Skip to main content

Politik & Gesellschaft

Loading...
Warum tun sich Gesellschaften mit Veränderungen so schwer?
Mo. 02.11.2026 19:30

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Veränderungen wahrnehmen und wie unterschiedliche Gruppen auf sozialen Wandel reagieren. Es soll gezeigt werden, dass ein Teil unserer gegenwärtigen Konflikte mit der starken Dynamisierung der Gesellschaft zu tun haben. Es wird auch diskutiert, wie sich Kontinuitätsbedürfnisse und Veränderungsanforderungen miteinander kombinieren lassen. Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für Ungleich Vereint erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.

Kursnummer 262-P1014
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 5,00 €
Trump und die MAGA-Bewegung
So. 08.11.2026 19:30

Gibt es einen Trumpismus ohne Trump? Wie wird sich die MAGA-Bewegung angesichts der immer eklatanter werdenden Führungsschwäche des alternden Präsidenten weiterentwickeln? Wie sieht es in der MAGA-Bewegung intern aus? Der Vortrag zeichnet ein Innenbild der rivalisierenden Strömungen der trumpistischen Szene in den USA im Umfeld der anstehenden Zwischenwahlen und analysiert die Stärkeverhältnisse innerhalb der rechten Szene in den USA. Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Kursnummer 262-P1015
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 5,00 €
Gesellschaft im Widerstreit – Polarisierung verstehen und überwinden
Mo. 09.11.2026 18:30

Lagerdenken, Zuspitzung, Empörung – unsere Gesellschaft scheint zunehmend auseinanderzudriften. Politische Akteure, Medienlogiken und wirtschaftliche Interessen befeuern die Dynamik und profitieren nicht selten davon. Doch wie sind wir in diese Situation geraten? Welche Mechanismen tragen dazu bei, dass Unterschiede zu Fronten werden – und was braucht es, um den Dialog wieder möglich zu machen? In diesem Kurs gehen wir der Entstehung und den Treibern gesellschaftlicher Polarisierung nach. Auf Grundlage aktueller Forschung und historischer Perspektiven soll sichtbar werden, wie Konflikte sich zuspitzen – und wie sie auch wieder entschärft werden können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage: Wie können wir als Bürgerinnen und Bürger zur Stärkung der Demokratie und einer pluralen Ordnung beitragen? Der Kurs versteht sich als geschützter Raum für kritische Reflexion, Diskussion und das gemeinsame Erproben von Strategien jenseits der Empörungslogik. Ziel ist es, nicht nur das Phänomen besser zu begreifen, sondern auch konkrete Möglichkeiten für mehr Sachlichkeit, Respekt und Miteinander zu entdecken. Es sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich. Der Kurs richtet sich an alle, die sich für das Spannungsfeld von Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und politischer Kommunikation interessieren und Lust haben, aktiv mitzudenken und mitzudiskutieren.

Kursnummer 262-P1005
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 12,00 €
Eigenes und Anderes – Fremdheit verstehen, Vielfalt leben
Mi. 11.11.2026 18:30

Was ist das „Eigene“ – und wann wird etwas oder jemand „fremd“? Vorstellungen von Zugehörigkeit und Anderssein prägen seit jeher das menschliche Zusammenleben. Sie können Neugier und Offenheit fördern – oder Angst, Ablehnung und Abgrenzung. Gerade in einer Zeit, in der pluralistische Demokratien unter Druck stehen, gesellschaftliche Debatten sich zuspitzen und Fragen von Identität, Migration und Zugehörigkeit zunehmend polarisiert verhandelt werden, gewinnt die Auseinandersetzung mit Fremdheit neue Dringlichkeit. In dieser dreiteiligen Kursreihe gehen wir der Geschichte von Fremdheit und Zugehörigkeit nach: von der Antike über Kolonialismus und Nationalismus bis in die Gegenwart globaler Migration und politischer Spannungen. Wir beleuchten, wie Feindbilder, Vorurteile und Diskriminierung entstehen – und wie sie gesellschaftlich und politisch instrumentalisiert werden, etwa durch populistische Bewegungen. Zugleich richten wir den Blick auf unsere eigene Lebenswelt: Wie erleben wir selbst Fremdheit? Wo ziehen wir bewusst oder unbewusst Grenzen? Und wie kann ein konstruktiver Umgang mit Vielfalt gelingen? Der Kurs verbindet historische und sozialwissenschaftliche Impulse mit persönlicher Reflexion, Gespräch, Gruppenarbeit und praktischen Übungen. Ziel ist es, Sensibilität für Mechanismen der Ausgrenzung zu entwickeln, unterschiedliche Perspektiven besser zu verstehen und Wege zu einem respektvollen, offenen Miteinander zu stärken. 1. Termin: Fremdheit verstehen Begriffsklärung von „Eigenem“ und „Fremdem“, persönliche Erfahrungen von Zugehörigkeit und Ausgrenzung sowie grundlegende sozialpsychologische Mechanismen von Vorurteilen und Gruppenzugehörigkeit. 2. Termin: Geschichte und politische Instrumentalisierung Historische Entwicklungen von Fremdheitskonstruktionen – von Antike und Kolonialismus bis zum Nationalismus – sowie ihre Wirkung in aktuellen gesellschaftlichen Debatten und populistischen Bewegungen. 3. Termin: Vielfalt konstruktiv gestalten Perspektivwechsel, Reflexion eigener Haltungen und Entwicklung konkreter Strategien für einen respektvollen Umgang mit Vielfalt im Alltag und im gesellschaftlichen Miteinander. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kursnummer 262-P1013
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 29,00 €
Ist das Patriarchat wirklich „natürlich“? Ein Blick über den Tellerrand westlicher Gesellschaften
Mo. 16.11.2026 18:30

Männliche Dominanz, Hierarchien und die Kontrolle über Ressourcen erscheinen vielen als historisch unvermeidlich oder gar als Ausdruck „natürlicher“ Ordnung. Doch ein kulturvergleichender und historischer Blick zeigt, dass gesellschaftliche Machtverhältnisse weit vielfältiger gestaltet sind, als es auf den ersten Blick scheint. Diese Veranstaltung hinterfragt patriarchale Strukturen nicht ideologisch, sondern analytisch und differenziert. Welche historischen Bedingungen begünstigten die Entstehung männlich dominierter Gesellschaftsformen? Welche Rolle spielte die systematische Abwertung des Weiblichen – symbolisch wie konkret – in der Ausbildung von Hierarchien? Und inwiefern prägen diese Muster bis heute unsere Institutionen, Rollenbilder und Selbstverständlichkeiten? Zugleich richtet sich der Blick auf alternative Gesellschaftsmodelle. Ethnologische und sozialwissenschaftliche Perspektiven zeigen, dass Kooperation, Fürsorge und gemeinschaftliche Entscheidungsstrukturen in manchen Kulturen stärker gewichtet werden. Was lässt sich daraus für gegenwärtige Debatten über Geschlechterverhältnisse, Macht und Zusammenleben lernen? Die Veranstaltung lädt dazu ein, scheinbar „natürliche“ Ordnungen kritisch zu prüfen und gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten neu zu denken – sachlich, offen und jenseits vereinfachender Zuschreibungen.

Kursnummer 262-P1011
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Männlichkeit im Spannungsfeld von gestern, heute & morgen
Do. 19.11.2026 18:30

Was heißt es heute, ein Mann zu sein? Stark und durchsetzungsfähig – oder einfühlsam und verletzlich? Verantwortung übernehmen – oder tradierte Erwartungen hinter sich lassen? Männlichkeit bewegt sich im Spannungsfeld von historischen Rollenbildern, gesellschaftlichen Umbrüchen und zukünftigen Entwicklungen. Begriffe wie „toxische Männlichkeit“ oder „Patriarchat“ prägen öffentliche Debatten – doch was verbirgt sich dahinter? Diese Veranstaltung bietet eine interdisziplinäre Einführung in die Entstehung und den Wandel männlicher Identität. Impulse aus Soziologie, Psychologie und Geschichtswissenschaft helfen, Entwicklungen einzuordnen und aktuelle Spannungen verständlich zu machen. Im Mittelpunkt steht eine sachliche und differenzierte Analyse: Wie prägen Männlichkeitsbilder unser Selbstverständnis, unsere Beziehungen und unser gesellschaftliches Zusammenleben? Wo entstehen Verunsicherungen – und wo neue Möglichkeiten? Die Veranstaltung schafft eine fundierte Grundlage für Diskussion und Reflexion – ohne Ideologisierung, ohne Vereinfachung. Für alle Interessierten, die das Thema vielschichtig und differenziert betrachten möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kursnummer 262-P1009
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Mini-Atomkraftwerke: Vorteile – Funktion - Risiken
Do. 19.11.2026 19:00

Mini-AKWs oder SMR (Small Modular Reaktos) werden seitens der Europäischen Union, aber auch innerhalb von Teilen der Regierung als vernünftige Zukunftsversorgung einer energiehungrigen Gesellschaft gesehen. Der Dozent arbeitet im unabhängigen Öko-Institut und war Mitautor eines wissenschaftlichen Gutachtens über SMR gemeinsam mit der TU Berlin sowie dem Physikerbüro Bremen, das im Auftrag des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) erstellt wurde. Sie erfahren, wie diese SMR aufgebaut sind, wo mögliche Vorteile liegen, aber auch, welche Fragen noch nicht beantwortet sind und welche möglichen Risiken in den Blick genommen werden müssen.

Kursnummer 262-P1002
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 5,00 €
Warum Verschwörungserzählungen verfangen: Psychologie, Gesellschaft und der Streit um Wahrheit
Mo. 23.11.2026 18:30

Verschwörungserzählungen sind kein Randphänomen, sondern Ausdruck tief verankerter psychologischer und gesellschaftlicher Mechanismen. In Zeiten von Krisen, Unsicherheit und beschleunigtem Wandel bieten sie scheinbar einfache Erklärungen für komplexe Zusammenhänge. Gerade dadurch können sie Vertrauen untergraben, Polarisierung verstärken und demokratische Diskurse belasten. Die Veranstaltung beleuchtet Verschwörungserzählungen aus soziologischer, psychologischer und neurowissenschaftlicher Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Bedürfnissen, Ängsten und Denkmechanismen, die ihre Attraktivität erklären, sowie nach den gesellschaftlichen Bedingungen, die ihre Verbreitung begünstigen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Klimawandelleugnung als exemplarischem Fall. An ihr wird deutlich, wie wissenschaftliche Erkenntnisse abgewehrt, Zweifel systematisch verstärkt und alternative Wirklichkeitsdeutungen stabilisiert werden – und warum Menschen geneigt sind, solchen Erzählungen Glauben zu schenken. Ziel der Veranstaltung ist es, Hintergründe zu verstehen, Mechanismen zu erkennen und die eigene Urteilsfähigkeit im Umgang mit umstrittenen Wahrheitsansprüchen zu stärken.

Kursnummer 262-P1006
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 12,00 €
Gesellschaft im Widerstreit – Polarisierung verstehen und überwinden
Di. 24.11.2026 18:30

Lagerdenken, Zuspitzung, Empörung – unsere Gesellschaft scheint zunehmend auseinanderzudriften. Politische Akteure, Medienlogiken und wirtschaftliche Interessen befeuern die Dynamik und profitieren nicht selten davon. Doch wie sind wir in diese Situation geraten? Welche Mechanismen tragen dazu bei, dass Unterschiede zu Fronten werden – und was braucht es, um den Dialog wieder möglich zu machen? In diesem Kurs gehen wir der Entstehung und den Treibern gesellschaftlicher Polarisierung nach. Auf Grundlage aktueller Forschung und historischer Perspektiven soll sichtbar werden, wie Konflikte sich zuspitzen – und wie sie auch wieder entschärft werden können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage: Wie können wir als Bürgerinnen und Bürger zur Stärkung der Demokratie und einer pluralen Ordnung beitragen? Der Kurs versteht sich als geschützter Raum für kritische Reflexion, Diskussion und das gemeinsame Erproben von Strategien jenseits der Empörungslogik. Ziel ist es, nicht nur das Phänomen besser zu begreifen, sondern auch konkrete Möglichkeiten für mehr Sachlichkeit, Respekt und Miteinander zu entdecken. Es sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich. Der Kurs richtet sich an alle, die sich für das Spannungsfeld von Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und politischer Kommunikation interessieren und Lust haben, aktiv mitzudenken und mitzudiskutieren.

Kursnummer 262-P1005B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Zwischen Zugehörigkeit und Ausgrenzung – Fremdheit in Geschichte und Gegenwart
Mo. 30.11.2026 18:30

Was ist das „Eigene“, und wann wird etwas oder jemand „fremd“? Vorstellungen von Zugehörigkeit und Anderssein prägen seit jeher das menschliche Zusammenleben. Sie können Interesse und Offenheit fördern – oder Angst, Ablehnung und Abgrenzung. Feindbilder, Vorurteile und Diskriminierung entstehen nicht zufällig - und um die Hintergründe ihrer Erzeugung wird es hier gehen. In dieser Veranstaltung gehen wir der Geschichte von Fremdheit und Zugehörigkeit nach – von der Antike über Kolonialismus und Nationalismus bis in die Gegenwart globaler Migration, gesellschaftlicher Umbrüche und politischer Spannungen. Wir fragen, wie Ängste und Vorurteile entstehen und wie der Populismus sie nutzt. Zugleich steht die persönliche Ebene im Mittelpunkt: Wie erleben wir selbst Fremdheit? Wo ziehen wir Grenzen, wo öffnen wir uns? In Gesprächen, Übungen und kleinen Gruppenarbeiten reflektieren wir unsere eigenen Erfahrungen und Haltungen und entwickeln Wege, mit Vielfalt konstruktiv umzugehen. Ziel ist es, sensibler für Ausgrenzung zu werden, Verständnis für unterschiedliche Lebenswelten zu fördern und Möglichkeiten für ein respektvolles, offenes Miteinander zu entdecken. Theoretische Impulse aus Geschichte, Soziologie und Psychologie werden mit praktischen Erfahrungen, Übungen und Austausch verbunden.

Kursnummer 262-P1012
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Wahrheit, Lüge, Vertrauen – Orientierung im Zeitalter der Desinformation
Di. 15.12.2026 18:30

Ob Fake News, „alternative Fakten“ oder gezielte Manipulation – der Umgang mit Wahrheit ist heute umkämpfter denn je. Politische Strategien, digitale Medienlogiken und psychologische Mechanismen tragen dazu bei, dass Unsicherheit wächst und Vertrauen schwindet. Doch der Streit um Wahrheit ist kein neues Phänomen: Schon in der Antike wurde die Macht der Rhetorik erkannt und die in ihre lauernde Gefahr der Täuschung für das gesellschaftliche Miteinander ausgemacht. In der Veranstaltung gehen wir der Frage nach, wie Wahrheiten konstruiert werden, warum wir bestimmten Erzählungen Glauben schenken – und wie wir uns besser gegen Desinformation wappnen können. Philosophische und historische Perspektiven treffen dabei auf aktuelle Beispiele aus Medien und Politik. Ziel ist es, sowohl die großen Muster hinter der „Post-Truth“-Debatte zu verstehen als auch praktische Strategien für den Alltag zu entwickeln. Diese Veranstaltung versteht sich als Raum für kritische Reflexion, gemeinsames Üben von Medienkompetenz und Diskussion über die Bedingungen von Vertrauen in einer komplexen Welt. Keine Vorkenntnisse erforderlich.

Kursnummer 262-P1003B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Sprache und Macht – Wie Worte Wirklichkeit schaffen
Mi. 16.12.2026 18:30

Sprache ist nie unschuldig. Sie kann verbinden oder spalten, Wirklichkeit abbilden oder formen. In Debatten über Gender, Migration oder Politik wird deutlich, wie sehr Worte selbst umkämpft sind – und wie stark sie Wahrnehmung, Denken und gesellschaftliche Dynamiken prägen. Doch wie genau wirkt Sprache? Und welche Verantwortung haben wir im Umgang mit ihr? Der Kurs untersucht, wie Sprache als Werkzeug der Macht funktioniert – von politischen „Frames“ und medialen Deutungsrahmen über Alltagsmetaphern bis hin zu Sprachwandel und neuen Ausdrucksformen. Anhand aktueller Beispiele wird sichtbar, wie durch Begriffe Realitäten geschaffen oder verdeckt werden: „Flüchtlingswelle“, „Leistungsträger“, „Klimahysterie“ – jedes Wort trägt eine Haltung in sich. Wir diskutieren philosophische und linguistische Perspektiven auf Sprache und fragen zugleich praktisch: Wie lässt sich bewusster, präziser und dialogfähiger sprechen? Wo stößt „politische Korrektheit“ an Grenzen – und wo ist sie Ausdruck von Respekt und Verantwortung? In Übungen und Diskussionen erproben wir den sensiblen Umgang mit Sprache als Mittel gesellschaftlicher Gestaltung. Ziel des Kurses ist es, Sprache als Machtinstrument zu durchschauen – und sie zugleich als Werkzeug des Verstehens und der Verständigung neu zu entdecken.

Kursnummer 262-P1010B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Sprache und Macht – Wie Worte Wirklichkeit schaffen
Do. 07.01.2027 18:30

Sprache ist nie unschuldig. Sie kann verbinden oder spalten, Wirklichkeit abbilden oder formen. In Debatten über Gender, Migration oder Politik wird deutlich, wie sehr Worte selbst umkämpft sind – und wie stark sie Wahrnehmung, Denken und gesellschaftliche Dynamiken prägen. Doch wie genau wirkt Sprache? Und welche Verantwortung haben wir im Umgang mit ihr? Der Kurs untersucht, wie Sprache als Werkzeug der Macht funktioniert – von politischen „Frames“ und medialen Deutungsrahmen über Alltagsmetaphern bis hin zu Sprachwandel und neuen Ausdrucksformen. Anhand aktueller Beispiele wird sichtbar, wie durch Begriffe Realitäten geschaffen oder verdeckt werden: „Flüchtlingswelle“, „Leistungsträger“, „Klimahysterie“ – jedes Wort trägt eine Haltung in sich. Wir diskutieren philosophische und linguistische Perspektiven auf Sprache und fragen zugleich praktisch: Wie lässt sich bewusster, präziser und dialogfähiger sprechen? Wo stößt „politische Korrektheit“ an Grenzen – und wo ist sie Ausdruck von Respekt und Verantwortung? In Übungen und Diskussionen erproben wir den sensiblen Umgang mit Sprache als Mittel gesellschaftlicher Gestaltung. Ziel des Kurses ist es, Sprache als Machtinstrument zu durchschauen – und sie zugleich als Werkzeug des Verstehens und der Verständigung neu zu entdecken.

Kursnummer 262-P1010C
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 12,00 €
Arbeit im Wandel – Sinn, Entfremdung und Selbstverwirklichung
Di. 12.01.2027 18:30

Arbeit bestimmt unseren Alltag, unseren Lebensrhythmus und oft auch unser Selbstverständnis. Doch was „Arbeit“ bedeutet, hat sich im Laufe der Geschichte grundlegend verändert: Von der antiken Abwertung körperlicher Tätigkeit über den Arbeitsethos der Industrialisierung bis hin zu „New Work“ und digitaler Plattformökonomie. Heute stehen wir erneut vor einem Umbruch – durch Automatisierung, KI und neue Modelle von Erwerbsarbeit. Die Veranstaltung nimmt Arbeit aus philosophischer, historischer und gesellschaftlicher Perspektive in den Blick. Wir fragen: Warum arbeiten wir eigentlich? Was macht Arbeit sinnvoll – und wann wird sie zur Belastung? Welche Vorstellungen von Arbeit prägen uns, und welche Alternativen sind denkbar? Gemeinsam analysieren wir Texte, tauschen Erfahrungen aus und entwerfen Szenarien für die „Arbeit der Zukunft“. Die Veranstaltung bietet Raum, die eigene Arbeitsbiografie zu reflektieren und neue Perspektiven auf ein Thema zu gewinnen, das uns alle betrifft.

Kursnummer 262-P1004B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 12,00 €
Kapitalismuskritik verstehen und hinterfragen
Mi. 13.01.2027 18:30

Was prägt unser heutiges Wirtschafts- und Gesellschaftssystem – und warum steht es immer wieder in der Kritik? Seit seinen Anfängen begleitet den Kapitalismus eine Vielzahl von Deutungen und Gegenbewegungen: von moralischer Empörung über soziale Ungleichheit bis zu grundlegenden Fragen nach Macht, Eigentum und Gerechtigkeit. Kapitalismuskritik ist so alt wie das System selbst – und zugleich hochaktuell in Zeiten von Klimakrise, Digitalisierung und globaler Ungleichheit. Im Kurs gehen wir der Entwicklung dieser Kritik nach: Wie wurde der Kapitalismus seit der Industrialisierung beurteilt – von Marx über Keynes und der Frankfurter Schule bis zu heutigen Stimmen aus Ökologie, Feminismus und Postwachstumsbewegung? Welche Krisen und gesellschaftlichen Umbrüche haben sie geprägt, und welche Alternativen oder Reformideen wurden daraus entwickelt? Zugleich fragen wir: Warum polarisiert Kapitalismuskritik bis heute? Wie verändern sich Argumente, wenn ökologische Grenzen, soziale Spaltung und politische Instabilität stärker ins Bewusstsein rücken? Und was bedeutet all das für unser eigenes Verständnis von Arbeit, Konsum und Wohlstand? In Gesprächen, kurzen Inputs und Textbeispielen reflektieren wir die Vielschichtigkeit kapitalismuskritischer Perspektiven – von theoretischer Analyse bis persönlicher Haltung. Ziel des Kurses ist es, historische Linien und aktuelle Argumente der Kapitalismuskritik kennenzulernen, deren Motive zu verstehen und eigene Positionen differenzierter zu entwickeln.

Kursnummer 262-P1008B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Ist das Patriarchat wirklich „natürlich“? Ein Blick über den Tellerrand westlicher Gesellschaften
Mo. 18.01.2027 18:30

Männliche Dominanz, Hierarchien und die Kontrolle über Ressourcen erscheinen vielen als historisch unvermeidlich oder gar als Ausdruck „natürlicher“ Ordnung. Doch ein kulturvergleichender und historischer Blick zeigt, dass gesellschaftliche Machtverhältnisse weit vielfältiger gestaltet sind, als es auf den ersten Blick scheint. Diese Veranstaltung hinterfragt patriarchale Strukturen nicht ideologisch, sondern analytisch und differenziert. Welche historischen Bedingungen begünstigten die Entstehung männlich dominierter Gesellschaftsformen? Welche Rolle spielte die systematische Abwertung des Weiblichen – symbolisch wie konkret – in der Ausbildung von Hierarchien? Und inwiefern prägen diese Muster bis heute unsere Institutionen, Rollenbilder und Selbstverständlichkeiten? Zugleich richtet sich der Blick auf alternative Gesellschaftsmodelle. Ethnologische und sozialwissenschaftliche Perspektiven zeigen, dass Kooperation, Fürsorge und gemeinschaftliche Entscheidungsstrukturen in manchen Kulturen stärker gewichtet werden. Was lässt sich daraus für gegenwärtige Debatten über Geschlechterverhältnisse, Macht und Zusammenleben lernen? Die Veranstaltung lädt dazu ein, scheinbar „natürliche“ Ordnungen kritisch zu prüfen und gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten neu zu denken – sachlich, offen und jenseits vereinfachender Zuschreibungen.

Kursnummer 262-P1011B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Die Frage von Krieg und Frieden im Völkerrecht
Mi. 20.01.2027 19:30

Im ersten Teil wird die Grundnorm der seit 1945 geltenden Völkerrechtsordnung, das Verbot der Anwendung militärischer Gewalt in den internationalen Beziehungen, vor ihrem historischen Hintergrund und in ihrem heute maßgeblichen systematischen Zusammenhang entfaltet. Im zweiten Teil werden die aktuellen politischen Herausforderungen des Völkerrechts der Friedenssicherung und dessen denkbare Zukunftsperspektiven in den Blick genommen. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zur Diskussion.    Claus Kreß ist Professor für Strafrecht und Völkerrecht an der Universität zu Köln. 2019 wurde er zum Richter ad hoc am Internationalen Gerichtshof in Den Haag ernannt. Seit 2021 ist er Sonderberater des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs zum Verbrechen der Aggression. Er ist Mitglied der Leopoldina und Life Member des Clare Hall College der Universität Cambridge.

Kursnummer 262-P1016
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 5,00 €
Reden wir drüber – Offener Dialog zu Politik, Gesellschaft und Zeitfragen (erster Montag im Monat)
Mo. 01.03.2027 18:30

Politische und gesellschaftliche Entwicklungen werden immer komplexer. Vieles wirft Fragen auf, bleibt unklar oder sorgt für Gesprächsbedarf – doch oft fehlt ein geeigneter und sicherer Raum, um darüber sachlich und offen zu sprechen. Dieses monatlich stattfindende Dialogformat lädt dazu ein, genau diesen Raum zu nutzen. Die Teilnehmenden bringen die Themen mit, die sie aktuell beschäftigen: aus Politik, Gesellschaft, Medien oder dem eigenen Alltag. Es gibt kein festes Programm und keine Vorträge. Stattdessen steht der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt. Der Kursleiter moderiert das Gespräch, ordnet Zusammenhänge ein, gibt bei Bedarf faktenbasierte Impulse und sorgt für einen respektvollen, konstruktiven Dialog. Vorkenntnisse sind nicht nötig – alle sind willkommen. Gefragt sind Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven im gemeinsamen Gespräch zu erkunden.

Kursnummer 271-P1007
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 45,00 €
Streiten wir drüber – Moderierte Kontroverse zu einer politischen Streitfrage
So. 07.03.2027 15:00

Wir reden viel über Andersdenkende – aber immer seltener mit ihnen. Dabei gehört Streit zur Demokratie: Wo Menschen unterschiedliche Interessen, Werte und Vorstellungen vom guten Zusammenleben haben, kann Verständigung nicht bedeuten, Konflikte zu vermeiden. Doch konstruktives Streiten scheint zunehmend verlernt. Positionen verhärten sich, politische Auseinandersetzungen werden moralisch aufgeladen und manche Themen lieber umgangen, bevor überhaupt ein Gespräch entsteht. „Streiten wir drüber“ schafft einen Raum, in dem demokratischer Streit wieder erprobt werden kann. Anhand wechselnder Themen wie „Ist die AfD vor allem Ausdruck legitimen Protests oder eine Gefahr für die Demokratie?“, „Wo endet die Freiheit religiöser oder traditioneller Lebensformen?“ oder „Sollte Klimaschutz auch dann Vorrang haben, wenn er den Alltag spürbar verteuert?“ soll genau das wieder ermöglicht werden: der demokratische Austausch auch konträrer Positionen. Willkommen sind somit ausdrücklich auch Positionen, die sich im eigenen Umfeld selten gehört fühlen, ebenso wie Menschen, die ihnen entschieden widersprechen. Der Moderator strukturiert das Gespräch, ordnet Hintergründe ein und prüft Tatsachenbehauptungen, ohne den Streit vorschnell aufzulösen. Fehlt eine wichtige Gegenposition im Raum, wird ihr stärkstes Argument transparent in die Diskussion eingebracht. Ziel ist nicht, am Ende einer Meinung zu sein. Es geht darum, die Gründe hinter einer Position zu verstehen, Fakten von Werturteilen zu unterscheiden, Gemeinsamkeiten zu entdecken und bleibende Differenzen auszuhalten. Denn auch darin besteht demokratische Verständigung: miteinander im Gespräch zu bleiben, obwohl man sich nicht einig wird. Kontroversen sind ausdrücklich willkommen; persönliche Herabsetzungen sind es nicht.

Kursnummer 271-P1017
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 45,00 €
Antifeminismus und Demokratie – Warum alte Rollenbilder uns alle betreffen
Mo. 08.03.2027 18:00

Warum gewinnen traditionelle Geschlechterbilder und antifeministische Positionen weltweit wieder an Einfluss – und was bedeutet das für unsere Gesellschaft? In dieser Veranstaltung wird der Blick auf politische, religiöse und kulturelle Bewegungen gerichtet, die Gleichstellung infrage stellen und eine Rückkehr zu festen Rollen propagieren. Ausgehend von einem kurzen historischen Überblick über die Emanzipationsbewegungen wird gezeigt, dass Antifeminismus eine wiederkehrende Reaktion auf gesellschaftlichen Wandel ist. Im Mittelpunkt stehen dabei aktuelle Phänomene wie „Tradwives“, Online-Communities der „Manosphere“ oder antifeministische Narrative in sozialen Medien, die häufig Ausdruck tieferliegender Verunsicherungen sind. Ergänzend wird beleuchtet, welche ideologischen Gemeinsamkeiten diese Bewegungen verbinden – von der Vorstellung einer „natürlichen Ordnung“ bis hin zur Angst vor dem Verlust traditioneller männlicher Rollen. Vor dem Hintergrund einer zunehmend komplexen und „entzauberten“ Welt (Max Weber) wird deutlich, warum solche Positionen an Attraktivität gewinnen. Abschließend wird diskutiert, welche Folgen antifeministische Entwicklungen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt haben. Dabei wird deutlich, warum Gleichberechtigung und die Anerkennung pluraler Lebensweisen zentrale Voraussetzungen für eine offene Gesellschaft sind.

Kursnummer 271-P1013
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Demokratie unter Druck – Wie Ungleichheit, Multikrisen und Populismus
Di. 06.04.2027 18:00

Demokratien geraten weltweit unter Druck. Rechtsstaatliche Institutionen werden angegriffen, gesellschaftliche Konflikte verschärfen sich und viele Menschen zweifeln daran, dass ihre Stimme politisch noch etwas bewirkt. Doch handelt es sich dabei um eine einzige Krise – oder überlagern sich unterschiedliche Entwicklungen? Die Veranstaltung untersucht, wie wirtschaftliche Ungleichheit, blockierte Aufstiegsversprechen und politische Ohnmacht miteinander zusammenhängen. Zugleich beanspruchen Klimawandel, Kriege, Migration, steigende Preise und technologische Umbrüche gleichzeitig gesellschaftliche Ressourcen und politische Aufmerksamkeit. Das Versprechen, wachsender Wohlstand werde automatisch zu mehr Sicherheit, Freiheit und Zufriedenheit führen, verliert dabei zunehmend an Überzeugungskraft. Auch kulturelle Konflikte um Religion, Geschlechterrollen, Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Wandel setzen die Demokratie unter Spannung. Populistische Bewegungen greifen solche Unsicherheiten auf, verbinden sie miteinander und führen komplexe Probleme auf den Gegensatz zwischen dem „wahren Volk“ und einer vermeintlich korrupten Elite zurück. Auf Grundlage aktueller Forschung fragt die Veranstaltung, weshalb sich wirtschaftliche, kulturelle und institutionelle Konflikte gegenseitig verstärken – und was eine widerstandsfähige Demokratie benötigt: soziale Fairness, erfahrbare politische Beteiligung, handlungsfähige Institutionen und den Schutz einer pluralistischen Gesellschaft.

Kursnummer 271-P1014
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Was ist Aufklärung?
Mi. 07.04.2027 18:00

Die europäische Aufklärung hat unseren Blick auf die Welt grundlegend verändert. Wissen sollte überprüfbar, Herrschaft begründungsbedürftig und der Mensch fähig sein, selbstständig zu urteilen. Mit ihr entstanden neue Hoffnungen auf Bildung, wissenschaftlichen Fortschritt und eine bessere Zukunft. Auch moderne Vorstellungen von Freiheit, Gleichheit, Menschenrechten und Demokratie wurden entscheidend durch sie geprägt. Die Veranstaltung zeichnet diese Veränderungen nach und fragt zugleich nach den Widersprüchen der Aufklärung. Denn ihre universellen Ansprüche standen lange neben gesellschaftlichen Ausschlüssen, Kolonialismus und Sklaverei. Der Holocaust erschütterte später den Glauben, technischer und wissenschaftlicher Fortschritt führe automatisch auch zu moralischem Fortschritt. Heute stellt die ökologische Krise unser Verhältnis zu Natur, Wachstum und technischer Beherrschung infrage. Gemeinsam diskutieren wir, welche Errungenschaften der Aufklärung weiterhin unverzichtbar sind und wie Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Vernunft unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts neu gedacht werden können.

Kursnummer 271-P1105
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Arbeit im Wandel – Sinn, Entfremdung und Selbstverwirklichung
Sa. 10.04.2027 10:00

Arbeit bestimmt unseren Alltag, unseren Lebensrhythmus und oft auch unser Selbstverständnis. Doch was „Arbeit“ bedeutet, hat sich im Laufe der Geschichte grundlegend verändert: Von der antiken Abwertung körperlicher Tätigkeit über den Arbeitsethos der Industrialisierung bis hin zu „New Work“ und digitaler Plattformökonomie. Heute stehen wir erneut vor einem Umbruch – durch Automatisierung, KI und neue Modelle von Erwerbsarbeit. Die Veranstaltung nimmt Arbeit aus philosophischer, historischer und gesellschaftlicher Perspektive in den Blick. Wir fragen: Warum arbeiten wir eigentlich? Was macht Arbeit sinnvoll – und wann wird sie zur Belastung? Welche Vorstellungen von Arbeit prägen uns, und welche Alternativen sind denkbar? Gemeinsam analysieren wir Texte, tauschen Erfahrungen aus und entwerfen Szenarien für die „Arbeit der Zukunft“. Die Veranstaltung bietet Raum, die eigene Arbeitsbiografie zu reflektieren und neue Perspektiven auf ein Thema zu gewinnen, das uns alle betrifft.

Kursnummer 271-P1006
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Sprache und Macht – Wie Worte Wirklichkeit schaffen
Mi. 21.04.2027 18:00

Sprache ist nie unschuldig. Sie kann verbinden oder spalten, Wirklichkeit abbilden oder formen. In Debatten über Gender, Migration oder Politik wird deutlich, wie sehr Worte selbst umkämpft sind – und wie stark sie Wahrnehmung, Denken und gesellschaftliche Dynamiken prägen. Doch wie genau wirkt Sprache? Und welche Verantwortung haben wir im Umgang mit ihr? Der Kurs untersucht, wie Sprache als Werkzeug der Macht funktioniert – von politischen „Frames“ und medialen Deutungsrahmen über Alltagsmetaphern bis hin zu Sprachwandel und neuen Ausdrucksformen. Anhand aktueller Beispiele wird sichtbar, wie durch Begriffe Realitäten geschaffen oder verdeckt werden: „Flüchtlingswelle“, „Leistungsträger“, „Klimahysterie“ – jedes Wort trägt eine Haltung in sich. Wir diskutieren philosophische und linguistische Perspektiven auf Sprache und fragen zugleich praktisch: Wie lässt sich bewusster, präziser und dialogfähiger sprechen? Wo stößt „politische Korrektheit“ an Grenzen – und wo ist sie Ausdruck von Respekt und Verantwortung? In Übungen und Diskussionen erproben wir den sensiblen Umgang mit Sprache als Mittel gesellschaftlicher Gestaltung. Ziel des Kurses ist es, Sprache als Machtinstrument zu durchschauen – und sie zugleich als Werkzeug des Verstehens und der Verständigung neu zu entdecken.

Kursnummer 271-P1008
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Krisenmodus – Wie wir mit Unsicherheit leben lernen
Do. 22.04.2027 18:00

Pandemie, Krieg, Klimawandel, wirtschaftliche Umbrüche und künstliche Intelligenz: Viele Entwicklungen stellen vertraute Gewissheiten infrage. Während eine Krise noch andauert, zeichnet sich bereits die nächste ab. Dadurch kann der Eindruck entstehen, die Gegenwart bestehe nur noch aus Ausnahmesituationen, auf die wir kaum Einfluss haben. Die Veranstaltung richtet den Blick deshalb nicht auf Leistungsdruck oder berufliche Erschöpfung, sondern auf den Umgang mit Unsicherheit. Wie verändern Krisen unsere Wahrnehmung von Gefahr, Zeit und Zukunft? Weshalb suchen Menschen in unübersichtlichen Situationen nach eindeutigen Erklärungen, Kontrolle oder starken Autoritäten? Und wie beeinflussen Nachrichtenrhythmen und politische Zuspitzungen unser Gefühl dafür, was tatsächlich bedrohlich ist? Aus historischen, gesellschaftlichen und philosophischen Perspektiven wird untersucht, wie Menschen und Gesellschaften mit Ungewissheit, Kontrollverlust und tiefgreifendem Wandel umgehen. Dabei geht es weder um Alarmismus noch um die Vorstellung, jede Krise sei automatisch eine Chance. Im Mittelpunkt stehen vielmehr Urteilsfähigkeit, Vertrauen, gemeinsames Handeln und die Fähigkeit, auch unter unsicheren Bedingungen Entscheidungen zu treffen. Ziel ist es, ein reflektierteres Verhältnis zu Krisenerzählungen und Zukunftsängsten zu entwickeln – und individuelle wie demokratische Handlungsspielräume auch dort wahrzunehmen, wo einfache Gewissheiten nicht verfügbar sind.

Kursnummer 271-P1015
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Warum Verschwörungserzählungen verfangen: Psychologie, Gesellschaft und der Streit um Wahrheit
Do. 29.04.2027 18:00

Verschwörungserzählungen sind kein Randphänomen, sondern Ausdruck tief verankerter psychologischer und gesellschaftlicher Mechanismen. In Zeiten von Krisen, Unsicherheit und beschleunigtem Wandel bieten sie scheinbar einfache Erklärungen für komplexe Zusammenhänge. Gerade dadurch können sie Vertrauen untergraben, Polarisierung verstärken und demokratische Diskurse belasten. Die Veranstaltung beleuchtet Verschwörungserzählungen aus soziologischer, psychologischer und neurowissenschaftlicher Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Bedürfnissen, Ängsten und Denkmechanismen, die ihre Attraktivität erklären, sowie nach den gesellschaftlichen Bedingungen, die ihre Verbreitung begünstigen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Klimawandelleugnung als exemplarischem Fall. An ihr wird deutlich, wie wissenschaftliche Erkenntnisse abgewehrt, Zweifel systematisch verstärkt und alternative Wirklichkeitsdeutungen stabilisiert werden – und warum Menschen geneigt sind, solchen Erzählungen Glauben zu schenken. Ziel der Veranstaltung ist es, Hintergründe zu verstehen, Mechanismen zu erkennen und die eigene Urteilsfähigkeit im Umgang mit umstrittenen Wahrheitsansprüchen zu stärken.

Kursnummer 271-P1009
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Leistung und Neid – Wer verdient Erfolg?
Mo. 24.05.2027 18:00

Leistung gilt als ein zentrales Versprechen moderner Gesellschaften: Wer sich anstrengt, soll Anerkennung erfahren und vorankommen können. Doch was genau ist eine Leistung – und wer entscheidet über ihren Wert? Werden beruflicher Erfolg, Sorgearbeit, Bildung und gesellschaftliches Engagement nach denselben Maßstäben beurteilt? Und welchen Anteil haben Herkunft, Beziehungen, Glück und günstige Gelegenheiten? Wo Menschen sich miteinander vergleichen, entsteht außerdem Neid. Er gilt als unangenehmes und beschämendes Gefühl. Doch möglicherweise weist er auch auf unerfüllte Wünsche, ungleiche Chancen oder fehlende Anerkennung hin. Wann ist Neid kleinlich und zerstörerisch? Wann macht er auf tatsächliche Ungerechtigkeit aufmerksam? Und warum erklären Erfolgreiche ihren Aufstieg häufig mit Leistung, während Benachteiligte schnell selbst für ihre Lage verantwortlich gemacht werden, obwohl auch sie viel leisten? Die Veranstaltung verbindet zwei Themen, die enger zusammengehören, als es zunächst scheint. Sie lädt dazu ein, über Fairness, Anerkennung und sozialen Status nachzudenken – und darüber, wie viel Ungleichheit eine Leistungsgesellschaft rechtfertigen kann.

Kursnummer 271-P1016
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Ist das Patriarchat wirklich „natürlich“? Ein Blick über den Tellerrand westlicher Gesellschaften
Di. 25.05.2027 18:00

Männliche Dominanz, Hierarchien und die Kontrolle über Ressourcen erscheinen vielen als historisch unvermeidlich oder gar als Ausdruck „natürlicher“ Ordnung. Doch ein kulturvergleichender und historischer Blick zeigt, dass gesellschaftliche Machtverhältnisse weit vielfältiger gestaltet sind, als es auf den ersten Blick scheint. Diese Veranstaltung hinterfragt patriarchale Strukturen nicht ideologisch, sondern analytisch und differenziert. Welche historischen Bedingungen begünstigten die Entstehung männlich dominierter Gesellschaftsformen? Welche Rolle spielte die systematische Abwertung des Weiblichen – symbolisch wie konkret – in der Ausbildung von Hierarchien? Und inwiefern prägen diese Muster bis heute unsere Institutionen, Rollenbilder und Selbstverständlichkeiten? Zugleich richtet sich der Blick auf alternative Gesellschaftsmodelle. Ethnologische und sozialwissenschaftliche Perspektiven zeigen, dass Kooperation, Fürsorge und gemeinschaftliche Entscheidungsstrukturen in manchen Kulturen stärker gewichtet werden. Was lässt sich daraus für gegenwärtige Debatten über Geschlechterverhältnisse, Macht und Zusammenleben lernen? Die Veranstaltung lädt dazu ein, scheinbar „natürliche“ Ordnungen kritisch zu prüfen und gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten neu zu denken – sachlich, offen und jenseits vereinfachender Zuschreibungen.

Kursnummer 271-P1010
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Wahrheit, Lüge, Vertrauen – Orientierung im Zeitalter der Desinformation
Do. 03.06.2027 18:00

Ob Fake News, „alternative Fakten“ oder gezielte Manipulation – der Umgang mit Wahrheit ist heute umkämpfter denn je. Politische Strategien, digitale Medienlogiken und psychologische Mechanismen tragen dazu bei, dass Unsicherheit wächst und Vertrauen schwindet. Doch der Streit um Wahrheit ist kein neues Phänomen: Schon in der Antike wurde die Macht der Rhetorik erkannt und die in ihre lauernde Gefahr der Täuschung für das gesellschaftliche Miteinander ausgemacht. In der Veranstaltung gehen wir der Frage nach, wie Wahrheiten konstruiert werden, warum wir bestimmten Erzählungen Glauben schenken – und wie wir uns besser gegen Desinformation wappnen können. Philosophische und historische Perspektiven treffen dabei auf aktuelle Beispiele aus Medien und Politik. Ziel ist es, sowohl die großen Muster hinter der „Post-Truth“-Debatte zu verstehen als auch praktische Strategien für den Alltag zu entwickeln. Diese Veranstaltung versteht sich als Raum für kritische Reflexion, gemeinsames Üben von Medienkompetenz und Diskussion über die Bedingungen von Vertrauen in einer komplexen Welt. Keine Vorkenntnisse erforderlich.

Kursnummer 271-P1011
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Sprache und Macht – Wie Worte Wirklichkeit schaffen
Do. 10.06.2027 18:00

Sprache ist nie unschuldig. Sie kann verbinden oder spalten, Wirklichkeit abbilden oder formen. In Debatten über Gender, Migration oder Politik wird deutlich, wie sehr Worte selbst umkämpft sind – und wie stark sie Wahrnehmung, Denken und gesellschaftliche Dynamiken prägen. Doch wie genau wirkt Sprache? Und welche Verantwortung haben wir im Umgang mit ihr? Der Kurs untersucht, wie Sprache als Werkzeug der Macht funktioniert – von politischen „Frames“ und medialen Deutungsrahmen über Alltagsmetaphern bis hin zu Sprachwandel und neuen Ausdrucksformen. Anhand aktueller Beispiele wird sichtbar, wie durch Begriffe Realitäten geschaffen oder verdeckt werden: „Flüchtlingswelle“, „Leistungsträger“, „Klimahysterie“ – jedes Wort trägt eine Haltung in sich. Wir diskutieren philosophische und linguistische Perspektiven auf Sprache und fragen zugleich praktisch: Wie lässt sich bewusster, präziser und dialogfähiger sprechen? Wo stößt „politische Korrektheit“ an Grenzen – und wo ist sie Ausdruck von Respekt und Verantwortung? In Übungen und Diskussionen erproben wir den sensiblen Umgang mit Sprache als Mittel gesellschaftlicher Gestaltung. Ziel des Kurses ist es, Sprache als Machtinstrument zu durchschauen – und sie zugleich als Werkzeug des Verstehens und der Verständigung neu zu entdecken.

Kursnummer 271-P1008B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Demokratie unter Druck – Wie Ungleichheit, Multikrisen und Populismus
Sa. 19.06.2027 10:00

Demokratien geraten weltweit unter Druck. Rechtsstaatliche Institutionen werden angegriffen, gesellschaftliche Konflikte verschärfen sich und viele Menschen zweifeln daran, dass ihre Stimme politisch noch etwas bewirkt. Doch handelt es sich dabei um eine einzige Krise – oder überlagern sich unterschiedliche Entwicklungen? Die Veranstaltung untersucht, wie wirtschaftliche Ungleichheit, blockierte Aufstiegsversprechen und politische Ohnmacht miteinander zusammenhängen. Zugleich beanspruchen Klimawandel, Kriege, Migration, steigende Preise und technologische Umbrüche gleichzeitig gesellschaftliche Ressourcen und politische Aufmerksamkeit. Das Versprechen, wachsender Wohlstand werde automatisch zu mehr Sicherheit, Freiheit und Zufriedenheit führen, verliert dabei zunehmend an Überzeugungskraft. Auch kulturelle Konflikte um Religion, Geschlechterrollen, Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Wandel setzen die Demokratie unter Spannung. Populistische Bewegungen greifen solche Unsicherheiten auf, verbinden sie miteinander und führen komplexe Probleme auf den Gegensatz zwischen dem „wahren Volk“ und einer vermeintlich korrupten Elite zurück. Auf Grundlage aktueller Forschung fragt die Veranstaltung, weshalb sich wirtschaftliche, kulturelle und institutionelle Konflikte gegenseitig verstärken – und was eine widerstandsfähige Demokratie benötigt: soziale Fairness, erfahrbare politische Beteiligung, handlungsfähige Institutionen und den Schutz einer pluralistischen Gesellschaft.

Kursnummer 271-P1014B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Kapitalismuskritik verstehen und hinterfragen
Di. 22.06.2027 18:00

Was prägt unser heutiges Wirtschafts- und Gesellschaftssystem – und warum steht es immer wieder in der Kritik? Seit seinen Anfängen begleitet den Kapitalismus eine Vielzahl von Deutungen und Gegenbewegungen: von moralischer Empörung über soziale Ungleichheit bis zu grundlegenden Fragen nach Macht, Eigentum und Gerechtigkeit. Kapitalismuskritik ist so alt wie das System selbst – und zugleich hochaktuell in Zeiten von Klimakrise, Digitalisierung und globaler Ungleichheit. Im Kurs gehen wir der Entwicklung dieser Kritik nach: Wie wurde der Kapitalismus seit der Industrialisierung beurteilt – von Marx über Keynes und der Frankfurter Schule bis zu heutigen Stimmen aus Ökologie, Feminismus und Postwachstumsbewegung? Welche Krisen und gesellschaftlichen Umbrüche haben sie geprägt, und welche Alternativen oder Reformideen wurden daraus entwickelt? Zugleich fragen wir: Warum polarisiert Kapitalismuskritik bis heute? Wie verändern sich Argumente, wenn ökologische Grenzen, soziale Spaltung und politische Instabilität stärker ins Bewusstsein rücken? Und was bedeutet all das für unser eigenes Verständnis von Arbeit, Konsum und Wohlstand? In Gesprächen, kurzen Inputs und Textbeispielen reflektieren wir die Vielschichtigkeit kapitalismuskritischer Perspektiven – von theoretischer Analyse bis persönlicher Haltung. Ziel des Kurses ist es, historische Linien und aktuelle Argumente der Kapitalismuskritik kennenzulernen, deren Motive zu verstehen und eigene Positionen differenzierter zu entwickeln.

Kursnummer 271-P1012
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Gesellschaft im Widerstreit – Polarisierung verstehen und überwinden
Mi. 23.06.2027 18:00

Lagerdenken, Zuspitzung, Empörung – unsere Gesellschaft scheint zunehmend auseinanderzudriften. Politische Akteure, Medienlogiken und wirtschaftliche Interessen befeuern die Dynamik und profitieren nicht selten davon. Doch wie sind wir in diese Situation geraten? Welche Mechanismen tragen dazu bei, dass Unterschiede zu Fronten werden – und was braucht es, um den Dialog wieder möglich zu machen? In diesem Kurs gehen wir der Entstehung und den Treibern gesellschaftlicher Polarisierung nach. Auf Grundlage aktueller Forschung und historischer Perspektiven soll sichtbar werden, wie Konflikte sich zuspitzen – und wie sie auch wieder entschärft werden können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage: Wie können wir als Bürgerinnen und Bürger zur Stärkung der Demokratie und einer pluralen Ordnung beitragen? Der Kurs versteht sich als geschützter Raum für kritische Reflexion, Diskussion und das gemeinsame Erproben von Strategien jenseits der Empörungslogik. Ziel ist es, nicht nur das Phänomen besser zu begreifen, sondern auch konkrete Möglichkeiten für mehr Sachlichkeit, Respekt und Miteinander zu entdecken. Es sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich. Der Kurs richtet sich an alle, die sich für das Spannungsfeld von Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und politischer Kommunikation interessieren und Lust haben, aktiv mitzudenken und mitzudiskutieren.

Kursnummer 271-P1005
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Antifeminismus und Demokratie – Warum alte Rollenbilder uns alle betreffen
Do. 24.06.2027 18:00

Warum gewinnen traditionelle Geschlechterbilder und antifeministische Positionen weltweit wieder an Einfluss – und was bedeutet das für unsere Gesellschaft? In dieser Veranstaltung wird der Blick auf politische, religiöse und kulturelle Bewegungen gerichtet, die Gleichstellung infrage stellen und eine Rückkehr zu festen Rollen propagieren. Ausgehend von einem kurzen historischen Überblick über die Emanzipationsbewegungen wird gezeigt, dass Antifeminismus eine wiederkehrende Reaktion auf gesellschaftlichen Wandel ist. Im Mittelpunkt stehen dabei aktuelle Phänomene wie „Tradwives“, Online-Communities der „Manosphere“ oder antifeministische Narrative in sozialen Medien, die häufig Ausdruck tieferliegender Verunsicherungen sind. Ergänzend wird beleuchtet, welche ideologischen Gemeinsamkeiten diese Bewegungen verbinden – von der Vorstellung einer „natürlichen Ordnung“ bis hin zur Angst vor dem Verlust traditioneller männlicher Rollen. Vor dem Hintergrund einer zunehmend komplexen und „entzauberten“ Welt (Max Weber) wird deutlich, warum solche Positionen an Attraktivität gewinnen. Abschließend wird diskutiert, welche Folgen antifeministische Entwicklungen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt haben. Dabei wird deutlich, warum Gleichberechtigung und die Anerkennung pluraler Lebensweisen zentrale Voraussetzungen für eine offene Gesellschaft sind.

Kursnummer 271-P1013B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Was ist Aufklärung?
Fr. 02.07.2027 18:00

Die europäische Aufklärung hat unseren Blick auf die Welt grundlegend verändert. Wissen sollte überprüfbar, Herrschaft begründungsbedürftig und der Mensch fähig sein, selbstständig zu urteilen. Mit ihr entstanden neue Hoffnungen auf Bildung, wissenschaftlichen Fortschritt und eine bessere Zukunft. Auch moderne Vorstellungen von Freiheit, Gleichheit, Menschenrechten und Demokratie wurden entscheidend durch sie geprägt. Die Veranstaltung zeichnet diese Veränderungen nach und fragt zugleich nach den Widersprüchen der Aufklärung. Denn ihre universellen Ansprüche standen lange neben gesellschaftlichen Ausschlüssen, Kolonialismus und Sklaverei. Der Holocaust erschütterte später den Glauben, technischer und wissenschaftlicher Fortschritt führe automatisch auch zu moralischem Fortschritt. Heute stellt die ökologische Krise unser Verhältnis zu Natur, Wachstum und technischer Beherrschung infrage. Gemeinsam diskutieren wir, welche Errungenschaften der Aufklärung weiterhin unverzichtbar sind und wie Freiheit, Gleichheit, Solidarität und Vernunft unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts neu gedacht werden können.

Kursnummer 271-P1105B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Krisenmodus – Wie wir mit Unsicherheit leben lernen
Mi. 07.07.2027 18:00

Pandemie, Krieg, Klimawandel, wirtschaftliche Umbrüche und künstliche Intelligenz: Viele Entwicklungen stellen vertraute Gewissheiten infrage. Während eine Krise noch andauert, zeichnet sich bereits die nächste ab. Dadurch kann der Eindruck entstehen, die Gegenwart bestehe nur noch aus Ausnahmesituationen, auf die wir kaum Einfluss haben. Die Veranstaltung richtet den Blick deshalb nicht auf Leistungsdruck oder berufliche Erschöpfung, sondern auf den Umgang mit Unsicherheit. Wie verändern Krisen unsere Wahrnehmung von Gefahr, Zeit und Zukunft? Weshalb suchen Menschen in unübersichtlichen Situationen nach eindeutigen Erklärungen, Kontrolle oder starken Autoritäten? Und wie beeinflussen Nachrichtenrhythmen und politische Zuspitzungen unser Gefühl dafür, was tatsächlich bedrohlich ist? Aus historischen, gesellschaftlichen und philosophischen Perspektiven wird untersucht, wie Menschen und Gesellschaften mit Ungewissheit, Kontrollverlust und tiefgreifendem Wandel umgehen. Dabei geht es weder um Alarmismus noch um die Vorstellung, jede Krise sei automatisch eine Chance. Im Mittelpunkt stehen vielmehr Urteilsfähigkeit, Vertrauen, gemeinsames Handeln und die Fähigkeit, auch unter unsicheren Bedingungen Entscheidungen zu treffen. Ziel ist es, ein reflektierteres Verhältnis zu Krisenerzählungen und Zukunftsängsten zu entwickeln – und individuelle wie demokratische Handlungsspielräume auch dort wahrzunehmen, wo einfache Gewissheiten nicht verfügbar sind.

Kursnummer 271-P1015B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Arbeit im Wandel – Sinn, Entfremdung und Selbstverwirklichung
Do. 08.07.2027 18:00

Arbeit bestimmt unseren Alltag, unseren Lebensrhythmus und oft auch unser Selbstverständnis. Doch was „Arbeit“ bedeutet, hat sich im Laufe der Geschichte grundlegend verändert: Von der antiken Abwertung körperlicher Tätigkeit über den Arbeitsethos der Industrialisierung bis hin zu „New Work“ und digitaler Plattformökonomie. Heute stehen wir erneut vor einem Umbruch – durch Automatisierung, KI und neue Modelle von Erwerbsarbeit. Die Veranstaltung nimmt Arbeit aus philosophischer, historischer und gesellschaftlicher Perspektive in den Blick. Wir fragen: Warum arbeiten wir eigentlich? Was macht Arbeit sinnvoll – und wann wird sie zur Belastung? Welche Vorstellungen von Arbeit prägen uns, und welche Alternativen sind denkbar? Gemeinsam analysieren wir Texte, tauschen Erfahrungen aus und entwerfen Szenarien für die „Arbeit der Zukunft“. Die Veranstaltung bietet Raum, die eigene Arbeitsbiografie zu reflektieren und neue Perspektiven auf ein Thema zu gewinnen, das uns alle betrifft.

Kursnummer 271-P1006B
Kursdetails ansehen
Veranstalter: vhs Puchheim-Eichenau
Gebühr: 16,00 €
Loading...
13.10.26 12:35:10