Seeschlangen sind hoch spezialisierte, überwiegend marin lebende Giftnattern aus der Unterfamilie Hydrophiinae. Sie kommen vor allem in den tropischen Meeresgebieten des Indischen und Pazifischen Ozeans vor und haben sich an das Meer angepasst. Typische Merkmale sind ihr seitlich abgeflachter Schwanz, eine Salzdrüse zur Ausscheidung von überschüssigem Salz und ein vergrößerter rechter Lungenflügel, der auch beim Tauchen und Tarieren hilft. Seeschlangen ernähren sich hauptsächlich von Fischen, und manche Arten sind dabei auf bestimmte Beutetiere spezialisiert. Die meisten Arten bringen ihre Jungen direkt im Meer zur Welt. Ihr Gift zählt zu den stärksten unter den Schlangen und dient vor allem dazu, schnelle Beutetiere rasch zu lähmen. Für den Menschen sind Bisse zwar selten, können aber lebensgefährlich sein. Neben ihrer biologischen Besonderheit haben Seeschlangen wirtschaftliche Bedeutung, etwa als Nahrungs- oder Lederquelle in einigen Küstenregionen Asiens. Ihr Gift ist für die Forschung interessant zur Entwicklung neuer Medikamente. Der Vortrag soll einen Einblick in alle Aspekte des Lebens von Seeschlangen bieten und deren Vulnerabilität zeigen. Dr. Matthias Voigt ist studierter Meeresbiologie (Schwerpunkte Diversitätsforschung, Klimawandeleinfluss auf das Wachstum mariner Organismen, Promotion in Biotechnologie mariner Organismen) und hat im Bereich Umwelttoxikologie gearbeitet. Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen über Haie und verfügt über langjährige Taucherfahrung. Die Veranstaltung wird nur online angeboten. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Der Vorbereitungslehrgang zur Bayerischen Fischerprüfung vermittelt alle prüfungsrelevanten Inhalte in einem modernen Onlinepräsenzkurs. Die Teilnehmer werden systematisch auf die staatliche Fischerprüfung vorbereitet und erhalten fundiertes Wissen in den Bereichen Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde, Natur- und Tierschutz, Gesetzeskunde sowie Behandlung gefangener Fische. Der Unterricht findet online live in einer festen Gruppe statt und bietet die Möglichkeit, Fragen direkt zu stellen und Inhalte gemeinsam zu vertiefen. Ergänzt wird die theoretische Ausbildung durch zahlreiche Praxisbeispiele und anschauliche Erklärungen. Zum Lehrgang gehört außerdem ein Praxistag, an dem verschiedene Angelgeräte, Montagen, Köder, Fischarten sowie waidgerechte Methoden vorgestellt und erklärt werden. Dadurch werden die theoretischen Inhalte anschaulich vertieft und der Einstieg in die praktische Fischerei erleichtert. Für die Teilnahme am Onlineunterricht ist ein kamerafähiges Endgerät mit funktionierender Webcam erforderlich. Die durchgehende Nutzung der Kamera während des Unterrichts ist Voraussetzung für die Teilnahme am Lehrgang. Die Details zum Praxistag erfahren Sie im Unterricht vom Dozenten. Der Kurs findet mit dem Programm Zoom statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig zum ersten Termin.
Spätestens mit dem Bergsturz im Schweizer Lötschental im Mai 2025 hat eine breite Öffentlichkeit wahrgenommen, mit welcher Wucht sich der Klimawandel in den Alpen auswirkt. Der 300-Einwohner-Ort Blatten wurde praktisch vollständig zerstört. So zählen die Alpen zu den Gebieten in Europa, wo sich die Folgen der Erwärmung besonders drastisch zeigen. Die Gesellschaft muss Wege finden, um sich damit auseinanderzusetzen. Antworten geben dabei die alpinen Kulturen selbst: der Umgang mit Ressourcen und der Landschaft spielte jahrhundertelang die entscheidende Rolle im Leben der Menschen. Wie in einem Reallabor zeigen alpine Kulturen Lösungswege für einen nachhaltigen Lebensstil auf. Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, bei der wieder über die Umsetzung globaler Klimaziele und die Finanzierung von Klimaschutz verhandelt wird, schildert dieser Vortrag, wie die Menschen in extrem gefährdeten Regionen vor Ort um ihre Zukunft kämpfen. Dr. Georg Bayerle berichtet seit 1999 für den Bayerischen Rundfunk in Hörfunk, Fernsehen und online über Klimawandel, Massentourismus und Bergkultur. Schon als Kind wanderte der gebürtige Günzburger durch die Lechtaler Alpen und das Allgäu, später wurde er im Deutschen Alpenverein aktiv. Seit Jahrzehnten setzt sich der Experte für einen schonungsvollen Umgang mit der Bergwelt ein. In seinem Buch „Alpenappell – Warum die Berge nicht zum Funpark werden dürfen“ erläutert er die Folgen von Profitmaximierung und technischer Erschließung und erklärt zugleich, wie nachhaltiger Tourismus gelingen kann. Für seine Verdienste um die Umwelt wurde er mit der Bayerischen Staatsmedaille ausgezeichnet. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Die Meeresbiologie beschäftigt sich mit der Erforschung der marinen Lebensräume – von den Küstenzonen bis in die Tiefsee und in allen assoziierten Teilaspekten. Dafür kombiniert sie unterschiedliche Methoden: Feldforschung auf Forschungsschiffen, direkte Beobachtungen durch Taucher sowie den Einsatz von Unterwasserkameras und Tauchbooten (Remotely Operating Vehicles, ROVs und AUVs) zur Erfassung schwer zugänglicher Gebiete. Ergänzt wird dies durch akustische Verfahren, Satelliten- und Radiotelemetrie sowie Biologging, um Wanderungen und Verhalten mariner Tiere zu untersuchen. Im Labor kommen genetische Analysen, Mikroskopie, Spektroskopie und Isotopenuntersuchungen zum Einsatz. Zusätzlich liefern ozeanographische Messungen mit CTD-Sonden, Bojen und Verankerungen wichtige Daten zu physikalischen und chemischen Eigenschaften des Meerwassers. Der Vortrag soll einen Überblick über die verfügbaren Methoden geben. Zudem stellt der Referent die Möglichkeit der Modellierung von Faktoren vor. Dr. Matthias Voigt ist studierter Meeresbiologie (Schwerpunkte Diversitätsforschung, Klimawandeleinfluss auf das Wachstum mariner Organismen, Promotion in Biotechnologie mariner Organismen) und hat im Bereich Umwelttoxikologie gearbeitet. Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen über Haie und verfügt über langjährige Taucherfahrung. Die Veranstaltung wird nur online angeboten. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Jedes Jahr ereignen sich in Bayern dutzende Erdbeben. Zum Glück sind die meisten sehr schwach, nur wenige werden von der Bevölkerung verspürt. Hin und wieder wird Bayern aber auch von stärkeren Erdbeben erschüttert, die sogar Gebäudeschäden verursachen können. Nach einer kurzen Einführung in die Entstehung von Erdbeben und die Messung dieser Ereignisse werden die verschiedenen Erdbebenregionen des Landes näher beleuchtet und charakterisiert. Schließlich soll auch ein Blick in die Geschichte erfolgen: So erfahren wir, wie das verheerende „Lissabon-Beben“ vom 1. November 1755 die Bevölkerung in Bayern beunruhigt hat und wie es möglich war, dass bei einem Beben im Friaul 1348 Bamberger Kirchen zerstört wurden. Der Referent ist Geophysiker und betreute für das Bayerische Landesamt für Umwelt den Bayerischen Erdbebendienst. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Manchmal sind es die Wolken, die für eine spezielle, bisweilen bedrohliche Wetterstimmung sorgen. Aber es gibt noch weitere spektakuläre Wetterphänomene wie mehrfache Sonnenuntergänge, scheinbar abgeknickte Regenbögen oder auch vom Himmel regnende Fische! Im Vortrag wird eine weltweite Sammlung von eindrucksvollen Wetterfotos inklusive anschaulicher Erklärungen präsentiert. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Aufgrund der geopolitischen Veränderungen ist der Iran nicht nur für Westeuropäer zu einem unerreichbaren Wunschziel geworden. Vor neun Jahren aber konnte der Referent noch eine ornithologisch sehr ergiebige Reise dorthin machen. Paläarktis und Paläotropis treffen im Iran aufeinander und sorgen für eine abwechslungsreiche Vogelwelt mit 550 nachgewiesenen Arten. Der Vortrag zeichnet die Reiseroute nach und zeigt Bilder von Besonderheiten wie das Persische Wüstenhuhn, Langschnabelpieper und Schwarzkopf-Steinschmätzer, Seidenwürger, der seltene Rieddrossling, der Basrarohrsänger sowie die einzige endemische Art des Landes, der Pleskehäher. Manfred Siering ist Vorsitzender der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen „Präsenz“ und „Online“. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
Wer in der Ferne, aber auch in heimischen Gefilden Urlaub am Meer macht, kann durchaus giftigen und gefährlichen Fischarten begegnen. Berührungen, Stiche und elektrische Schläge können mitunter sogar fatale Folgen haben. Manche Arten sind wenig bekannt und eine ernstzunehmende Bedrohung für Schwimmer, Schnorchler, Taucher und Fischer. So ist der Steinfisch der giftigste Vertreter der Fische, Drückerfische zeigen ein aggressives Verhalten während der Brutpflege, und Doktorfische verfügen über „Klingen“ am Schwanzstiel. In Südamerika teilt der Zitteraal massive Stromstöße aus, und die Gefährlichkeit von Piranhas ist legendär. In dem Vortrag geht es um die Gefahren direkt im Wasser, aber auch durch den Verzehr von Fischen zum Beispiel, wenn diese zuvor toxische Algen gefressen haben oder bestimmte Fischarten falsch zubereitet werden. Der Vortrag stellt exemplarisch einige der giftigsten und gefährlichsten Fisch- und Tier- sowie Algenarten weltweit vor. Auch einheimische Vertreter sind darunter. Dr. Matthias Voigt ist studierter Meeresbiologie (Schwerpunkte Diversitätsforschung, Klimawandeleinfluss auf das Wachstum mariner Organismen, Promotion in Biotechnologie mariner Organismen) und hat im Bereich Umwelttoxikologie gearbeitet. Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen über Haie und verfügt über langjährige Taucherfahrung. Die Veranstaltung wird nur online angeboten. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
