ENTWURF - [Uns Deutschen geht es im weltweiten Vergleich objektiv betrachtet sehr gut. Deutschland hat weltweit das vierthöchste Bruttoinlandsprodukt (1) und zählt damit zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern der Welt. In Glücksstudien ergibt sich jedoch ein anderes Bild. So reichte es beim World Happiness Report nur zu Platz 14, während andere Länder konstant die vorderen Ränge belegen (2). In Sachen Glück können wir von anderen Kulturen also noch einiges dazulernen. Dieser Vortrag stellt Ihnen die Konzepte für mehr Lebensglück und Zufriedenheit aus aller Welt vor.]
Nein, er ist kein Hanswurst und kein Hansdampf: Der Hans im Glück ist ein Philosoph der Lebenskunst. Wie viel Weisheit in diesem Märchen steckt, entwickelt der Theologe und Erwachsenenbildner Konrad Haberger in seinem humorvollen Vortrag: Aus einem Schwank über seltsame Tauschgeschäfte entsteht ein Epos über ein erfülltes Erdendasein.
Während in anderen Ländern v. a. dem Bruttonnationalprodukt für die wirtschaftliche Entwicklung eine große Bedeutung beigemessen wird, hat es sich das kleine Königreich Bhutan zur Aufgabe gesetzt, das „Bruttonationalglück“ seiner Bewohner zu messen und zu fördern. Dabei handelt es sich um einen spannenden, aber umstrittenen Ansatz, die gesellschaftliche und politische Zufriedenheit, Lebensqualität und Gesundheit der Einwohner zu erfassen. Die Veranstaltung skizziert zunächst die Grundlagen des politischen Systems des Landes, beschreibt die Hintergründe und Maßnahmen zur Glückserfassung, ordnet sie in die interdisziplinäre Glückserforschung ein und fragt nach den Konsequenzen dieses Ansatzes, aber auch aber nach der Kritik an ihm. An diesem Vortrag können Sie auch online teilnehmen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie in Präsenz oder online teilnehmen.
Ursprünglich war der humanistische Philosoph Thomas Morus (1477/1478 – 1535) enger Berater und Lordkanzler des englischen Königs Heinrichs VIII. Mit seiner Kritik an der Gründung einer von Rom getrennten englischen Staatskirche fiel er beim König jedoch in Ungnade und wurde 1535 wegen Hochverrats hingerichtet. Der Nachwelt hinterließ Morus mit seiner schon 1516 veröffentlichten „Utopia“ ein wirkmächtiges Werk, dass einen Idealstaat beschreibt und bis heute einer ganzen Literaturgattung den Namen gibt. An diesem Vortrag können sie auch online teilnehmen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie in Präsenz oder online teilnehmen.
Politische Systeme versprechen Ordnung, Macht und auch ein spezielles Bild vom guten Leben. Die Veranstaltung fragt, wie liberale Demokratien, sozialistische Systeme und autoritäre Regime Glück politisch deuten: als Freiheit, Gleichheit, Sicherheit, Wohlstand oder Gemeinschaft? Solche Versprechen erzeugen nicht nur Legitimation und Erwartungen, sondern zeigen auch die Grenzen politischer Steuerung. Wer definiert überhaupt, was Glück bedeutet. Was ist der Preis für das versprochene Glück? An diesem Vortrag können Sie auch online teilnehmen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie in Präsenz oder online teilnehmen.
