreich, kehrte nach dessen Tod aber nach Schottland zurück. Ihre Regierung fiel in eine Zeit heftiger religiöser Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten. Als Katholikin von den protestantischen Lords abgesetzt, floh sie nach England zu Elisabeth I., einer Tochter Heinrichs VIII. Allerdings wurde sie dort inhaftiert und 1587 hingerichtet. Der Vortrag skizziert die von politischen Machtkämpfen, Intrigen und Verschwörungen reiche Regierungszeit Maria Stuarts und zeigt, warum ihr Leben in England ein tragisches Ende fand.
Maria Stuart (1542 – 1587) folgte im Alter von nur 6 Tagen ihrem Vater auf den schottischen Thron. Durch ihre Ehe mit Franz II. war sie zeitweise auch Königin von Frankreich, kehrte nach dessen Tod aber nach Schottland zurück. Ihre Regierung fiel in eine Zeit heftiger religiöser Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten. Als Katholikin von den protestantischen Lords abgesetzt, floh sie nach England zu Elisabeth I., einer Tochter Heinrichs VIII. Allerdings wurde sie dort inhaftiert und 1587 hingerichtet. Der Vortrag skizziert die von politischen Machtkämpfen, Intrigen und Verschwörungen reiche Regierungszeit Maria Stuarts und zeigt, warum ihr Leben in England ein tragisches Ende fand.
Wir leben in Zeiten der Entfernung. Die politischen Lager, die großen Machtblöcke der Welt, die Stadt vom Land – alles entfernt sich voneinander. Umso wichtiger wird der Blick aus der Nähe. Wo ist im Zeichen medial befeuerter Selbstgerechtigkeit noch Gemeinschaft möglich? Der Schriftsteller und Journalist Simon Strauß findet eine überraschende Antwort: in der Kleinstadt. Hier begegnen sich die Menschen als Gegenüber, hier müssen Konflikte ausgetragen und Kompromisse gefunden werden. Hier lernt man die Demokratie noch einmal neu kennen. Simon Strauß studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Er ist Mitgründer der Gruppe „Arbeit an Europa". 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Schriftsteller und Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
England erlebte im 17.Jahrhundert tiefgreifende politische und gesellschaftliche Umbrüche. Im Zentrum stehen die Ursachen und Folgen der Auseinandersetzungen zwischen Krone und Parlament, die zur konstitutionellen Revolution führten. Anhand von Oliver Cromwells Rolle wird der Übergang von der Monarchie zur Parlamentsherrschaft und deren Scheitern analysiert. Ebenso wird die Restauration der Monarchie und ihre erneute Krise in der „Glorreichen Revolution“ von 1688 dargestellt. Der Vortrag zeigt die Entstehung der modernen konstitutionellen Ordnung Großbritanniens.
England erlebte im 17.Jahrhundert tiefgreifende politische und gesellschaftliche Umbrüche. Im Zentrum stehen die Ursachen und Folgen der Auseinandersetzungen zwischen Krone und Parlament, die zur konstitutionellen Revolution führten. Anhand von Oliver Cromwells Rolle wird der Übergang von der Monarchie zur Parlamentsherrschaft und deren Scheitern analysiert. Ebenso wird die Restauration der Monarchie und ihre erneute Krise in der „Glorreichen Revolution“ von 1688 dargestellt. Der Vortrag zeigt die Entstehung der modernen konstitutionellen Ordnung Großbritanniens.
Wie gestaltet sich kollektives Erinnern nach unvorstellbarer Gewalt? In seinem Vortrag gibt Politikwissenschaftler Professor Timothy Williams einen Einblick in die Erinnerungspolitik nach den Völkermorden in Kambodscha (Rote Khmer 1975 – 1979), Ruanda (an den Tutsi 1994) und Indonesien (an den Kommunisten 1965/66). Williams vergleicht die Wege der Vergangenheitsaufarbeitung und beleuchtet, wie Erinnerung zu politischer Macht und gesellschaftlicher Legitimität beiträgt. Wer wird in der kollektiven Erinnerung als Opfer, Täter oder Held gesehen? Seine Ergebnisse hat Williams in dem Buch „Memory Politics after Mass Violence. Attributing Roles in the Memoryscape“ (Juni 2025) dargestellt. Sein Ansatz zeigt eindrucksvoll, wie individuelle und kollektive Erinnerungen nebeneinander existieren, miteinander konkurrieren und letztlich zur Bildung einer gemeinsamen „Erinnerungslandschaft“ verschmelzen, die politische Interessen im Jetzt stärkt. Diskutieren Sie mit – zu Fragen von Erinnerung, Verantwortung und politischer Einflussnahme auf den Blick zurück. In Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München. Treffpunkt ist um 18:30 Uhr an der Universität der Bundeswehr (Details nach Anmeldung).
Ein Land, viele Geschichten: 2025 feierten wir 35 Jahre deutsche Einheit. Anlass genug, die vergangenen dreieinhalb Jahrzehnte zu reflektieren und nach unserer gemeinsamen Zukunft zu fragen. In der Veranstaltung werfen wir einen Blick zurück auf den Einigungsprozess. Wir sprechen über das Ende der DDR, Erfolge und Misserfolge, über große Entwicklungen ebenso wie über persönliche Erlebnisse und Alltagserfahrungen in der Umbruchszeit. Wir blicken aber auch nach vorn: Was bedeutet „Einheit“ in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft? Wie begegnen wir Spaltung und Polarisierung? Wie vereint können wir sein angesichts unterschiedlicher Lebenswirklichkeiten in Ost und West, Stadt und Land, zwischen Jung und Alt? An diesem Abend sind in der vhs Vaterstetten folgende Referenten zu Gast Jörg Siegmund ist Wissenschaftlicher Assistent an der Akademie für Politische Bildung, Tutzing, mit Schwerpunkt auf Wahl-, Demokratie- und Parteienforschung. Zu seinen Forschungsschwer-punkten gehören politische Einstellungen, Partizipation und Wahlverhalten sowie politische Kultur (jeweils im Ost-West-Vergleich). Außerdem beschäftigt er sich mit der Elitenforschung und Fragen rund um Ostdeutsche in Führungspositionen. Sein übergeordnetes Forschungsge-biet lässt sich mit dem Begriff „Diktatur- und Demokratieforschung“ beschreiben. DIE DEUTSCHE EINHEIT IST FÜR IHN... „... ein Glücksfall, aber kein Geschenk, weil sie erstritten wurde - und sie ist unvollendet, weil die Fol-gen der Teilung noch immer fortwirken.“ Katharina Göring wurde 1977 in der DDR geboren. Sie ist Mitgründerin des Vereins „3te Generation Ost e.V.“ und Mitinitiatorin der „OSTWES(T)RÄUME. Begegnen. Zuhören. Verstehen“. Katharina Göring beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Themen rund um die deutsche Einheit und wie die Umbruchserfahrungen bis heute weiterwirken. Dazu gibt sie Impulsvorträge und veranstaltet regelmäßig Workshops mit Bürgerinnen und Unternehmen. DIE DEUTSCHE EINHEIT IST FÜR SIE... „ein großes Glück, das mich immer noch tief bewegt und für das viele Menschen großartiges geleistet haben.“ Es handelt sich um eine Kooperation der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der vhs Vatertetten. Sie findet als Präsenzveranstaltung statt und wird gleichzeitig live ins Internet übertragen. Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Voranmeldung.
1200 Jahre Antike – eine goldene Zeit voller Weisheit, Schönheit, Tugend? Fehlanzeige! Stattdessen munteres Morden der Griechen und Römer vom Olymp bis zum Forum. Mit diesem herrlich respektlosen Buch führen uns Michael Sommer und Stefan von der Lahr raus aus der historischen Komfortzone und rein in eine Geschichte von Menschen, denen Sie besser nicht im Dunkeln begegnen... Wer heute staunend vor der Akropolis in Athen oder den betörenden Fresken von Pompeji steht, übersieht leicht die breite Blutspur, die Griechen und Römer durch die Geschichte gezogen haben. Zwar grüßen aus der Vergangenheit klangvolle Namen wie Achill oder Romulus, Perikles oder Alexander, Caesar oder Augustus. Doch das Geschäft dieser und vieler anderer Herren war nicht zuletzt das Morden im Großen und im Kleinen: im Krieg und an politischen Gegnern, ja sogar an Freunden, wenn sie sich gar zu eigensinnig verhielten. Aber, aber... hat man damals nicht die Demokratie erfunden und eine Republik gegründet? Wer glaubt, dass Demokraten und Republikaner keine blutigen Eroberer sein konnten und davor haltmachten, den Freiheitsdrang von Zehntausenden gewaltsam zu unterdrücken, der irrt. Höchste Zeit für eine andere Geschichte der Antike! Von der Eroberung Trojas bis zum Fall Roms: Stefan von der Lahr erzählt uns die ganze verdammte Wahrheit, faktentreu, farbecht und ohne Tabus. Stefan von der Lahr hat von 1992 bis 2024 als Lektor das altertumswissenschaftliche Programm von C.H.Beck verantwortet. Daneben hat er drei historische Krimis veröffentlicht: "Das Grab der Jungfrau" (3. Auflg. 2023), "Hochamt in Neapel" (3. Auflg. 2019, Taschenbuch 2022) und "Dämonen im Vatikan" (2023). Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung. Eine Kooperation mit der Gemeindebibliothek Ismaning.
Hast du genug davon, ohne Spaß Vokabeln zu lernen? Johannes Mallow zeigt dir, wie du richtig gut und sogar gerne Vokabeln lernst. Mit Bildern und Geschichten kannst du deine Fantasie einsetzen, um dir alles leichter zu merken. Und das Beste: Dieser KinderUni-Vortrag wird von einem echten Weltmeister im Gedächtnissport geleitet. Gemeinsam entdecken wir tolle Tricks, mit denen du spielerisch und ohne Langeweile Vokabeln und anderes auswendig lernen kannst. Sei dabei und lerne, wie du dein Gedächtnis wie ein Profi trainierst! Der Vortrag ist für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Dr. Johannes Mallow Zweimaliger Gedächtnisweltmeister, Gedächtniscoach
Die englische Königin Victoria übernahm den Thron 1837 zu einer Zeit ernster innenpolitischer Krisen und außenpolitischer Herausforderungen. Sie war geprägt von einer fortschreitenden Industrialisierung, dem Elend großer Teile der Arbeiterschaft, dem Ansehensverlust der Krone nach den Regierungszeiten Georgs III. und Georgs IV. sowie den politischen Ansprüchen des englischen Parlaments. Doch zugleich stieg Großbritannien während Victorias sehr langer – bis 1901 andauernden – Regierungszeit zu großer wirtschaftlicher und kolonialer Macht auf. Der Vortrag skizziert ihre Biographie, fragt nach den großen innen- und außenpolitischen Entwicklungen und skizziert die viktorianische Politik.
Die englische Königin Victoria übernahm den Thron 1837 zu einer Zeit ernster innenpolitischer Krisen und außenpolitischer Herausforderungen. Sie war geprägt von einer fortschreitenden Industrialisierung, dem Elend großer Teile der Arbeiterschaft, dem Ansehensverlust der Krone nach den Regierungszeiten Georgs III. und Georgs IV. sowie den politischen Ansprüchen des englischen Parlaments. Doch zugleich stieg Großbritannien während Victorias sehr langer – bis 1901 andauernden – Regierungszeit zu großer wirtschaftlicher und kolonialer Macht auf. Der Vortrag skizziert ihre Biographie, fragt nach den großen innen- und außenpolitischen Entwicklungen und skizziert die viktorianische Politik.
Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben. Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen. Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert. Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte. Diese erstreckte sich vom Mississippi bis an die Küste des Atlantiks und von den Großen Seen bis an den Golf von Mexiko. In diesem Vortrag soll die Geschichte von Aufstieg und Fall einer indianischen Großmacht vor Kolumbus nachgezeichnet werden. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben. Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen. Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert. Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte. Diese erstreckte sich vom Mississippi bis an die Küste des Atlantiks und von den Großen Seen bis an den Golf von Mexiko. In diesem Vortrag soll die Geschichte von Aufstieg und Fall einer indianischen Großmacht vor Kolumbus nachgezeichnet werden. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Am 2. Dezember 2010 verkündete die FIFA, welches Land den Zuschlag für die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2018 erhalten würde - eine Entscheidung, die von der internationalen Sportöffentlichkeit mit großer Spannung erwartet wurde, hatten sich mit England und Spanien-Portugal doch gewissermaßen auch "Mutterländer" des Fußballs beworben. Nicht zuletzt deshalb war die Enttäuschung unter den Anhängern der Sportart gewaltig, als letztlich Russland den Zuschlag bekam. Dem nicht genug, gab die FIFA am gleichen Tag bekannt, dass sich für das Turnier 2022 der Wüsten-Kleinstaat Katar u.a. gegen die USA und gegen Australien durchgesetzt hatte. Der eigentliche Skandal der Turnier-Vergabe von 2010 kam jedoch erst zehn Jahre später ans Licht, als öffentlich wurde, dass sowohl im Falle Russlands als auch Katars Stimmen von FIFA-Funktionären gekauft worden waren. Verwunderung freilich konnten die Enthüllungen zu diesem Zeitpunkt kaum mehr auslösen, insbesondere nicht in Deutschland, dessen Fußball-Verband selbst schon geraume Zeit der Bestechung im Zusammenhang mit der WM 2006 beschuldigt wurde. Neben dem Aspekt der Korruption werden die Folgen "gekaufter" Weltmeisterschaften im Zentrum des Vortrages stehen - von der Vergabe eines Turniers an Diktaturen bis hin zu massiven Menschenrechtsverletzungen aufgrund katastrophaler Arbeitsbedingungen beim Bau von Stadien. Selbstverständlich diskutiert der Vortrag auch die Bedingungen des aktuellen Turniers 2026: Die enorme geografische Ausdehnung des Turniers mit Spielen in drei Ländern führt zu beispiellosen Reiseanforderungen für Teams und Fans. Experten erwarten einen neuen Negativrekord für die Klimabelastung durch die vielen Flüge. Ebenso kritisch soll die Aufblähung des Turniers auf 48 Mannschaften als "Wachstumsrausch der Fifa" hinterfragt werden. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben. Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen. Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert. Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte. Diese erstreckte sich vom Mississippi bis an die Küste des Atlantiks und von den Großen Seen bis an den Golf von Mexiko. In diesem Vortrag soll die Geschichte von Aufstieg und Fall einer indianischen Großmacht vor Kolumbus nachgezeichnet werden. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Prof. Dr. Michael Hochgeschwender
Welche gesellschaftlichen Veränderungen führten im ausgehenden 19. Jhdt. zu der Bewertung der Verhältnisse in Gesellschaft und Ökonomie? Was lässt sich davon auf die heutige Zeit übertragen und wo hat sich unsere Gesellschaft anders entwickelt, als prognostiziert? Anhand von Textausschnitten werden unterschiedliche Aspekte beleuchtet und diskutiert.
Die Liste bayerischer Ministerpräsidenten nach 1945 ist lang: Sie waren beliebt, unbeliebt, schillernd, verdienstvoll, umstritten, zum Teil auch skandalumwittert. Diese Reihe skizziert Biografien und Wirken der bayerischen Ministerpräsidenten und der von ihnen geführten Regierungen im Zeitkontext. Alle Vorträge einzeln buchbar.
In den 1970er-Jahren begann in den Münchner Umlandgemeinden ein umfassender Strukturwandel. Die Gebietsreform sollte größere und leistungsfähigere Gemeinden schaffen, wurde aber vielerorts entschieden abgelehnt. Der grenzenlose Optimismus der Nachkriegsjahre war vorbei, spätestens seit der Ölkrise 1973 blickte man eher skeptisch in die Zukunft. Andererseits eröffneten sich im Privaten nie zuvor gekannte Freiheiten, Jugendclubs und Diskos gab es nun auch außerhalb der Stadt. Die Olympiade 1972 schuf nicht nur neue Sportstätten im Landkreis, sondern modernisierte Architektur und Design im Großraum München. Mit dem Bau der U-Bahn und der Erweiterung des S-Bahn-Verkehrs wurden viele Gemeinden im Landkreis München direkt mit der Stadt verbunden. Im Gegenzug drang die urbane Lebensweise zunehmend in die Dörfer. Am Stadtrand entstanden neue Wohnsiedlungen, doch nicht überall gelang das Zusammenwachsen mit den historischen Ortskernen. In Zusammenarbeit mit dem Schlossmuseum Ismaning. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
„Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt“, schrieb Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert. Die Wissenschaft scheute lange die „Herzensgründe“ oder auch Bauchentscheidungen wie der Teufel das Weihwasser. Aber: Gute Entscheidungen basieren oft auf einer unbewussten Intelligenz, die sehr schnell operiert und gerade in komplexen Situationen faszinierend einfach ist, sicher im Erkennen des Wesentlichen und logischen Abwägungen weit überlegen. Das heutige Wissen über das Bauchgefühl revolutioniert unser Bild vom menschlichen Verstand. In einer komplizierten Welt lehren uns Entscheidungen „aus dem Bauch“ die Lebenskunst, paradox formuliert, intuitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt. Gerd Gigerenzer ist ein weltweit renommierter Psychologe, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, u.a. den AAAS Preis für den besten Artikel in den Verhaltenswissenschaften, den Communicator-Preis und den Deutschen Psychologie-Preis.
Die Liste bayerischer Ministerpräsidenten nach 1945 ist lang: Sie waren beliebt, unbeliebt, schillernd, verdienstvoll, umstritten, zum Teil auch skandalumwittert. Diese Reihe skizziert Biografien und Wirken der bayerischen Ministerpräsidenten und der von ihnen geführten Regierungen im Zeitkontext. Alle Vorträge einzeln buchbar.
Die Inquisition gehört zu den umstrittensten Institutionen des Mittelalters – ein System, das im Namen des Glaubens Ermittlungen, Verhöre und Strafen organisierte. Der Vortrag beleuchtet die historischen Wurzeln und erläutert, wie kirchliche und weltliche Machtinteressen die Entwicklung der Inquisition im Laufe des Mittelalters und der Frühen Neuzeit prägten. Dabei geht es auch um typische Mythen: Wie grausam war die Inquisition wirklich, und was entspricht nicht den historischen Fakten? Wie änderte sich über die Zeit die „Zielgruppen“, die wegen Ketzerei; Hexerei oder anderen Arten von abweichendem Verhalten ins Fadenkreuz der Inquisition gerieten? Konnte es für Angeklagte auch nützlich sein, von der Inquisition und nicht von einem weltlichen Gericht angeklagt zu werden? Der Vortrag erhellt, wie die Inquisition das europäische Rechtsverständnis und die Wahrnehmung religiöser Autorität bis in die Gegenwart beeinflusst hat. Dr. Gerd Schwerhoff forscht als Seniorprofessor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der TU Dresden. Seine Bücher handeln von den Randfiguren der frühneuzeitlichen Gesellschaft - Kriminellen, Hexen oder Ketzern. Die Geschichte der Kriminalität und des abweichenden Verhaltens gehört dabei zu seinen Hauptarbeitsgebieten. Er veröffentlichte zuletzt u.a. "Verfluchte Götter. Die Geschichte der Blasphemie" (2021). Im Herbst 2024 erschien "Der Bauernkrieg. Geschichte einer wilden Handlung" bei C.H.Beck. Der Vortrag findet nur online statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung. Eine Kooperation mit der Gemeindebibliothek Ismaning.
Die industrielle Produktion ist das Rückgrat unseres Wohlstands – doch sie steht massiv unter Druck: Globale Konkurrenz, fragile Lieferketten, geopolitische Krisen und der Klimawandel fordern uns heraus. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Produktion neu denken müssen, sondern wie schnell. Eine vernetzte Wertschöpfung im Sinne von Industrie 4.0 ist dabei weit mehr als Effizienzsteigerung: Sie ist der Schlüssel zu einer Produktion, die wettbewerbsfähig, resilient, nachhaltig – und damit zukunftsfähig ist. Björn Sautter wirft einen Blick in die Zukunft der industriellen Wertschöpfung. Er gibt Einblicke in strategische Überlegungen und Forschungsansätze, die den Weg in eine intelligente und nachhaltige Industrieproduktion in Deutschland weisen und unterfüttert diese mit anschaulichen Beispielen aus der industriellen Praxis. Björn Sautter ist Senior Expert Industrie 4.0 bei der Festo SE & Co. KG, einem der weltweit führenden deutschen Unternehmen für Automatisierungstechnik und technische Bildung. Er ist ebenso stellvertretender Industriesprecher des Forschungsbeirats Industrie 4.0. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
