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Häusliche Gewalt in Familien ab 1945
Die Besatzungszeit in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg war mit einem Erziehungsanspruch seitens der alliierten Behörden und Truppen verbunden. Nach dreißig Jahren militärischer und innenpolitischer Gewalterfahrung sollte die deutsche Gesellschaft pazifiziert und humanisiert werden. Nicht zuletzt US-amerikanische Behörden und Besatzungsorgane waren von diesem Anspruch durchdrungen. Oberflächlich betrachtet schien das gesellschaftspolitische Konzept für Deutschland aufzugehen. Ein genauerer Blick offenbart jedoch, dass sich die Gewalt nur verlagert hatte - weg von der Straße und der Front hinein in die Familien. Hunderttausende traumatisierter und brutalisierter Männer kehrten ab 1945 in ihr vertrautes Umfeld aus Friedenszeiten zurück und lebten ihre Aggressionen nun innerhalb der eigenen vier Wände aus. Opfer waren Kinder und Ehefrauen - in physischer wie auch sexueller Hinsicht. Im Zentrum des Vortrages steht das Ausmaß häuslicher Gewalt im süddeutschen Raum in den ersten drei Jahrzehnten der Nachkriegszeit, wobei auch negative Auswirkungen des „Wirtschaftswunders“ thematisiert werden sollen. Der Dozent skizziert zugleich die Entwicklung bis in die Gegenwart.
Rudolf Oswald ist als freiberuflicher Historiker tätig. So hatte er bis 2024 Lehraufträge an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit war in den vergangenen Jahren die Historie des Wohlfahrtswesens in Bayern.
Der Vortrag wird zeitgleich als Live-Stream angeboten. Wählen Sie bei der Anmeldung zwischen "Präsenz" und "Online". Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung.
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Nur als Online-Kurs buchbar
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Häusliche Gewalt in Familien ab 1945
Die Besatzungszeit in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg war mit einem Erziehungsanspruch seitens der alliierten Behörden und Truppen verbunden. Nach dreißig Jahren militärischer und innenpolitischer Gewalterfahrung sollte die deutsche Gesellschaft pazifiziert und humanisiert werden. Nicht zuletzt US-amerikanische Behörden und Besatzungsorgane waren von diesem Anspruch durchdrungen. Oberflächlich betrachtet schien das gesellschaftspolitische Konzept für Deutschland aufzugehen. Ein genauerer Blick offenbart jedoch, dass sich die Gewalt nur verlagert hatte - weg von der Straße und der Front hinein in die Familien. Hunderttausende traumatisierter und brutalisierter Männer kehrten ab 1945 in ihr vertrautes Umfeld aus Friedenszeiten zurück und lebten ihre Aggressionen nun innerhalb der eigenen vier Wände aus. Opfer waren Kinder und Ehefrauen - in physischer wie auch sexueller Hinsicht. Im Zentrum des Vortrages steht das Ausmaß häuslicher Gewalt im süddeutschen Raum in den ersten drei Jahrzehnten der Nachkriegszeit, wobei auch negative Auswirkungen des „Wirtschaftswunders“ thematisiert werden sollen. Der Dozent skizziert zugleich die Entwicklung bis in die Gegenwart.
Rudolf Oswald ist als freiberuflicher Historiker tätig. So hatte er bis 2024 Lehraufträge an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit war in den vergangenen Jahren die Historie des Wohlfahrtswesens in Bayern.
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Nur als Online-Kurs buchbar
-
Gebühr8,00 €
-
StartMi. 25.11.2026
19:30 UhrEndeMi. 25.11.2026
21:30 Uhr -
Veranstalter:
vhs München Nord
Dozent*in:
Rudolf Oswald
