Künstliche Intelligenz verändert grundlegend, wie wir Sprachen lernen – und wie wir kommunizieren. Übersetzungs-Apps, KI-Dolmetscher und Sprachassistenten machen es heute möglich, mit einer anderen Person in ihrer Sprache zu sprechen, ohne diese Sprache je selbst gelernt zu haben. Doch wenn Technik das Gespräch übernimmt – ist es dann überhaupt noch nötig, eine Fremdsprache zu lernen?In diesem Vortrag werfen wir einen kritischen und praxisnahen Blick auf die Chancen und Grenzen von KI beim Fremdsprachenlernen. Wir zeigen, wie digitale Tools den Lernprozess unterstützen können, wo sie an ihre Grenzen stoßen – und warum es sich vielleicht trotzdem (oder gerade deshalb) lohnt, eine Sprache selbst zu lernen.
Wenn es Streit oder Probleme in einer Beziehung gibt, sind Geld und der Umgang damit oft die Ursachen. Dann geht es meist auch emotional zu. Woran liegt das? Warum ist Kommunikation so wichtig und wie können Paare tragfähige Lösungen für ihren Finanzalltag entwickeln? Dazu gehört auch die Bereitschaft, Rollen und Strukturen zu hinterfragen und das finanzielle Zusammenleben konstruktiv miteinander auszuhandeln. In Kooperation mit der Verbraucherbildung Bayern.
Wie gestaltet sich kollektives Erinnern nach unvorstellbarer Gewalt? In seinem Vortrag gibt Politikwissenschaftler Professor Timothy Williams einen Einblick in die Erinnerungspolitik nach den Völkermorden in Kambodscha (Rote Khmer 1975 – 1979), Ruanda (an den Tutsi 1994) und Indonesien (an den Kommunisten 1965/66). Williams vergleicht die Wege der Vergangenheitsaufarbeitung und beleuchtet, wie Erinnerung zu politischer Macht und gesellschaftlicher Legitimität beiträgt. Wer wird in der kollektiven Erinnerung als Opfer, Täter oder Held gesehen? Seine Ergebnisse hat Williams in dem Buch „Memory Politics after Mass Violence. Attributing Roles in the Memoryscape“ (Juni 2025) dargestellt. Sein Ansatz zeigt eindrucksvoll, wie individuelle und kollektive Erinnerungen nebeneinander existieren, miteinander konkurrieren und letztlich zur Bildung einer gemeinsamen „Erinnerungslandschaft“ verschmelzen, die politische Interessen im Jetzt stärkt. Diskutieren Sie mit – zu Fragen von Erinnerung, Verantwortung und politischer Einflussnahme auf den Blick zurück. In Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München. Treffpunkt ist um 18:30 Uhr an der Universität der Bundeswehr (Details nach Anmeldung). Anmeldeschluss: 15.05.2026
„Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt“, schrieb Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert. Die Wissenschaft scheute lange die „Herzensgründe“ oder auch Bauchentscheidungen wie der Teufel das Weihwasser. Aber: Gute Entscheidungen basieren oft auf einer unbewussten Intelligenz, die sehr schnell operiert und gerade in komplexen Situationen faszinierend einfach ist, sicher im Erkennen des Wesentlichen und logischen Abwägungen weit überlegen. Das heutige Wissen über das Bauchgefühl revolutioniert unser Bild vom menschlichen Verstand. In einer komplizierten Welt lehren uns Entscheidungen „aus dem Bauch“ die Lebenskunst, paradox formuliert, intuitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt. Gerd Gigerenzer ist ein weltweit renommierter Psychologe, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, u.a. den AAAS Preis für den besten Artikel in den Verhaltenswissenschaften, den Communicator-Preis und den Deutschen Psychologie-Preis.
In diesem Online-Seminar geht es darum, warum wichtige Daten wie der Zugang zu Ihren Internet-Benutzerkonten gut geschützt werden müssen und wie und wo Sie Logins und Passwörter idealerweise aufbewahren. Dabei werden auch Tipps für eine sichere Wahl von Passwörtern und der Einsatz von Zwei-Faktor-Authentisierung angesprochen. Außerdem geht es um den Digitalen Nachlass: Denn Sie sollten sich Gedanken machen, wie Vertraute an elektronische Zugangsdaten kommen und helfen können, wenn Sie "nicht mehr können". Für den "Fall-der-Fälle" sollte der Zugang zu elektronischen Schlüsseln und Dokumenten wie Patientenvollmacht oder Testament vorsorglich geregelt werden. Denn sind diese mit Passwort elektronisch verschlossen, kommt niemand mehr hinterher daran heran. In Kooperation mit der Verbraucherbildung Bayern.
