Donald Trump will es haben. Dänemark entschuldigt sich für koloniale Übergriffe. Grönland selbst strebt nach Unabhängigkeit: Die Arktisinsel steht im Fokus globaler Aufmerksamkeit. Das Ringen um Bodenschätze und geopolitische Einflusszonen ist eng verwoben mit Erinnerungspolitik, Dekolonisierung und Versöhnung – Entwicklungen, die nur im Zusammenhang zu verstehen sind. Ebbe Volquardsen war bis 2025 Professor an der Universität Grönlands. Sein Vortrag gibt Einblick in die Dynamiken auf der Insel, ordnet sie historisch ein und zeigt, warum auch Europa künftig verstärkt in Richtung Arktis blicken wird.
Das Forschungszentrum RISK der Universität der Bundeswehr München und die vhs SüdOst laden Sie zur Podiumsdiskussion „Zivilschutz im Wandel – Eigenverantwortung als Grundlage für Sicherheit“ ein. Die Veranstaltung findet am 13. Oktober 2026 um 17.00 Uhr im UniCasino auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg statt. Eine Teilnahme ist in Präsenz oder online möglich. Anmeldeschluss: 02.10.2026. Anmeldung erforderlich! Eintritt frei. Inhalt: Warum ist Eigenverantwortung im Zivilschutz heute so entscheidend? In einer Zeit, in der Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Stürme, politische Unsicherheiten sowie globale Krisen, Pandemien bis zu Cyberangriffen immer häufiger und unberechenbarer werden, rückt das Thema Zivilschutz zunehmend in den Fokus. Doch was bedeutet das konkret für uns als Gesellschaft und als Bürgerin und Bürger? Und wie können wir uns besser auf Notfälle vorbereiten, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben? Ist Eigenverantwortung der Schlüssel zur Resilienz? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion. Denn eines ist klar: Zivilschutz ist kein Thema, das allein in der Verantwortung von Politik, Behörden, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Blaulichtorganisationen, dem THW oder anderen Entscheidungsträgern liegt. Jeder kann und soll einen Beitrag leisten. Eigenverantwortung im Zivilschutz ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie stärkt nicht nur die individuelle Handlungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit, sondern auch den Zusammenhalt in der Gesellschaft. In der Podiumsdiskussion teilen Fachleute aus Praxis und Wissenschaft mit Ihnen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse, was es von der Gemeinschaft und jeden und jeder Einzelnen braucht, um eine sichere und widerstandsfähige Zukunft zu ermöglichen. Wir freuen uns auch auf Ihre aktive Teilnahme. Stellen Sie Fragen an unsere Expertinnen und Experten. Tauschen Sie sich aus mit anderen Teilnehmenden und nehmen Sie wertvolle Impulse für Ihren Alltag mit. Ablauf (Stand: 05.06.2026) 16:30 Uhr Eintreffen der Präsenz-Teilnehmenden am Westtor Universität der Bundeswehr München (bitte gültigen Personalausweis oder Reisepass mitbringen!) 16:55 Uhr Beginn des Livestreams 17:00 Uhr Beginn der Podiumsdiskussion Moderation: Prof. Dr. Ursula Münch (Akademie für Politische Bildung Tutzing) Teilnehmende: Prof. Dr.-Ing. habil. (E. E.) Norbert Gebbeken (Universität der Bundeswehr München, Sprecher FZ RISK) Johanne Peter (Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V., stellvertretende Fachbereichsleiterin des Fachbereichs Bevölkerungsschutz) Dr. Michèle Roth-Dührkoop, Referatsleiterin Referat K.4 - Bevölkerungsverhalten in Krisen Abteilung K - Bevölkerungsresilienz und Kommunikation Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, Präsident der Hochschule für Philosophie München 18:30 Uhr Ende der Podiumsdiskussion bis 19.30 Uhr Get-Together mit den Sprecher*innen
Caroline Herschel (1750 – 1848) war eine Pionierin der Astronomie. Von Hannover nach England migriert, unterstützte sie dort ihren Bruder William Herschel nicht nur bei der Entdeckung des Planeten Uranus, sondern leistete selbst wichtige Beiträge der Himmelsbeobachtung. Sie entdeckte acht Kometen und erstellte präzise Sternkataloge. Der Vortrag zeigt, wie sie sich trotz gesellschaftlicher Hindernisse als Wissenschaftlerin etablierte und mit Ehrungen wie der Goldmedaille der Royal Astronomical Society ausgezeichnet wurde.
Die aus Polen stammende Marie Curie (1867 – 1934) leistete Außergewöhnliches zur Erforschung des erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Phänomens der Radioaktivität. Für ihre Arbeiten erhielt sie gleich zweimal – 1903 und 1911 – den Nobelpreis. 1906 wurde sie als erste Frau auf einen Lehrstuhl für Physik an der Pariser Sorbonne berufen. Doch sie wurde auch tragisches Opfer ihrer Forschungen. Die Veranstaltung skizziert die Arbeiten und die Karriere Marie Curies im Spannungsfeld der Frauenemanzipation des beginnenden 20. Jahrhunderts sowie in der Zeit des europäischen Nationalismus.
Die Österreicherin Lise Meitner (1878 – 1968) zählt zu den ersten Frauen, die an der Wiener Universität in Physik promovierten. Sie gilt als führende Forscherin auf dem Gebiet der Radioaktivität, arbeitete eng mit Otto Hahn zusammen und lieferte gemeinsam mit ihrem Neffen Otto Frisch die theoretische Erklärung der 1938 von Hahn und Fritz Strassmann durchgeführten Kernspaltung. Der Vortrag skizziert Meitners Biografie und zeigt, welchen wissenschaftlichen Anteil sie an der Kernspaltung besaß.
Der philosophische Scharfsinn der Denkerin Hannah Arendt ist spektakulär. Bereits als Studentin analysierte und kritisierte sie den Liebesbegriff des Kirchenvaters Augustinus. In ihrem philosophischen Hauptwerk „Vita activa – Vom tätigen Leben“ beschrieb sie mit den Grundtätigkeit „Arbeiten – Herstellen – Handeln“ grundlegenden Bedingungen der menschlichen Existenz. Unter dem Eindruck der Gräuel des zweiten Weltkriegs untersuchte sie bahnbrechend die Bedingungen totaler Herrschaft und das Wesen des Bösen.
Entdecken Sie in zwei Online-Vorträgen spannende Sehenswürdigkeiten in München und Umgebung. Abseits von Straßenlärm oder Touristenströmen betrachtet Paul Gaedtke die Bauwerke im Detail und ordnet sie in den geschichtlichen Kontext ein. Die Ruhmeshalle – in Auftrag gegeben von Ludwig I. und entworfen von Leo von Klenze – thront auf der Anhöhe der Theresienwiese. Mit der Aufstellung einer Büste wir hier geehrt, wer sich um Land, Wissenschaft und Kunst besonders verdient gemacht hat. Der Online-Vortrag stellt einige dieser Persönlichkeiten und ihre Bedeutung für die bayerische Geschichte vor, darunter Albrecht Altdorfer, Graf von Tilly, Maximilian Graf von Montgelas, Leo von Klenze, Ludwig von Schwanthaler, Oskar von Miller, Lena Christ und Graf von Stauffenberg. In Teil 2 geht es um die historische Gemäldegalerie und den Hofgarten (Kursnummer 262-11422).
Emotionen tragen, schützen und treiben uns an. In einer Welt voller „Fastfood-Emotionen“ auf Social Media lohnt es sich, genau hinzuspüren: Wie entstehen Gefühle, wie wirken sie, und was können wir von ihnen lernen? Ein Vortrag über das, was uns im Inneren bewegt.
Entdecken Sie in zwei Online-Vorträgen spannende Sehenswürdigkeiten in München und Umgebung. Abseits von Straßenlärm oder Touristenströmen betrachtet Paul Gaedtke ausgewählte Bauwerke im Detail und ordnet diese in den geschichtlichen Kontext ein. Im ersten Teil geht es um die Ruhmeshalle und die Bavaria (Kursnummer 262-11420). Im zweiten Teil geht es um die historische Gemäldegalerie und den Hofgarten. In der historischen Gemäldegalerie von Peter von Cornelius werden wichtige Stationen der Bayerischen Geschichte dargestellt: die Belehnung der Wittelsbacher mit dem Herzogtum Bayern, Ereignisse aus dem Leben von Kaiser Ludwig und den Kurfürsten Maximilian und Max-Emanuel.
Unsichere Zeiten verstärken die Suche nach Orientierung. In der Geschichte der Philosophie sind Krisen und der Versuch ihrer Bewältigung wohlbekannt. Die antike Ausrichtung auf das Gute (Platon, Boethius), die Gelassenheit und innere Freiheit der Stoiker (Seneca, Marc Aurel) sowie die Zurückhaltung und innere Ruhe der Skeptiker (Sextus Empiricus, Michel de Montaigne) sind klassische philosophische Grundhaltungen, die heute genauso wie damals wichtig sind.
In der Moderne stellt sich die philosophische Frage nach dem Sinn der menschlichen Existenz neu. Sinn ist nicht mehr selbstverständlich gegeben, das menschliche Dasein wird zur Herausforderung. Denker wie Søren Kierkegaard, Friedrich Nietzsche, Jean-Paul Sartre und Albert Camus ringen mit Ungewissheit, Angst und Verlust von Moralität, geben jedoch zugleich auch neue existentielle Antworten im Umgang mit Unsicherheit und menschlicher Selbstverantwortung.
Neue astronomische Teleskope wie das James-Webb-Weltraumteleskop und das eROSITA Observatorium liefern täglich beeindruckende Bilder aus dem Weltall. Teleskope wie das E-ELT der ESO und das SKA (Square Kilometre Array) sind zurzeit in Chile und Südafrika / Australien im Bau. Gerade in Bezug auf die offenen Fragen der Kosmologie, wie beispielsweise die großräumige Struktur im Universum, der Entstehung der ersten supermassiven Schwarzen Löcher, gibt es spannende, neue Ergebnisse. Astrophysiker Prof. Dr. Werner Becker erklärt in seinem Vortrag für interessierte Laien die heutige Vorstellung von der Entstehung und Entwicklung des Universums. Er stellt neueste astronomische Erkenntnisse vor und ordnet ihre Bedeutung für unser Wissen über den Kosmos ein.
Seit der Antike beschäftigen sich Philosophinnen und Philosophen mit Pflicht, Recht und Verbindlichkeit. Bei Platon ergibt sich das „Gebührende“ aus der Einsicht in das Gute, die Stoiker binden Pflicht an angemessenes Handeln im Einklang mit der Natur. Cicero zeigt in seiner Schrift „Von den Pflichten“, wie Pflicht, Tugend und Gemeinwohl zusammenhängen. In der Neuzeit verschiebt sich der Schwerpunkt: Thomas Hobbes stellt die natürlichen Rechte des Einzelnen an den Anfang; Pflichten entstehen erst durch Vertrag. Immanuel Kant hingegen bindet Pflicht an ein allgemeines moralisches Gesetz, das auch das Recht begründet. Unter dem Eindruck des zweiten Weltkriegs stellt Simone Weil die Pflicht vor das Recht: Während Rechte an Bedingungen geknüpft sind, gelten Pflichten als unbedingt und überindividuell bindend. Beide Konzepte sind für das Funktionieren einer Gesellschaft notwendig.
Der Vortrag zeigt die historischen Ursachen, die zur Entstehung der jüdischen Diaspora in der Antike führten. Er thematisiert das jüdische Leben im Alten Orient, im hellenistischen Kulturraum und im Römischen Reich. Wie kam es zu stereotypen Bilder über „die“ Juden, ihre Kultur und monotheistische Religion? Warum blieben diese so wirkmächtig?
Analysiert wird Judenfeindlichkeit im christlich geprägten Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Im Fokus stehen dabei theologische Feindbilder, wirtschaftliche Zuschreibungen, Pogrome, Ghettobildung und Vertreibungen. Zugleich nahmen manche Juden in vielen Gesellschaften wichtige soziale und wirtschaftliche Rollen ein. Der Vortrag macht sichtbar, wie religiöse Deutungen, Machtinteressen und Alltagsängste zusammenwirkten und dabei dauerhafte Strukturen der Diskriminierung hervorbrachten.
Der Vortrag behandelt den Übergang zum modernen Antisemitismus. Ausgehend von den Fragen nach jüdischer Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Integration werden Nationalismus, Rassismus und politische Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts analysiert. Judenfeindlichkeit eskalierte im Nationalsozialismus in einen rassistischen Holocaust, bei dem 6 Millionen Menschen ermordet wurden. Ebenso thematisiert der Vortrag antisemitische Kontinuitäten nach 1945 sowie gegenwärtige Erscheinungsformen der Judenfeindlichkeit.
Veränderungen können Panik und Angst auslösen. Gleichzeitig fühlen wir uns machtlos und überfordert und belassen lieber alles beim Alten. So baut sich Stress auf, der sich an anderer Stelle Luft macht. Lernen Sie Wege kennen, Ihre Emotionen und Ihr Stresslevel angesichts vieler Herausforderungen erkennen und Wandel möglich zu machen.
Gott, Freiheit, Glück – all diese Themen sind aus der Geschichte der Philosophie bekannt. Doch der jüdische Philosoph Baruch de Spinoza denkt sie anders. Mit konsequenter Rationalität gibt er die Vorstellung eines personalen Gottes zugunsten der Identifikation von Gott und Natur auf. Freiheit meint nicht uneingeschränktes Handeln nach dem eigenen Willen, sondern Einsicht in die Notwendigkeit der Naturgesetze und die eigene Stellung darin. Glück wiederum basiert auf geistiger Klarheit und der Freude daran, sich und die Welt zu verstehen.
